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Bad Wildbad Konzertieren für den guten Zweck

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Das Landespolizeiorchester mit seinem Dirigenten Stefan Halder (Mitte). Fotos: Bechtle Foto: Schwarzwälder Bote

Rund 300 Besucher waren bei einem Beinefizkonzert begeistert von den ­Klängen des Landespolizeiorchesters Baden-Württemberg im Bad Wildbader Kulturzentrum Trinkhalle.

Bad Wildbad. Zum fünften Mal trat das Profi-Blasorchester in der Trinkhalle unter der Leitung von Stefan R. Halder auf. Präsentiert wurde die Veranstaltung vom Pforzheimer Unternehmer Harald Richter, der damit die Arbeit des "Weissen Rings", einer Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer, unterstützt. Die Durchführung des weihnachtlichen Konzerts wurde außerdem unterstützt von einigen Unternehmen aus der Region sowie von der Stadt Bad Wildbad, deren Bürgermeister Klaus Mack Schirmherr der Veranstaltung war.

Das Landespolizeiorchester (LPO) Baden-Württemberg ist das einzige Berufsblasorchester in der Trägerschaft des Landes. Mit zahlreichen Benefiz-, Gala- und Kirchenkonzerten tragen die Musiker dazu bei, den "guten Ton der Polizei" im In- und Ausland hörbar zu machen.

Nach Grußworten von Richter, Mack und Thomas R. J. Franz, dem stellvertretenden Landesvorsitzenden des Weissen Rings und Leiter der Außenstelle Rhein-Neckar-Kreis, eröffnete das mehr als 30 Musiker zählende Blasorchester den musikalischen Teil passend mit "Macht hoch die Tür" in einem Arrangement von Jörg Murschinski. Nach einem mächtigen Auftakt wurde das Thema dieses Weihnachtsliedes hörbar, das in unterschiedlichen Variationen angespielt wurde.

Stimmungsvolle Kompositionen

Alfred Reed ist US-amerikanischer Komponist, der vor allem Werke für Blasorchester schrieb, so auch die Komposition "Russian Christmas Music" mit dem das LPO das Programm fortsetzte. Es ist eine Art sinfonische Dichtung, die Vorstellungen vom winterlichen Land einerseits und von der russischen Weihnacht andererseits nahebringt.

"Carrickfergus" ist nicht nur eine nordirische Stadt in der Grafschaft Antrim, sondern auch ein in Irland bekanntes Volkslied, das der Musiker Stephen Roberts für Blasorchester arrangierte. Gefühlvoll war dabei die klangliche Soloeinstimmung am Euphonium von Orchestermitglied Alexander Möst. Was man aus dem einfachen Weihnachtslied "Morgen kommt der Weihnachtsmann" alles machen kann, zeigten die acht Variationen von Fynn Müller zu diesem Lied. Einleitung per Glockenspiel, dann beschwingt variierend, mit Fanfarenstößen, dazwischen Marsch- und Polkarhythmus, zurückhaltend leise und schließlich mit vollem Klang.

Wer natürlich bei diesem weihnachtlichen Benefizkonzert Marsch, Polka oder die üblichen Melodien erwartet hatte, wurde enttäuscht. Schließlich gab es der Vorweihnachtszeit entsprechend stimmungsvolle Kompositionen und Arrangements, perfekt vom LPO interpretiert und von Halder ebenso perfekt geleitet. Dieser "dirigierte" nicht nur, er riss seine Musiker mit, agierte mit Körper und Händen, gab deutliche Einsätze, ließ aber auch die Instrumentalisten zügig spielen und lud das Publikum zum Mitmachen ein.

Dass das LPO ein Orchester zum Anfassen ist, merkte man in der Pause, denn sowohl Halder, der Leiter dieses professionellen Klangkörpers, als auch ein Teil der Musiker mischten sich unter das Publikum, um über die gehörte Musik und die Arbeit im LPO zu informieren. Seit fünf Jahren leitet Halder das Profi-Orchester, seit zwei Jahren ist er als Honorarprofessor an der Musikhochschule Trossingen tätig, instrumental spielt er vor allem Klarinette. Sehr sinfonisch ging es nach der Pause mit "Heaven’s glory" des Schweizer Komponisten Mario Bürki weiter, eine Komposition, aus welcher der Jubel für den Himmel klanglich hörbar wird.

Auch in Thomas Försters Bearbeitung des bekannten französischen Weihnachtslieds "Les Anges dans nox Campagnes" (Die Engel in unseren Feldern), in Deutschland bekannt als "Hört der Engel helle Lieder", ist das "Gloria in excelsis Deo" (Ehre sei Gott in der Höhe) zu vernehmen.

Es war ein Blasmusik-Konzert der Sonderklasse, das Publikum war begeistert, es gab stehende Ovationen – eine Atmosphäre der Begeisterung.

Dankbare Gastgeber und Musiker

Seinen Dank und den des Publikums an die Musiker und deren Dirigenten übermittelte Harald Richter, der mit Ehefrau Brigitte und Tochter Carina das zweistündige Konzert begeistert mitverfolgte. Umgekehrt galt das Dankeschön der Musiker auch dem Publikum, die daraufhin zwei musikalische Schlittenfahrten nachlegten: Die "Peterburger Schlittenfahrt" von Richard Eilenberg und "Sleigh Ride" des amerikanischen Komponisten Leroy Anderson als fröhlich-schwungvollen Abschluss eines bestens gelungenen weihnachtlichen Benefizkonzerts.

Ihre Redaktion vor Ort

Bernd Mutschler

Fax: 07051 130891

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