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Bad Wildbad Vertrag für Kälbling-Windpark unterzeichnet

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In Nähe des Vereinsheims der Skizunft Calmbach soll Leitung talwärts zur Umspannstation führen. Foto: Schabert

Bad Wildbad - Im Rathaus wurde jetzt von Bürgermeister Klaus Mack und Vertretern der EnBW der Vertrag für den Windpark Bad Wildbad auf dem Kälbling unterzeichnet.

Wenn die notwendigen weiteren Untersuchungen und Genehmigungsverfahren glatt über die Bühne gehen, können dort nach einjähriger Bauzeit ab Mitte oder Ende 2019 drei Windräder rotieren und umweltfreundlichen Strom erzeugen.

Gute Vorarbeit geleistet

Ganz so schnell, wie bei der Vorstellung des musterhaften Ausschreibungsverfahrens (wir berichteten) seitens der Hochschule für öffentliche Verwaltung vermutet, kann es mit dem Bad Wildbader Windstrom allerdings doch nicht gehen.

Zwar unterstrichen auch Teamchef Michael Soukup und Projektleiter Matthias Trenkel von der EnBW, dass in Bad Wildbad mit dem Flächennutzungsplan und besonderen Verfahren gute Vorarbeit geleistet worden sei. Sie stellten ihr Unternehmen und das Vorhaben in einem mit der Unterschrift der Vereinbarungen verbundenen Pressegespräch vor.

Zunächst erfordert die naturschutzfachliche Untersuchung eine volle Vegetationsperiode – also ein Jahr. Sie startet jetzt, wird somit im August 2017 abgeschlossen. Ob die sehr guten Windprognosen stichhaltig sind, wird von der EnBW mittels eines 140 Meter hohen Windmessmastes geprüft. Bis Dezember 2017 soll dann der eigentliche Genehmigungsantrag gefertigt und beim Landratsamt Calw eingereicht werden. Grünes Licht hofft man dann nach drei bis vier Monaten von dort zu erhalten. Die Vorprüfung habe jedenfalls ergeben, dass das vorgesehene Gebiet grundsätzlich geeignet sei, unterstrich Michael Soukup.

"Mit Onshore-Windkraft in die Zukunft starten" ist ein bebildertes, aus einer Powerpoint-Präsentation entwickeltes Heft überschrieben, das Matthias Trenkel zu dem Bad Wildbader Vorhaben übergab. Der Inhalt und weitere Daten werden ab September für jedermann zugänglich ins Internet gestellt. Zu entnehmen sind die geplanten Standorte der drei Windräder auf dem Kälbling, deren Größe und ihre Wirkung auf die Umgebung. 131 Meter Durchmesser haben die Rotoren. So erreichen sie in 164 Metern Nabenhöhe angebracht eine Gesamthöhe von 229,5 Metern.

Beträchtliche Ausmaße

Trotz dieser beträchtlichen Ausmaße treten die Anlagen von Höfen aus nicht, von Bad Wildbad aus nur vom Sommerberg in Erscheinung. Ungefähr die Rotorlänge ragt – von der Bergstation der Sommerbergbahn aus gesehen – gerade so über den Meisternrücken, wie eine Bildmontage vermittelt. Eines der geplanten Windräder wäre teilweise von Oberreichenbach-Igelsloch aus visuell wahrnehmbar. Die dargestellte Schallprognose lässt für mindestens 1000 Meter entfernte bewohnte Bereiche keine Beeinträchtigungen befürchten. Für die Schattenwurfprognose gilt mit geringfügiger Ausnahme im Würzbachtal das gleiche.

Der erzeugte Strom soll über Kabel ins Tal vom Calmbächle – in der Nähe vom Vereinsheim der Skizunft Calmbach – zu der unterhalb bestehenden Trafostation geleitet werden.

Positiv sei die kurze Netzanbindung. Erwartet wird eine Jahresleistung von 27 000 Megawattstunden. Diese reicht für 6400 durchschnittliche Haushalte. Bad Wildbad hat laut der am Gespräch sowie an der Entwicklung des unterzeichneten Gestattungsvertrags beteiligten Stadtkämmerin Sabine Kranzl rund 5500 Haushalte.

Zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung lädt die EnBW in Abstimmung mit der Stadt Bad Wildbad im Oktober oder November ein.

Info

"Wir haben eine charmante Lösung gefunden, um uns an der Energiewende zu beteiligen", fasste der Bad Wildbader Bürgermeister Klaus Mack die Ergebnisse der Kälbling-Planung zusammen.

Mit der Wasserkraft sei es im Tal nicht einfach, mit der Fotovoltaik gar schwierig. Aber mit der Windkraft könne mehr als die nötige elektrische Energie für die Haushalte der Stadt zusammen mit einem verlässlichen Partner an einem für diesen Zweck attraktiven Standort im Gemeindewald gewonnen werden. Dazu komme ein Beteiligungskonzept ohne Risiko für die Bürger als Anleger.

Dieses sieht bei Einlagen ab 1000 bis höchstens 10 000 Euro in Form eines Nachrangdarlehens mit einer Laufzeit von fünf Jahren eine Rendite von 2,5 Prozent Jahres-Festzins vor.

Auch Beteiligungen genossenschaftlicher Art und der Stadtwerke Wildbad steht die EnBW offen gegenüber.

Ihre Redaktion vor Ort

Bernd Mutschler

Fax: 07051 20077

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