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Bad Wildbad Schafsrisse: Spuren des Wolfs führen nach Hessen

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Hat der Wolf, der in Bad Wildbad war, auch im Odenwald Schafe gerissen? (Symbolfoto) Foto: Gabbert

Bad Wildbad - Die einen fürchten ihn, andere heißen ihn willkommen: Der Wolf geht um – und das nicht nur im Kreis Calw. Auch im Odenwald könnte das Tier, das Ende November in Bad Wildbad unterwegs war, bereits Schafe gerissen haben, bevor es in den Schwarzwald kam.

Ein kurzer Rückblick: Am 26. November tötet ein Wolf drei Schafe eines Hobbyhalters in Bad Wildbad. Ebenfalls Ende November werden Rotwildrisse nördlich von Freudenstadt bei Simmersfeld entdeckt. Anfang Dezember folgt ein weiterer Fund weiter südlich von Freudenstadt bei Bad Rippoldsau-Schapbach. Genetische Analysen von Proben, die den gerissenen Tieren entnommen wurden, zeigten: Es war in allen Fällen derselbe Wolf.

Wie nun das hessische Umweltministerium bekannt gab, könnte genau dieser Wolf aus dem Odenwald gekommen sein. Im benachbarten Bundesland gelang Anfang September bei Wald-Michelbach der Fotonachweis eines Wolfes. Anfang November riss ein Wolf ein Schaf und eine Ziege in Mossautal-Hüttenthal im Odenwaldkreis.

Auf letzte Meldung in Hessen folgt erste im Kreis Calw

Fünf Tage später erreicht die Behörde wieder eine Mitteilung von Schafsrissen bei Hesseneck-Kailbach. Am 20. November folgte die letzte Meldung erneuter Schafsrisse. Sämtliche Tiere seien übrigens nicht ordnungsgemäß eingezäunt gewesen, erklärte das hessische Umweltministerium auf Anfrage unserer Zeitung.

Erstaunlich ist nun, dass seit den letzten Rissen keine weiteren Vorkommnisse mit Wölfen in Baden-Württembergs Nachbarbundesland gemeldet worden seien, heißt es bei der Wolfshotline des Landes Hessen. Zur Erinnerung: Der Wolfriss im Kreis Calw erfolgte nur sechs Tage nach dem letzten Riss im Odenwald, am 26. November. Sowohl in Hessen als auch in Baden-Württemberg könne es sich um denselben Wolf handeln oder eines engen Verwandten, heißt es weiter. Dies hätte nun eine Untersuchung des Senckenberg Institutes ergeben. Hierfür wurden genetische Proben, die in beiden Bundesländern gefunden wurden, verglichen. Das Ergebnis: Die Proben entsprechen dem gleichen genetischen Genre.

Da Wölfe pro Nacht bis zu 70 Kilometer wandern könnten, sei somit nicht unwahrscheinlich, dass es sich um ein und dasselbe Tier handelt. Fachleuten zufolge sei im Übrigen sicher, dass der Wolf aus dem Odenwald und der Wolf, der in Bad Wildbad Schafe riss, aus Niedersachen kamen.

Ihre Redaktion vor Ort

Bernd Mutschler

Fax: 07051 20077

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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