Versammlung des "Freundeskreis Rossini" in Bad Wildbad / Derzeit 136 Mitglieder / "Anstrengendes, aber schönes Festival"
Von Götz BechtleBad Wildbad. Seit zwei Jahren ist Klaus Mack Vorsitzender des 2005 gegründeten "Freundeskreis Rossini e.V." (FKR) Bad Wildbad, der das Rossini-Festival finanziell und materiell unterstützt.
Nach dem Festvortrag von Anselm Gerhard fand turnusgemäß die Mitgliederversammlung im Rossini-Saal des Forums König-Karls-Bad statt.
In seinem Bericht betonte Mack, dass das diesjährige Jubiläumsfestival etwas ganz Besonderes sei – mit traumhaftem Wetter sowie mit der außergewöhnlichen Mammut-Oper "Wilhelm Tell" in der ursprünglichen Fassung. Er dankte zuerst allen, die das Festival durch ihre Mitgliedschaft unterstützen – auch durch das praktische Engagement. 15 000 Euro wurden in der vergangenen Woche vom Freundeskreis an das Festival übergeben zur Förderung der Akademie BelCanto, sozusagen zur Unterstützung des Nachwuchses von "Rossini in Wildbad" (wir berichteten).
Land, Landkreis und Stadt förderten das Festival finanziell, trotzdem sei man weiterhin auf Sponsoring und Spenden angewiesen.
Als Ziele und Aufgaben des FKR nannte Mack die überarbeitete Werbelinie, den aktualisierten Internetauftritt, die Jubiläumsbroschüre, den von Ulrich Maier initiierten Tell-Apfel als Ehrengabe für Mitglieder und Künstler, die Idee der Bogenschützen zum Pausenauftritt bei "Guillaume Tell," Schönlebers Vortrag über die Geschichte und Hintergründe des Festivals im Februar, die Teilnahme der Klavierklasse der Musikschule Bad Wildbad mit anschließendem Gespräch mit dem Pianisten Mursky sowie als Höhepunkt das Rossini-Premieren-Buffet.
Auch Stadt, Touristik und Stadtmarketing würden zum Gelingen des Festivals mit der Werbung (unter anderem sechs riesige Werbekuben), 20 Stelen mit Texten und Rossini-Porträts in den Kuranlagen, der durchaus zufriedenstellenden Rossini-Pauschale sowie dem Italienischen Markt beitragen.
Der Verein hat derzeit 136 Mitglieder, die von Gerdi Eitel betreut werden: Ihr dankte Mack ebenso wie den Ehepaaren Kienzler und Nerz für die Organisation des Premieren-Buffets. Außerdem würdigte Mack die Arbeit von Jochen Schönleber und seinem Organisationsleiter Martin Schiereck sowie Susanne Kastka für die Gestaltung der Jubiläumsbroschüre. Die Stadt, so Mack abschließend, habe mit Rossini ein großartiges Alleinstellungsmerkmal, wobei im Jubiläumsjahr einige Neuerungen gelungen seien.
Kurt Rentschler erstattete für Finanzchef Hans-Heiner Bouley den Kassenbericht. Rentschler wies darauf hin, dass der Freundeskreis in den vergangenen Jahren insgesamt 51 000 Euro Zuschuss für das Festival gegeben habe – und in der vergangenen Woche die genannten weiteren 15 000 Euro für die Akademie BelCanto.
Nach Susanne Kastkas Bericht über die Aktivitäten der Presse- und Marketingabteilung dankte Jochen Schönleber der Stadt für deren Marketingaktivitäten, die gute Zusammenarbeit und das Engagement aller. Schönleber: "Der ganze Tell ist eine gigantische Leistung, und wir brauchen uns damit nicht verstecken vor den größten Opernhäusern der Welt!" Man habe, so Schönleber, ein anstrengendes, aber schönes Festival gehabt, dem im nächsten Jahr eventuell das wenig bekannte Rossini-Meisterwerk "Ermione" folgen könnte.
Annemarie Kienzler, seit der Gründung im Vorstand des Freundeskreises aktiv, betonte, das Projekt "Kinder zur Musik" weiterzuführen, denn die Teilnahme der Klavierklasse am Chopinkonzert sei für die Schüler ein besonderes Erlebnis gewesen. Vor allem auch deshalb, weil der bekannte Pianist Eugène Mursky auf eine der Fragen der Kinder antwortete: "Nein, ich übe nicht gerne!"
Die Neuwahlen bestätigten den gesamten Vorstand, die Beisitzer und Kassenprüfer in ihren Ämtern, so dass sich keine Veränderungen ergaben.
Zum Jahr 2014 betonte Reto Müller von der Deutschen Rossini-Gesellschaft, dass im nächsten Jahr der Endausbau des Kurtheaters abgeschlossen sein müsste. Schließlich feiere man 25 Jahre Deutsche Rossini-Gesellschaft und 150 Jahre Kurtheater. Das Kurtheater, so Müller, spiele eine wichtige Rolle für das Festival im Kulturquadrat der Stadt. Außerdem müsse das Kurtheater an die Stadt übergehen, denn der Förderverein Kurtheater habe dann sein Ziel erreicht, nämlich die bespielbare Wiederherstellung des Hauses. Eckhard Peterson, Vorsitzender des Fördervereins Kurtheater, wünschte sich, dass die Eröffnungspremiere im kommenden Jahr mit Justus Frantz, dem "Geburtshelfer" des Kurtheaters, gefeiert werden kann.
Der Vorstand des "Freundeskreis Rossini" setzt sich folgendermaßen zusammen: Klaus Mack (Vorsitzender), Hans-Werner Köblitz (stellvertretender Vorsitzender), Hans-Heiner Bouley (Finanzen), Kurt Rentschler (Kassier), Annemarie Kienzler (Schriftführerin), Gerdi Eitel, Ulrich Maier, Erich-Wolfgang Mörsch und Erika Mokni (Beisitzer), Jochen Brog und Wolfgang Kienzler (Kassenprüfer).