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Bad Wildbad Klaus Mack will 2021 in den Bundestag

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Der Bad Wildbader Bürgermeister Klaus Mack will in den Bundestag. Foto: Archiv

Bad Wildbad - Gerade gratulierte ihm sein Stellvertreter Jochen Borg noch zu seiner 20-jährigen Bürgermeisterzeit im Oberen Enztal – nur einen Tag später erklärte der Bad Wildbader Schultes Klaus Mack seine Kandidatur um das Bundestagsmandat und damit um die Nachfolge von Hans-Joachim Fuchtel.

Schon seit einiger Zeit hielten sich die Gerüchte, dass der langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr antreten will. Am Mittwoch hat Fuchtel dann auch offiziell erklärt, dass er bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr nicht mehr antreten werde.

Der Abgeordnete begründete seinen Schritt so: "Auch wenn das manche nicht glauben wollen, befinde ich mich im Herbst 2021 nur noch kurz vor meinem 70. Geburtstag. Ich möchte mich zurückziehen, solange andere diese Entscheidung noch bedauern." Bekanntlich solle man aufhören, wenn es am schönsten sei, hieß es er in einer Pressemitteilung. Und bei den Gerüchten fiel auch der Name des Bad Wildbader Bürgermeisters Klaus Mack, der bereits im Februar nicht mehr als Ersatzkandidat für den Landtagsabgeordneten Thomas Blenke bei der Nominierungsveranstaltung der Kreis-CDU antrat.

Mack würdigte in seiner Ankündigung für die Kandidatur um das Bundestagsmandat Fuchtels Verdienste: Er habe in den vergangenen Jahrzehnten für den Wahlkreis Calw/Freudenstadt "mit Engagement und Herzblut Großartiges geleistet und viel erreicht. Ich verneige mich vor seiner Lebensleistung", sagt Mack.

Mack teilt weiter mit, dass er "umgehend" die beiden Kreisvorsitzenden der CDU-Kreisverbände Calw und Freudenstadt, Thomas Blenke und Norbert Beck über sein Ziel informiert habe, "in die Fußstapfen Herrn Fuchtels zu treten: Im Bewusstsein vor der damit verbundenen Verantwortung ist es mein Ziel, Hans-Joachim Fuchtel als Abgeordneter des Deutschen Bundestages zu folgen".

Karten neu gemischt

Er werde deshalb bei der Nominierungsveranstaltung, für das Bundestagsmandat als Kandidat antreten. "Ich möchte meiner Partei mit meiner Berufs- und Lebenserfahrung damit ein personelles Angebot unterbreiten", so Mack. Im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten sagte Mack weiter: "Wenn nach 35 Jahren die Karten neu gemischt werden, ist das eine Riesenchance. Mich reizt diese Aufgabe ungemein." Er bestätigte, dass er bereits seit einiger Zeit überlegt habe und nachdem Fuchtel seinen Rückzug angekündigt hatte, nun zu kandidieren.

Seine Mitarbeiter und den Gemeinderat hatte Mack am Donnerstag über seine Kandidatur informiert.

Er will nun in den nächsten Wochen und Monaten bei den Mitgliedern der Kreisverbände Calw und Freudenstadt für seine Person werben, so Mack weiter: "Seit Beginn meiner kommunalpolitischen Laufbahn war die CDU meine politische Heimat", sagt der Bürgermeister, der unter anderem für die CDU seit 2006 im Kreistag in Calw sitzt und heute dort auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender ist.

Im Regionalverband wurde er im vergangenen Jahr als Vorsitzender gewählt und vertritt damit die Region Nordschwarzwald mit rund 600 000 Einwohnern. Er war drei Legislaturperioden lang Zweitkandidat des Landtagsabgeordneten Blenke, ebenso stellvertretender Kreisvorsitzender. Im Landesvorstand der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU Baden-Württemberg vertrete er die kommunalen Interessen.

Mack verweist in seiner Pressemitteilung auf seine 20-jährige Erfahrung als Bürgermeister. In seinen Funktionen habe er beweisen dürfen, "dass man mit Tatkraft und Optimismus vieles erreichen kann". Ehrenamtlich ist Mack außerdem als Vorsitzender des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord aktiv.

Er betont die großen Herausforderungen, die nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie auf das Land zukommen werden. Das erfordere von den politisch Verantwortlichen Durchsetzungsfähigkeit, Verantwortungs­bewusstsein, Mut und einen hohen persönlichen Einsatz. "Dieser Verantwortung will ich mich stellen", sagt Mack.

Sollten ihm die CDU-Mitglieder bei der Nominierungsveranstaltung im Herbst ihr Vertrauen schenken, wäre Mack Bundestagskandidat der CDU bei der Bundestagswahl im Herbst 2021. Mack weiter: "Ich würde mein Engagement, mein Wissen und mein Netzwerk gerne einbringen, um meine Partei bei der Bundestagswahl 2021 zu einem guten Wahlergebnis zu führen."

Und die Chancen für Mack stehen wohl nicht schlecht. So gilt er dem Vernehmen nach in seiner Partei als sehr anerkannt, gar als hervorragender Kandidat. Auch auf die Unterstützung der Jungen Union (JU) kann er wohl bauen. "Ich bin mir sehr sicher, dass er eine breite Unterstützung in der Jungen Union hat", sagt Julian Däuble, stellvertretender JU-Kreisvorsitzender und Pressesprecher. Viele Mitglieder der JU würden Mack schon lange kennen und gut mit ihm zusammenarbeiten, so Däuble weiter. In der kommenden Woche soll es eine digitale Sitzung des JU-Kreisvorstandes mit Mack geben, zu der auch alle Mitglieder der Jungen Union eingeladen sind. Dort will dann die JU von ihm wissen, was er politisch vorhat, welche Pläne er hat. Auch persönlich begrüßt Däuble die Kandidatur des Bad Wildbader Bürgermeisters: "Ich kenne ihn schon eine Weile und wir haben immer gut zusammengearbeitet. Ich freue mich." Mack wäre ein guter Nachfolger von Hans-Joachim Fuchtel, der auch viel für den Kreis geleistet habe. Und er habe "in Bad Wildbad bewiesen, dass er Politik kann. Ich kann mir das sehr gut vorstellen."

Keine Stellungnahme wollte dagegen der CDU-Kreisvorsitzende Blenke abgeben. Da er für die Nominierungsveranstaltung verantwortlich sei und man noch nicht wisse, wer außer Mack alles antrete, "muss ich mich neutral halten", sagte der Landtagsabgeordnete im Gespräch mit unserer Zeitung. Er habe die Kandidatur umgehend an den Kreisvorstand weitergeleitet.

Auch wegen der Corona-Krise werde die Nominierungsveranstaltung frühestens im Herbst stattfinden. Denn da alle Parteimitglieder des Wahlkreises Calw/Freudenstadt eingeladen seien, gelte das offiziell als Großveranstaltung. Man sei da zeitlich aber auch sehr flexibel und werde – wie schon immer – ganz basisdemokratisch ein geordnetes Verfahren abhalten, so Blenke weiter.

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