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Bad Wildbad Was wird aus dem Café Peter?

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Mit einer Bauvoranfrage an die Stadt Bad Wildbad soll geklärt werden, ob ein angedachtes sozial-therapeutisches Zentrum am Platz des ehemaligen Cafés Peter in Calmbach möglich ist. Foto: Schabert

Bad Wildbad-Calmbach - Es ist noch kein Bauantrag, der sich mit dem rund 19 auf 38 Meter großen Neubau anstelle des seit Jahren leer stehenden, ehemaligen Cafés Peter in Calmbach befasst. Es handelt sich lediglich um eine Bauvoranfrage, die ein Interessent gestellt hat. Aber gerade diese Bauvoranfrage sorgt für Bedenken bei den Anwohnern.

Mit einer solchen Bauvoranfrage holt sich ein möglicher künftiger Bauherr Auskunft, ob das weitere Betreiben seiner Pläne rechtlich möglich und ein Baugesuch erfolgversprechend ist.

Dass sich um das Haus Ecke Kriegsstraße/Hauptstraße etwas tun soll, wird in Calmbach und in der Stadt allgemein begrüßt. Zum angedachten Abriss und Neubau eines sozial-therapeutischen Zentrums mit 47 Wohn- und Betreuungsplätzen durch die SBG Immobilien (Alpirsbach) gibt es allerdings – von durch die Anhörung zur Bauvoranfrage aufgeschreckten Nachbarn – erhebliche Bedenken.

In einem Schreiben an Bürgermeister und Stadträte im Vorfeld der Sitzung des gemeinderätlichen Umwelt- und Bauausschusses am Dienstag, 16. Juli, bitten die Apothekerinnen Barbara und Ulrike Weigel, das "weitere Vorgehen in dieser Sache sorgfältig und gewissenhaft zu prüfen." Auf der öffentlichen Tages­ordnung steht die Voranfrage allerdings nicht.

Bemängelt wird, dass nach den vorliegenden Informationen der angedachte Baukomplex vier Stockwerke hoch und darüber mit Satteldach versehen nicht in die umgebende Bebauung passe. Das scheine auch dem Antragssteller bewusst zu sein, "denn 3D-Visualisierungen und Fassadenansichten fehlen in den vorliegenden Unterlagen", heißt es in dem Schreiben weiter.

Weiter fülle das Gebäude fast die gesamte Fläche aus, sodass die für eine solche Einrichtung rechtlich vorgegebenen Standards an Außenflächen nach der Landesheimverordnung für die "seelisch behinderten Patienten" nicht zu erfüllen seien. Probleme werden hinsichtlich Liefer- und Besuchsverkehr an der belebten Kreuzung gesehen. Bemängelt wird auch die zu geringe Zahl an Stellplätzen.

Außerdem befürchten die Anwohner, dass sich eine solche Einrichtung auch aus anderen Gründen kaum konfliktfrei in das bestehende dörfliche Leben einfüge. "Dies gilt besonders hinsichtlich der Nutzung der ohnehin begrenzten Grünflächen in Calmbach. Laut Bauvoranfrage verfügt das geplante Gebäude nur über kleine Terrassen und keinerlei Aufenthaltsmöglichkeiten für die Patienten im Freien, sodass diese wohl vornehmlich den Entenpark und das Areal um den Musikpavillon für sich nutzen müssten", heißt es weiter.

Der Vertreter des Antragstellers bestätigte Ulrike Weigel in einer E-Mail: "Die Zielgruppe wird im Rahmen der Eingliederungshilfe betreut. Ziel ist es, mit den Klienten so zu arbeiten, dass als nächstes Ziel wieder eine weniger betreute Wohnform erreicht werden soll. Hierbei planen wir als nächsten Schritt auch eine externe Arbeitstherapie außerhalb der geplanten Räumlichkeiten. Teil des Konzeptes ist eine sinnvolle und produktive Tagesstrukturierung. Wir haben einen Ausschluss für primär suchtkranke, primär pflegebedürftige Menschen und Menschen, die im außerklinischen Bereich nicht führbar sind."

Die Verfasser des Schreibens, das der Redaktion vorliegt, sind der Meinung, "dass hier – auch mit fragwürdigen Mitteln – versucht wird, ein Projekt auf die Schnelle ›durchzudrücken‹. Ein Projekt, das eine der wichtigsten Stellen im Ort auf Jahre hinaus baulich prägen und das Zusammenleben der gesamten Bevölkerung –­ vor allem der Eltern und Familien – ­auf eine harte Probe stellen würde." Deshalb bitte man abermals, die weiteren Schritte gewissenhaft zu prüfen und sie "nur mit der Bevölkerung zu gehen". Selbstverständlich stimme man aber überein, dass das "verwahrloste Anwesen" einer Lösung bedarf.

Ihre Redaktion vor Ort

Bernd Mutschler

Fax: 07051 20077

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