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Bad Wildbad Kreisseniorenrat stellt fortgeschriebenen Kreispflegeplan vor

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Kreis Calw/Bad Wildbad. Ein wichtiger Teil der Mitgliederversammlung des Kreisseniorenrats Calw war die Vorstellung des fortgeschriebenen Kreispflegeplans durch Karin Stumpf, die im Landratsamt für den Bereich "Soziale Hilfen" zuständig ist.

Die gesetzliche Basis zum neuen Kreispflegeplan sind das Pflegestärkungsgesetz I, II und III des Bundes, das Landespflegestrukturgesetz des Landes Baden-Württemberg sowie der Kreispflegeplan vom Landkreis Calw und die Abstimmung der kommunalen Pflegekonferenzen mit der Gesundheitskonferenz. Natürlich benötigt man außerdem die geeigneten Versorgungs- und Unterstützungsstrukturen für die Bevölkerung vor Ort durch die Städte und Gemeinden im Kreis Calw.

An einem Diagramm zur Altersstruktur 2016 und 2030 war zu erkennen, dass zwar die Bevölkerungszahl im Landkreis fast gleich bleibt, sich jedoch die Altersstruktur erheblich verändert, sodass die 50-Jährigen des Jahres 2016 bis 2030 in Rente gehen und die Zahl der Senioren stark ansteigt.

Die Wohnformen im Alter sehen vorrangig das selbstständige Wohnen zu Hause mit einer entsprechenden Wohnraumanpassung vor. Möglich ist ebenso das Wohnen mit Unterstützungsmöglichkeit (Mehrgenerationen, selbstinitiierte Wohngemeinschaft, betreutes Wohnen), schließlich das Wohnen mit Unterstützungsnotwendigkeit, also ambulant betreute Pflegewohngemeinschaften, aber auch das stationäre Wohnen (Pflegeheim, Stift).

Viele Angebote

Außerdem gibt es eine erfreulich große Anzahl von Pflegeangeboten, unter anderem Nachbarschaftshilfe, ambulante Dienste, Pflege zu Hause, Betreuungsgruppen, Kurzzeitpflege, Tages- und Nachtpflege, und natürlich auch stationäre Pflege.

Ambulante Pflegedienste gibt es in allen größeren Gemeinden, dagegen sind die Angebote zur Unterstützung im Alltag im westlichen Teil des Landkreises wesentlich geringer als im südlichen und östlichen Teil. Beim Tagespflegeangebot sieht es ähnlich aus. Pflegewohngruppen gibt es lediglich in Bad Wildbad, Altensteig, Nagold und Haiterbach.

Das Angebot an Pflegeheimen ist sogar größer als vorgeschrieben, so dass heute – zumindest rechnerisch – mehr Pflegeheim- und Kurzzeitpflegeplätze zur Verfügung stehen, als eigentlich benötigt werden. Für den ambulanten Bereich der Pflege werden folgende recht unterschiedliche Empfehlungen ausgesprochen: Förderung von Innovativen Wohnformen, Förderung von Wohnraumberatung und Technikunterstützung sowie die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Wichtig sind für Bedürftige pflegende Angehörige und die Kommunen, der Ausbau der Hilfen bei Demenz, die Unterstützung für pflegende Angehörige sowie der Ausbau der wohnortnahen Beratung. Dabei spielen Pflegestützpunkte eine wichtige Rolle.

Wohnortnahe Erreichbarkeit von Tages- und Nachtpflege und die Verbesserung des Kurzzeitpflegeangebots durch solitäre Einrichtungen werden für den teilstationären und stationären Bereich empfohlen. Dazu gehören auch bedarfsgerechte konzeptionelle und bauliche Angebote von Heimeinrichtungen sowie deren Modernisierung entsprechend der Landesheimbau-Verordnung.

Allgemeine Maßnahmen betreffen die Präventions- und Reha-Angebote für Senioren und weitere Zielgruppen sowie die Gewinnung von Fachkräften für den gesamten, pflegenden Bereich. Alle diese Maßnahmen können nur erfolgreich sein im Zusammenwirken von Pflege- und Gesundheitskonferenz.

Ein wichtiger Punkt für Angehörige von zu Pflegenden ist der von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnete Pflegestützpunkt Calw im Landratsamt (Telefon 07051/16 03 29), der auch dienstags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 14 bis 18.30 Uhr erreichbar ist. Im Bad Wildbader Rathaus hat der Pflegestützpunkt montags Sprechstunde von 9.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr.

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