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Bad Wildbad Qualität ist die Grundvoraussetzung

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Einige Teilnehmer des Tourismustags beim Ausprobieren des riesigen "Hüpfkissens" im Abenteuerwald. Fotos: Bechtle Foto: Schwarzwälder Bote

"Stillstand ist Rückschritt – warum Qualität im Tourismus essenziell ist", dies war das Motto des diesjährigen "Tag des Tourismus" der Touristik Bad Wildbad GmbH im Forum König-Karls-Bad.

Bad Wildbad. Rund 90 Teilnehmer, auch aus Bad Liebenzell, Wildberg, Kaltenbronn und Pforzheim die in den Tourismus im weitesten Sinne involviert sind, nahmen sich die Zeit, um den Referenten zu lauschen und in der sich anschließenden Aussprache ihre Meinung darzustellen. Stefanie Dickgiesser, Geschäftsführerin der Bad Wildbader Touristik wies darauf hin, dass stets neue Impulse im Tourismus notwendig seien, um Nachhaltigkeit zu erreichen, soll heißen, dass neue Gäste den Schwarzwald als Urlaubsziel wählen und die bisherigen Gäste gerne wiederkommen.

Andreas Braun, seit zehn Jahren Geschäftsführer der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg, setzte gleich zu Beginn seines Referats klare Marken: Qualität im Tourismus beziehe sich nicht nur auf Restaurant oder Hotel, sondern ebenso auf Beschilderung (Wanderwege), Handyempfang, Höflichkeit aller Mitarbeiter, Telefongespräche und Beschwerdemanagement, um nur einige der Bereiche zu nennen. Qualität sei grundsätzliche Voraussetzung im Tourismus. Aber wofür steht Qualität? Qualität sei eine Summe von Eigenschaften, vorgelagerte Werthaltungen, ein Thema, an dem man immer weiter arbeiten müsse. Qualität sei stets subjektiv und nicht objektivierbar. So gehöre Innovation dazu, ebenso die Einbeziehung von Menschen mit Handicap, sowohl bei den Gästen als auch bei den Mitarbeitern.

Die "Customer Journey", also die einzelnen Zyklen, die ein Kunde oder Gast durchläuft, bis er sich für den Kauf eines Produkts, in diesem Fall seinen Urlaub, entscheidet, sei "Inspirieren – Informieren – Erleben – Reflektieren", wobei zum Reflektieren unter anderem auch ein Dankeschön, ein herzlicher Brief, ein Geburtstagsglückwunsch vom Gastgeber an den Gast erfolgen könne, was sich durchaus positiv auswirken könne: "Der Gast kommt wieder!"

Erlebnisurlaub, Natur- und Outdoortourismus fordere eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem früheren Kurtourismus und dies sei keinesfalls bequem. Der Schwarzwald sei eine Wanderregion, deshalb erwarte der Gast alles, was damit zu tun habe, "auch Ungewöhnliches und Einmaliges".

Das Wichtigste für den Gastgeber sei das Datenmanagement, das bedeutet, dass alle Daten regelmäßig gepflegt werden müssten, denn nichts sei schlimmer, als wenn der Gast beispielsweise damit rechnet, dass die Gaststätte keinen Ruhetag hat, da dies auf der Homepage nicht vermerkt ist, und er dann vor verschlossenen Türen stehe. Reaktion des Gastes: "Nie wieder!"

"Sie müssen sich einfach in die Rolle des Gastes versetzen", sagte Braun. So könne man Fehler vermeiden. "Qualität sicherstellen, gewährleisten, erreichen, informieren, managen" empfahl Braun zum Abschluss seines Referats.

Digitalisierung ist wichtig

Sozusagen eine Erweiterung des ersten Referats über Qualität, bot Michael Köhler, Ansprechpartner der Dehoga Baden-Württemberg, in seinem Referat "Mit Hilfe der Digitalisierung zu mehr Qualität". Digitalisierung sei die Fernbedienung des Lebens, so Köhler, und die Frage "Ist das was für mich?" könne zwar privat von jedem selbst entschieden werden, betrieblich jedoch keineswegs. Der Online-Auftritt sei schon deshalb bedeutungsvoll, weil Bewertungen für den Gast von heute sehr wichtig seien. Aber wie soll man nun mit der Digitalisierung umgehen? Köhler: "Man braucht nicht alles zu tun, dafür dies jedoch ›gescheit‹ machen." Vom Betrieb sei durchaus abhängig, was man benötige: Digitale Gästekommunikation (Gästemappe), papierloses Büro, Warenwirtschaftssysteme, mobiles Bestellen und Bezahlen, online Check in- und -out, Homepage als neue Visitenkarte, Google und Co, Transparenz gegenüber Mitarbeitern und Finanzamt, Hotelprogramm PMS oder Onlinebuchung. Für die Digitalisierung seien Prämien möglich, das Projekt müsse jedoch einen erheblichen Digitalisierungsfortschritt für das Unternehmen bedeuten.

Abenteuerwald besichtigt

Die Erlebnisakademie AG (EAK) in Bad Kötzting eröffnete vor fünf Jahren den "Baumwipfelpfad Schwarzwald" auf dem Sommerberg. Inzwischen gibt es acht Baumwipfelpfade, nicht nur in Deutschland. Der nächste entsteht derzeit in Slowenien. Dies berichtete Christian Kremer, Leiter des Marketings und der Kommunikation der EAK. Er hatte die Teilnehmer des Tourismustages eingeladen, mit ihm auf den Sommerberg zu kommen, um dort den vor wenigen Wochen eröffneten "Abenteuerwald auf dem Sommerberg" zu besichtigen. Der 8000 Quadratmeter große Abenteuerspielplatz hat 25 Spielstationen für Jung und Alt, wobei eine ähnliche Einrichtung im tschechischen Lipno gewissermaßen das Vorbild war. Beim Abenteuerwald Sommerberg, einem Familien-Spielplatz mit unterschiedlichen Dimensionen, fehlen noch einige Details, so das Kassen- und Informationsgebäude, in dem auch ein Imbiss entstehen soll, sowie die Toiletten. Aus diesem Grund werde die Anlage bereits ab 7. Oktober geschlossen und erst wieder im nächsten Frühjahr geöffnet. 1,1 Millionen Euro seien hier investiert worden, so Kremer, um als neue Attraktion das Angebot auf dem Sommerberg zu erweitern.

Zur Frage des Eintrittspreises (sieben Euro pro Person, Familienticket 20 Euro) meinte Kremer, dass Qualität und Quantität stimmen müssten, denn mit dem Abenteuerwald wolle man das Angebot für Wiederholungsbesucher erweitern. Angedacht seien auch Pauschalen mit Übernachtungen. Die verschiedenen abwechslungsreichen und in den Wald integrierten Spielgeräte seien eigentlich für jeden Besucher geeignet und "bringen die Kinder in Bewegung." Im Anschluss hatten die Tagungsteilnehmer die Möglichkeit, die Spielgeräte selbst auszuprobieren.

Im Gespräch mit Dickgiesser war zu erfahren, dass die bisherigen Attraktionen wie Palais Thermal, Vital Therme, Bergbahn, Baumwipfelpfad und Wildline bereits als Pauschalangebot mit drei Übernachtungen und Frühstück angeboten werden.

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