Die Kindergartengruppe "Marienkäfer" beim Besuch von Bürgermeister Klaus Mack, Andreas Wacker und Uli Keller im Waldkindergarten auf dem Sommerberg. Foto: Ziegelbauer Foto: Schwarzwälder-Bote

Natur pur beim Waldkindergarten auf dem Sommerberg / Neue Sitzgarnituren / Buben und Mädchen mit Begeisterung dabei

Von Heinz Ziegelbauer

Bad Wildbad. Jetzt ist wieder Ruhe eingekehrt auf der Spielwiese auf dem Sommerberg. Dort waren acht Wochen lang die Kindergartengruppen des Bad Wildbader Oberlin- und Fröbel-Kindergartens zu Gast und erlebten dabei Natur pur.

"Was die notwendig gewesene Kleidung anbetrifft, haben wir auf dem Sommerberg in diesem Jahr alle vier Jahreszeiten erlebt", blickte die Kindergartenleiterin Elke Miller-Mehret im Gespräch mit unserer Zeitung auf die Zeit im Waldkindergarten zurück. Sie meinte damit die sehr wechselhafte Witterung in den acht Wochen, welche die Kinder draußen in der freien Natur erlebt haben. Genauer gesagt auf der Spielwiese auf dem Sommerberg und auf dem benachbarten Spielplatz, wo sie sich an fast allen Kindergarten-Tagen aufgehalten haben.

Fast deshalb, weil die Witterung insbesondere mit dem regenreichen Juli und sogar mit Sturmwarnungen an einigen Tagen so schlecht war, dass es die Erzieherinnen nicht zuletzt auch auf Wunsch der Eltern vorgezogen haben, in den vier Wänden des Kindergartens zu bleiben. Die Leiterin freute sich insbesondere darüber, dass der Waldkindergarten trotz der Bauarbeiten für den Waldwipfelpfad problemlos abgewickelt werden konnte.

Auf dem Sommerberg erwarteten die Kinder neue Sitzgarnituren, an denen sie auch Platz nahmen, als Bürgermeister Klaus Mack, sein Mitarbeiter im Stadtwaldbüro, Uli Keller, und Forst-Revierleiter Andreas Wacker dem Waldkindergarten mit Butterbrezeln für ein zweites Frühstück einen Besuch abstatteten.

Wacker hatte für die Tage im Wald ein Beiprogramm unter anderem mit einer Baumfällung vorbereitet. Förster Manfred Senk vom Infozentrum Kaltenbronn gestaltete für die einzelnen Gruppen waldpädagogische Tage. Bei der Spielwiese befand sich ein großer Wurzelstock, mit dem sich die Kinder beschäftigen konnten. Mit Begeisterung sammelten diese Naturmaterialien, um damit zu basteln. "Es klappt sehr gut, wir haben nur gute Erfahrungen gemacht", freute sich die Erzieherin Tabea Klaiber beim Besuch des Bürgermeisters. Sie zeichnete zusammen mit der Anerkennungspraktikantin Charlotte Endress und mit der Praktikantin Marina Arcihovska verantwortlich für die Betreuung der "Marienkäfer" des Fröbel-Kindergartens.

Die Idee des alljährlichen Waldkindergartens wurde Mack zufolge einst aus der Not heraus geboren, als der Oberlin-Kindergarten umgebaut wurde. Als in dieser Zeit der Raum in der Betreuungseinrichtung knapp wurde, sind einige Gruppen auf den Sommerberg ausgewichen. Mit den dabei gemachten guten Erfahrungen entstand die Idee, alljährlich mit allen Gruppen des Regelkindergartens und damit mit den drei- bis sechsjährigen Kindern jeweils zwei Wochen die Kindergartenräume mit dem Aufenthalt in der freien Natur zu tauschen. Dabei freuten sich die Kinder in den vergangenen Jahren über verschiedene Projekte, die von Andreas Wacker und seinen Mitarbeitern sowie teilweise sogar unter der Mithilfe der Kleinen verwirklicht wurden.

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