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Bad Wildbad Zu wenig Wasser im Brandfall

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Die Löschwasser-Übergabestelle in der Goßweilerstraße kann seit etwa vier Monaten nicht genutzt werden. Foto: Mutschler

Bad Wildbad - Wenn es derzeit in der Taubenackersiedlung brennt, hat nicht nur die Feuerwehr ein Problem. Denn die Übergabestelle in der Brennerau, von wo aus Wasser in die Taubenackersiedlung geleitet wird, ist wegen eines kaputten Schlosses aktuell nicht nutzbar –­ die Tür ist kaputt, der Zugang versperrt. Abhilfe ist aber wohl in Sicht.

Roland Schwabenland ist seit 43 Jahren in der Calmbacher Feuerwehr. Und er sei schon 30 bis 35 mal bei den Übungen dabei gewesen, bei denen auch die Funktion der Saugstelle an der Enz und der passenden Übergabestelle überprüft werden. So auch am 7. Juni dieses Jahres. "Wir wollten die Stelle wie jedes Jahr überprüfen", erzählt Schwabenland. Das läuft dann so ab, dass ein Feuerwehrfahrzeug an der Goßweilerstraße in der Calmbacher Brennerau-Siedlung Wasser aus der Enz pumpt. An der Saugstelle gibt es eine Übergabestelle, an die die Schläuche angeschlossen werden können. Damit wird das Wasser über eine Rohrleitung in die Taubenackersiedlung auf der anderen Seite der Wildbader Straße und jenseits der Bahngleise gepumpt und kann im Brandfall an der dortigen Übergabestelle durch ein weiteres Fahrzeug entnommen werden. So kann überprüft werden, ob die Übergabestellen funktionieren und ob die Leitung nicht beschädigt ist und das Wasser irgendwo unterwegs austritt.

Genau das sei aber derzeit nicht möglich, erläutert Schwabenland und zeigt auf die mit Schloss und Türklinke gesicherte Tür der Übergabestelle. Denn die Klinke ist abgeschlagen, das Schloss nach hinten eingedrückt oder -geschlagen. Deshalb konnte die Tür bei der Übung nicht geöffnet werden. "Die Übergabestelle in der Taubenackersiedlung ist in Ordnung", sagt Schwabenland. Das bringe aber natürlich im Moment nichts. Denn wenn in der Goßweilerstraße kein Wasser in die Rohrleitung gepumpt werden kann, kann auf der anderen auch nichts entnommen werden. Somit stünden laut Schwabenland seit mindestens vier Monaten nur wenige Hydranten zur Verfügung, die zu wenig Leistung hätten und so im Ernstfall zu wenig Wasser zur Verfügung stellen könnten. Betroffen seien davon etwa 60 Ein- und Zwei-Familienhäuser sowie rund 30 Hektar Wald, sagt Schwabenland weiter.

Brandschutz wird vernachlässigt

Er wandte sich an unsere Zeitung, weil bei der letzten Übung vor etwa einer Woche erneut die Leitung hätte überprüft werden sollen – und weil Klinke und Schloss noch immer defekt seien. Dabei habe, so Schwabenland, der Calmbacher Abteilungskommandant Gerhard Wurster die Schäden sofort an die Stadt gemeldet –­ und bislang sei nichts passiert.

"Das ist schon ärgerlich, wenn man den Brandschutz wegen 200 Euro vernachlässigt", ärgert er sich. Denn: "Es geht um Leben und Tod und mehr." Dabei habe die Stadt die Aufgabe an die Stadtwerke weiter delegiert und die dann wieder zurück an die Stadtverwaltung, sagt Schwabenland. Nach seiner Meinung sei das eine Leistung, die die Stadt zu erbringen habe. Man müsse eben eine Firma beauftragen, die die Schäden behebe. Das gelte im Übrigen auch für die Leimenäckersiedlung in Calmbach. Bei der dortigen Übergabestelle biete sich das gleiche Bild, auch dort lasse sich die Tür nicht mehr öffnen, sagt der Feuerwehrmann.

Das könnte sich jetzt aber demnächst ändern. Auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten bestätigte Stadtbrandmeister Tido Lüdtke die Schäden. "Da sind wir gerade dabei, das zu beheben", sagte er. Man sei dabei, eine örtliche Handwerksfirma damit zu beauftragen, die Schäden zu beheben. Darüber sei der Calmbacher Abteilungskommandant auch informiert, so Lüdtke.

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