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Bad Wildbad "Valsana" soll für zehn Millionen saniert werden

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Holger Jaferi (von links), die Familie um Volker Gairing, Klaus Mack und Stefanie Dickgiesser freuen sich auf das Familienhotel. Foto: Mutschler

Bad Wildbad - Im Dezember vorigen Jahres kaufte der Stuttgarter Immobilien-Unternehmer Volker Gairing das Bad Wildbader Hotel Valsana, direkt am Kurpark. Jetzt stellte er die Planungen für die Sanierung und den zukünftigen Betrieb als Vier-Sterne-Familienhotel vor, das im April 2022 eröffnen soll.

1974 wurde das Hotel Valsana gebaut. Und obwohl man dem Gebäude die Jahre mittlerweile deutlich ansieht, beeindruckt vor allem die Lage direkt am Bad Wildbader Kurpark. Die Zimmer sind mit großen Fensterfronten und Terrassen in Richtung Kurpark ausgerichtet - und das soll auch im zukünftigen "Gairing familotel" so bleiben. Das erklärte der neue Eigentümer Volker Gairing, dem bereits einige Gebäude in Bad Wildbad gehören, etwa das Haus Schöllhammer, das Gästehaus Kühnle, das ehemalige Schlecker-Gebäude oder das Café Winkler. Betreiben wird das Hotel dann nach der Sanierung seine Frau Ramona, die bereits das Gästehaus Kühnle leitet, gemeinsam mit Sohn Jan Liska und "Mit-Betriebsleiter" Holger Jaferi aus Ludwigsburg sowie insgesamt etwa 40 Mitarbeitern.

Baurechtliche Fragen sind noch offen

"Seit Jahren ist das Thema Familienhotel in Bad Wildbad ein wichtiges Thema", sagte Bad Wildbads Bürgermeister Klaus Mack. Mittlerweile habe sich durch die Attraktionen auf dem Sommerberg die Gästestruktur deutlich verändert. Allein durch den Baumwipfelpfad seien bereits mehr als eine Million Menschen nach Bad Wildbad gekommen. Zusätzlich gebe es viele Mosaiksteine in der Region, die für Familien geeignet seien. Man habe zwar viele Hotels in der Stadt, aber bislang keins für Familien. Das soll sich nun ändern. "Mir ist das Herz aufgegangen, als Herr Gairing das erzählt hat", freut sich Mack. So habe der berühmt-berüchtigte Hubschrauberflug mit Landung auf der Wiese vor dem Hotel, den Gairing initiiert hatte, dann ja doch noch gelohnt, sagte der Bürgermeister mit Blick auf die vielen Diskussionen um einen möglichen Hubschrauberlandeplatz in der Bäderstadt. Für das Gelände habe es auch Anfragen für Wohnbauprojekte gegeben, aber die Stadtverwaltung präferiere ein Hotel, da die Anzahl der Betten in der Stadt mindestens gleich bleiben, im besten Fall sogar erweitert werden soll. Natürlich seien noch baurechtliche Fragen zu klären, aber das Projekt sei auf einem guten Weg, so Mack weiter.

Bei solch einem Projekt stelle sich immer auch die Frage, ob man das Gebäude abreiße und komplett neu baue, so Gairing. Aber es wäre schade, das Gebäude abzureißen, zumal auch der Abriss und die Abfuhr des Bauschutts einiges kosten würde. Außerdem habe der damalige Architekt gut geplant und die Größe der Appartements - die meisten haben eine Fläche von 45 Quadratmetern - eigne sich sehr gut für ein Familienhotel mit Zimmern für bis zu fünf Personen (zwei Erwachsene und drei Kinder). Zusätzlich sollen ein 800 Quadratmeter großer Wellnessbereich für Familien sowie ein 600 Quadratmeter großer Bereich mit Spielmöglichkeiten und Kinderbetreuung entstehen.

Gebäude soll um ein Stockwerk höher werden

Auch ein neues Familienrestaurant für die Hotelgäste ist geplant. Dafür soll das Gebäude um ein Stockwerk vergrößert und erweitert werden. Gairing rechnet damit, dass die Familien aus einem Einzugsbereich von etwa 300 Kilometern kommen werden und mit dem eigenen Auto anreisen. Deshalb soll auch ein großes Parkdeck mit 50 Stellplätzen entstehen.

Für die Sanierung soll das Objekt komplett entkernt werden. "Es kommt wirklich alles raus", sagt Volker Gairing, zum Beispiel nicht tragende Wände, Wasser- und Heizungsleitungen oder Fenster. "Es herrscht ein ganz massiver Renovierungsstau", so der Investor weiter. Bis Jahresende sollen alle Planungen komplett sein. Das stellt die Architekten bisweilen vor Herausforderungen. So muss etwa ein neuer Aufzug eingebaut werden oder das neue Restaurant mit einem Treppenhaus im bestehenden Gebäude verbunden werden.

Wenn das Hotel fertig ist, warten 50 Zimmer auf die Familien, die dann in Bad Wildbad einen entspannten Urlaub verbringen sollen. Damit das gelingt, hat sich Gairing dem Hotelverbund "Familotel" angeschlossen, dem 60 Hotels in Deutschland, Österreich und weiteren europäischen Ländern angehören. Um bei dem Verbund dabei sein zu können, muss nach eigenen Angaben ein strenger Kriterienkatalog erfüllt werden, darunter fallen Garantieleistungen, kindersichere Einrichtungen, kostenlose Kinderbetreuung bis hin zur Zertifizierung durch das TÜV-Siegel "OK für Kids".

Hubschrauber-Landeplatz wird nicht umgesetzt

Touristik-Chefin Stefanie Dickgiesser freut sich über das geplante Hotel: "Das ist für uns die perfekte Ergänzung." Derzeit kämen Familien oft als Tagesgäste und hätten, abgesehen von einigen Pensionen, wenig Optionen, als Familie zu übernachten.

Durch das Familienhotel erhofft sie sich auch eine Verjüngung der Zielgruppe und auf eine Verlängerung der Aufenthaltsdauer. Die liege bei Familotels, so ergänzt Gairing, derzeit bei etwa sieben Tagen pro Aufenthalt. Dickgiesser ist sich sicher, dass die Familienurlauber in Bad Wildbad und der Region "tolle Voraussetzungen" vorfinden werden - angefangen von Kurpark und Räuberberg-Spielplatz, die direkt beim Hotel liegen sowie den Attraktionen auf dem Sommerberg, mit denen "tolle Kooperationen" möglich seien.

Die Eröffnung des Vier-Sterne-Familienhotels ist für April 2022 geplant, Gairing rechnet mit Investitionen im "anfänglichen zweistelligen Millionenbereich". Bei der Sanierung soll der Charakter des Gebäudes in etwa erhalten bleiben. Wichtig sei es jedoch, den "Mief rauszubekommen".

Und, wenn alles glatt läuft, wird das wohl noch nicht das letzte Projekt des Stuttgarter Immobilien-Unternehmers Gairing in Bad Wildbad sein. Eines wird aber nicht umgesetzt - der viel diskutierte Hubschrauber-Landeplatz: "Diese Pläne verfolgen wir nicht weiter", erklärt der Bürgermeister.

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