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Bad Wildbad Rund 70 Stunden ehrenamtliche Arbeit

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Stolz präsentieren die beiden Christophshöfler Dieter Bott (links) und Ulrich Hellberg den von ihnen gebauten Brunnen am Rundwanderweg "Sprollenhäuser Hut".Foto: Bechtle Foto: Schwarzwälder Bote

Dass am Rundwanderweg "Sprollenhäuser Hut" bei der Informationstafel "Drei-Brunnen" kein Brunnen zu finden war, das störte nicht nur Dieter Bott und Ulrich Hellberg, die ganz in der Nähe wohnen. Doch die beiden schafften Abhilfe und beschlossen, selbst einen Brunnen zu bauen.

Bad Wildbad-Sprollenhaus. Auch Wander- und Naturfreunde vermissten einen Brunnen bei der Informationstafel "Drei Brunnen" auf dem Rundwanderweg "Sprollenhäuser Hut", obwohl hier zwei starke schöne Quellen, die auch bei trockenen Sommern nicht versiegen, reichlich kristallklares aber auch recht kaltes Wasser liefern, Dieses Quellwasser ist wirklich sauber, denn weder landwirtschaftliche Anwesen mit Feldern, noch industrielle Anlagen sind hier vorhanden, nur Wald.

Nach Anfragen bei der Dorfgemeinschaft wegen eines Brunnens und Rücksprache mit dem zuständigen Revierförster Anfang Dezember fassten die beiden Rentner Ulrich Hellberg, 75, im früheren Berufsleben Postbeamter, und Dieter Bott, 65, einst Elektroniker in einer Wildbader Firma, den Entschluss, selbst einen Brunnen zu bauen. Natürlich aus Holz.

Als Brunnentrog besorgte ihnen ein Bekannter ein zwei Meter langes Fichtenstammstück mit 60 Zentimeter Durchmesser, aus dem zuerst das Brunnenbecken (1,40 Meter lang, 60 Zentimeter breit und 20 Zentimeter tief) mit der Motorsäge herausgefräst wurde. Nun kann man aber einen Holzbrunnen nicht einfach irgendwo aufstellen, und so waren die beiden Brunnenbauer zuerst im Wald unterwegs und suchten passende Buntsandsteine, um damit den Unterbau, also den Standplatz am Rand des Wanderwegs "Sprollenhäuser Hut" zu gestalten. Steine gab es zwar viele, aber diese mussten ja auch passen, Wer heute diesen Bodenbelag sieht, kann nur feststellen: "Hervorragend gelungen!"

Trog wird mit dem Bulldog aufgesetzt

Der Brunnentrog wurde auf zwei Rundstämmchen mit dem Bulldog aufgesetzt, der Zulauf, natürlich auch aus Holz, angeschraubt, die Wasserleitungen aus Kupfer eingefügt und der Ablauf angebracht. Nicht ganz so einfach gestaltete sich die Wasserzufuhr, denn ein stabiler Schlauch musste im Boden verlegt werden, der zum Teil aus Granit bestand. Kurz nach dem Quellaustritt ist der Einlauf für das Wasser, das nun aus dem Brunnenrohr sprudelt. Bott testete das Wasser: "Sehr kalt, aber es schmeckt sehr gut."

Rund 70 Stunden waren die beiden ehrenamtlichen und vor allem handwerklich geschickten Christophshöfler aktiv, um diesen auffallenden und wirklich gut gelungenen Brunnen zu bauen und in Funktion zu bringen.

Nur zwei Quellen sind zu sehen

Das einige Meter bergwärts herausschießende Wasser, das zuvor durch den aufliegenden Buntsandstein und das Rotliegende durchsickert, wird hier vom Granit am weiteren Versickern in die Tiefe gestoppt, und es bildet sich ein Quellhorizont mit zahlreichen Quellen.

Nicht umsonst heißt dieses Flurstück im Volksmund "Dreibrunnen", auch wenn nur zwei Quellen zu sehen sind. Die dritte Quelle fließt in die einige Meter entfernte Brunnenstube und kann im Notfall an das Bad Wildbader Wassernetz angeschlossen werden.

Wer den neuen Brunnen sehen will, braucht nur vom Christophshof aus, dem Symbol der Wanderung "Sprollenhäuser Hut", eine Hirschstange zwischen den Buchstaben S und H, zu folgen oder den ganzen Rundwanderweg selbst erwandern. Auf einer Länge von etwa 7,6 Kilometern erfährt man Interessantes und Wissenswertes zur Geschichte und zu den Lebensumständen der Menschen in Sprollenhaus, Christophshof, Kälbermühle und Sprollenmühle, außerdem gibt es sehr schöne Ausblicke ins Obere Enztal.

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