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Bad Wildbad Zahl der Straftaten ist leicht angestiegen

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Während die meisten Delikten wie Einbruch oder Diebstahl zurückgingen, stiegen die Fallzahlen vor allem im Bereich Sachbeschädigungen stark und bei Rauschgiftdelikten leicht an. (Symbolfoto) Foto: Rumpenhorst

Bad Wildbad - Der Enzkreis ist der sicherste, der Kreis Calw der zweitsicherste in Baden-Württemberg. Das geht aus der Kriminalstatistik hervor, die Volker Walter, Leiter des Polizeireviers Calw, in der jüngsten Bad Wildbader Gemeinderatssitzung vorstellte. Dort wurde aber auch gesagt, dass in der Bäderstadt, gerechnet auf 100.000 Einwohner, 2019 die meisten Straftaten verübt wurden.

Von einer "nahezu kontinuierlichen Fortschreibung" der Fallzahlen konnte Volker Walter, der Leiter des Polizeireviers Calw, bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für das Jahr 2019 berichten. Entgegen dem Landestrend gebe es im Bereich des 2020 neu aufgestellten Polizeipräsidiums (PP) Pforzheim einen Rückgang der Fallzahlen. Somit war dieser Zuständigkeitsbereich, der 2019 noch zum PP Karlsruhe gehörte, im vergangenen Jahr der sicherste in Baden-Württemberg. Der Enzkreis (ohne den Stadtkreis Pforzheim) ist der sicherste und der Kreis Calw der zweitsicherste unter den 35 Landkreisen in Baden-Württemberg.

In Bad Wildbad sank die Aufklärungsquote

Im Kreis Calw ging die Anzahl der Straftaten von 4404 (2018) auf 4347 um 57 zurück. In Bad Wildbad dagegen gab es einen Anstieg um 24 (von 446 auf 470), gleichzeitig sank die Aufklärungsquote von 65,9 auf 56,4 Prozent (minus 9,5 Prozentpunkte). Damit liege man, so Walter, in Bad Wildbad im Zehn-Jahres-Vergleich immer noch im Rahmen der Zahlen.

Dennoch: Bad Wildbad liegt bei den Straftaten im Kreis Calw ganz vorne. Um diese Zahlen vergleichbar zu machen, werden die Zahlen bei allen Gemeinden auf Straftaten pro 100.000 Einwohner hochgerechnet. Hier ist Bad Wildbad mit der Häufigkeitszahl von 4640 Straftaten Spitzenreiter, gefolgt von Calw und Nagold mit deutlich weniger als 4000 Straftaten pro 100.000 Einwohner.

Aufklärung bei Reifenstechern sehr unwahrscheinlich

Während die meisten Delikten wie Einbruch oder Diebstahl zurückgingen, stiegen die Fallzahlen vor allem im Bereich Sachbeschädigungen stark und bei Rauschgiftdelikten leicht an. Gerade der Anstieg bei den Sachbeschädigungen sorge gleichzeitig für eine geringere Aufklärungsquote. So habe es etwa eine Serie von Reifenstechern gegeben – bei dieser Form sei eine Aufklärung sehr unwahrscheinlich, erklärte Walter.

Während der Bereich der Wohnungseinbruchsdiebstähle deutlich zurückgegangen sei, stiegen die Betrugsdelikte deutlich an. Hierbei seien es vor allem der "Enkeltrick", falsche Polizeibeamte oder falsche Internet-Dienstleister, die sich bei meist älteren Personen melden würden und so versuchten, an Geld oder Internetpasswörter zu kommen. So habe es zum Beispiel allein in einer Nacht 53 Meldungen von solchen Anrufen bei der Polizei gegeben, sagte Seitz weiter, der noch einmal eindringlich darauf hinwies, dass die Polizei nie von der Notrufnummer 110 anrufen würde.

Einen deutlichen Anstieg bei den Verkehrstoten habe der Landkreis zu verzeichnen, sagte Walter.

Schwer verletzte Motorradfahrer

Die Zahl sei von drei (2018) auf 17 angestiegen. In Bad Wildbad starben 2019 drei Verkehrsteilnehmer (ein Motorradfahrer), zudem gab es 19 (2018: sieben) schwer Verletzte, darunter sechs Motorradfahrer. Im Landkreis gab es auch deutlich mehr schwer verletzte Fahrradfahrer, nämlich 21, 2018 waren es zehn. Als Hauptursachen nannte Walter Geschwindigkeitsüberschreitungen und das Missachten von Vorfahrtsregelungen. Das nahm der Bruno Knöller (SPD) zum Anlass, um auf die jüngsten Diskussionen im Gemeinderat zu Geschwindigkeitsbegrenzungen hinzuweisen. "All das, was wir gesagt und beschlossenhaben, ist zu wenig. Wir müssen alles unternehmen, dass Menschen nicht zu Schaden kommen", forderte er weitere Maßnahmen.

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