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Bad Wildbad Legionellen: Hallenbad bleibt vorerst dicht

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Das Hallenbad in Bad Wildbad bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Foto: Ziegelbauer

Bad Wildbad - Nach einem Chlorgasunfall und dem Fund von Legionellen in einer Filteranlage des städtischen Hallenbades in Bad Wildbad musste die Stadt am Montag die Reißleine ziehen.

Nach entdecken der gefährlichen Krankheitserreger bleibt das Bad vorerst geschlossen. Die Abteilung "Gesundheit und Versorgung" des Landratsamtes ließ Bad Wildbad dabei keine andere Wahl, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Seit vielen Jahren ist bekannt, dass das städtische Hallenbad in einem baulich bedenklichen Zustand ist. Bereits im Jahr 2001 stellte ein Gutachten fest, dass das Bad einer Generalsanierung unterzogen werden muss. Die schwierige Haushaltslage ließ diese Millioneninvestition aber nicht zu.

Das Bad wurde seither im Bestand weiterbetrieben, um eine Schließung zu vermeiden. Das ging auch viele Jahre gut. Die Nutzer mussten zwar mit der schlechten Bau­substanz leben, der Badebetrieb für die Schulen und den Schwimmverein konnte aber aufrechterhalten werden.

Gravierende Sicherheitsbedenken

"In den vergangenen Wochen haben sich jedoch die technischen Defekte gehäuft", heißt es weiter. Aktuell gab es einen Chlorgasunfall, bei dem glücklicherweise niemand zu Schaden kam. Es bestehen aber gravierende Sicherheitsbedenken seitens der Aufsichtsbehörden, was den Zustand der technischen Anlagen betrifft. Die Fachleute der Stadt waren sich einig, dass man einen Betrieb des Bades so nicht mehr verantworten kann.

Das umgehend eingeschaltete Gesundheitsamt hat nun am Montag mitgeteilt, dass in einer Filteranlage Legionellen festgestellt wurden.

Erhebliche Sicherheitsbedenken

Somit bestehen erhebliche Sicherheitsbedenken, um das Bad weiter betreiben zu können. Die Stadt wurde aufgefordert, ein Sachverständigengutachten über die Sanierung der relevanten technischen Anlagen des Bades einzuholen.

Es muss dabei die Frage geklärt werden, mit welchem Sanierungsaufwand der behördlich geforderte "Stand der Technik" wieder hergestellt werden kann. Vorher wird die Abteilung "Gesundheit und Versorgung" des Landratsamtes einer Öffnung des Bades nicht zustimmen.

Die Stadtverwaltung wird jetzt das geforderte Sachverständigengutachten umgehend in Auftrag geben. Die Sommerpause soll genutzt werden, um die konkreten Sanierungskosten zu ermitteln. Gleichzeitig wurden auch die Schwimmabteilung des TSV Wildbad und das Enztal-Gymnasium als Hauptnutzer des Bades informiert. Alle Verantwortlichen sind sich einig: Die Sicherheit der Badebesucher geht vor.

Bürgermeister Klaus Mack teilte mit, dass die Verwaltung mit Hochdruck daran arbeite, dem Gemeinderat so schnell wie möglich entscheidungsrelevante Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

"Das Hallenbad liegt uns am Herzen", so das Stadtoberhaupt. Man sei stolz auf die Schwimmer des TSV Wildbad, die sogar schon WM-Gold holten. Und auch das benachbarte Enztal-Gymnasium biete seinen Schülern Schwimmen im Unterricht, was heutzutage nicht mehr selbstverständlich sei. Sobald verlässliche Zahlen vorliegen, könne man entscheiden, wie es mit dem Hallenbad weitergeht.

Ihre Redaktion vor Ort

Bernd Mutschler

Fax: 07051 20077

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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