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Bad Wildbad Viele Besucher aus dem fernen Russland und aus England

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Die Englische Kirche im Kurpark in Bad Wildbad Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Bad Wildbad. Am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 12. September, bekunden europaweit Millionen Menschen ihr Interesse an Denkmälern und Denkmalschutz. Jedes Jahr wird ein anderes Schwerpunktthema gewählt, dieses Jahr lautet es "Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr".

Auch in Bad Wildbad haben Interessierte die Gelegenheit, Stätten zu besuchen, die vom früheren Reisen, vom Austausch der Kulturen und von ehemaligen Handelswegen zeugen.

Die historisch-botanische Führung durch den Kurpark, die um 13.30 Uhr an der Talstation der Sommerbergbahn beginnt, zeigt unter anderem auf, wie zahlreich die Menschen auch vor dem Bau der Eisenbahn in den Schwarzwald kamen, obwohl er recht mühsam zu erreichen war. Selbst aus dem fernen Russland nahmen Gäste Reise-Strapazen in Kauf, um in das Städtchen an der Enz zu gelangen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Bad Wildbad. Aber sie wurden bei ihrem Aufenthalt in Wildbad mit schöner Natur belohnt - auch im Kurpark, der heute seltene Bäume und Sträucher aufweist, die damals angepflanzt wurden.

Von den fremden Gästen in Wildbad zeugt auch die Englische Kirche im Kurpark, die Mitte des 19. Jahrhunderts für die vielen britischen Erholungssuchenden gebaut wurde. Sie weilten mehrere Wochen im Sommer hier, nachdem sie die Reise von der Insel und durch das europäische Festland überstanden hatten. Die Englische Kirche - nahe der Trinkhalle - kann von 12 bis 18 Uhr besichtigt werden, fachkundige Erläuterungen inklusive.

Für die Region prägend waren die Flößerei und der Holzhandel, die bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts viele Menschen und ganze Wälder "auf Reisen" schickten. Aus den engen Tälern ging es bis in die Weiten der Niederlanden. Mit den riesigen Flößen, die auf dem Rhein gen Nordsee trieben, wurden nicht nur Holz aus dem Schwarzwald, sondern auch viele andere Güter in entfernte Landstriche gebracht und gehandelt.

Im Heimat- und Flößermuseum in Calmbach kann man die Geschichte der Flößerei und des Handels auf den Flusswegen gut nachvollziehen, besonders dann, wenn sie von 14 bis 17 Uhr jeweils zur vollen Stunde in einer Führung anschaulich erläutert wird.

"Kultur in Bewegung" pur bietet die Sommerbergbahn, die seit mehr als 100 Jahren einen Höhenunterschied von mehr als 300 Metern in steilem Gelände überwindet. Ende November wird sie für eine Generalsanierung geschlossen und im Herbst 2011 wiedereröffnet - mit neuen Gleisen, mit neuen Wagen und einer neuen Technik. Wer die bisherige Technik - vielleicht zum letzten Mal - noch einmal genau unter die Lupe nehmen möchte, der sollte die Führung mit dem Technischen Leiter der Sommerbergbahn nicht versäumen. Sie beginnt um 15.15 Uhr oben in der Bergstation der Sommerbergbahn.

Alle Angebote zum Tag des offenen Denkmals sind kostenfrei - die Führung durch den Kurpark, die Besichtigung der Englischen Kirche, der Eintritt und die Führung im Heimat- und Flößermuseum in Calmbach sowie die Führung zur Technik der Sommerbergbahn.

Beim Tag des offenen Denkmals ist in Bad Wildbad folgendes Programm vorgesehen: 13.30 Uhr Historisch-botanische Führung durch den Kurpark mit Heinz Schafranek, Treffpunkt an der Talstation der Sommerbergbahn. Von 12 bis 18 Uhr ist die Englische Kirche im Kurpark geöffnet. Es gibt Erläuterungen durch Pfarrer Hermann Brunkow. Von 14 bis 17 Uhr ist das Heimat- und Flößermuseum in Calmbach geöffnet. Zu jeder vollen Stunde gibt es eine Führung durch die ehrenamtlichen Betreuer. Ab 15.15 Uhr findet eine Führung zur Technik der Sommerbergbahn mit dem Technischen Leiter der Bahn, Johann Bernhardt, statt. Treffpunkt ist die Bergstation der Sommerbergbahn.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Bad Wildbad

Markus Kugel

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