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Bad Wildbad Romantischer Wanderweg

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Das Rollwasser ist ein typischer Schwarzwaldbach, an dem der Wanderweg zur Grünhütte entlang geht.Foto: Bechtle Foto: Schwarzwälder Bote

Die Grünhütte ist ein beliebtes Ziel für Wanderer, sowohl vom Kaltenbronn über den Wildsee als auch von Bad Wildbad aus mit der Bergbahn über den Sommerberg. Außer diesen beiden Startpunkten gibt es auch noch einen romantischen Weg durch das Rollwassertal.

Bad Wildbad. Startpunkt ist die Siedlung Lautenhof, die per Auto oder Linienbus erreichbar ist. Während es bei den zuvor beschriebenen Wegen relativ eben geht, steigt man bei der Wanderung durchs Rollwassertal allmählich in die Höhe bis zur Schäferweghütte (knapp 300 Meter Höhenunterschied), und von dort einen knappen Kilometer bis zur Grünhütte.

Aber die Tour durch das zauberhafte Rollwassertal lohnt sich, nicht nur, weil man kaum einem Menschen begegnet. Entlang dem munter und fröhlich plätschernden Wasserlauf des Rollwassers kann man das vom Wildseemoor, aus dem der Bach herkommt, leicht bräunlich gefärbte Wasser beobachten und die vielfältige Pflanzenwelt bewundern.

Das Schild "Achtung Viehtrieb – Freilaufende Weidetiere – Bitte langsam fahren – Hunde anleinen!" mahnt zur Zurückhaltung. Aber die Weidetiere sind vor allem Ziegen, die sich innerhalb eines Zaunes bewegen, und Fahrzeuge sind nur für die Bewohner und Besucher der ehemaligen Waldgaststätte "Große Tanne" zugelassen. Die "Große Tanne", die Anfang der 1950er Jahre aus Sicherheitsgründen gefällt werden musste, war eine sogenannte Armleuchtertanne, die wahrscheinlich mehr als 500 Jahre alt war.

Weiter geht der Wanderweg bis zu einer großen Lichtung, der Legerwiese, auf der man vor einigen Jahrzehnten die früher vorhandene Schwallung (um 1840 errichtet) wieder nachgebaut hat. Schwallungen, der Name kommt von "anschwellen", gab es überall an kleineren Bächen, um das Bachwasser zu stauen, wodurch ein kleiner See entstand. Dieses Wasser wurde als Trift für die Flößerei benötigt.

Scheiterholz geflößt

Auf dem Rollwasserbach, der früher übrigens Lautenbach hieß, konnte natürlich kein Langholzfloß fahren, sondern bei der Öffnung des Wehrs mit dem "geschwollenen" Wasser wurde Scheiterholz geflößt.

Außerdem war für die Langholzflößerei auf der Enz der dort ankommende Wasserschwall zum Transport der Stämme weiter enzabwärts notwendig. Der Name "Leger" weist wahrscheinlich darauf hin, dass hier Holz gelagert wurde. Jedoch ist die große Hinweistafel auf dieses Kulturdenkmal verschwunden, lediglich der Holzrahmen ist noch zu sehen. Die Mauer der Schwallung ist beachtlich, gestaut wird hier allerdings kein Wasser mehr, das Rollwasser fließt ungehindert durch die Wehröffnung.

Ob hier bei der Legerwiese auch ein Weideplatz war, ist nicht bekannt. Auch wenn einige Hundert Meter weiter Richtung Schäferweghütte vier übereinander aufgestellte Brunnentröge aus Sandstein direkt am Wanderweg zu sehen sind. Diese Tröge sind dem natürlichen Verfall preisgegeben, denn die frühere Quelle ist inzwischen versiegt.

Bei der Schäferweghütte endet der bisherige Aufstieg, und zehn Minuten später kann man sich bei der Grünhütte (Montag Ruhetag) erholen – aber die besonderen Eindrücke entlang des Weges bleiben haften.

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