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Bad Wildbad Kirche: Sanierung teurer als geplant

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Mindestens noch bis in die zweite Jahreshälfte 2020 wird das Schutz- und Baugerüst den Turm der katholischen Kirche in Bad Wildbad verdecken. Foto: Schabert

Bad Wildbad - Passanten schauen immer wieder auf den hinter einem Baugerüst versteckten Turm der katholischen Kirche am Rande des Kurparks in Bad Wildbad. Und dieses Bild wird noch eine Weile Bestand haben. Denn die Sanierung des Kirchturms verzögert sich weiter.

"Was macht ihr hier, macht ihr nix?" Das sei die Frage, die häufig gestellt werde, brachte Architekt Christoph Rist (Bad Wildbad/Stuttgart), der die Baumaßnahme betreut, die Dinge beim Pressegespräch auf den Punkt. Vor einiger Zeit wünschte sich Mesnerin Brigitte Schulz im Gespräch mit dieser Zeitung - sicher mit vielen Gemeindegliedern zusammen - einen rascheren Baufortschritt bei den Sanierungsarbeiten an der Turmfassade des von ihr betreuten Gotteshauses. Bei Festen wie Hochzeiten oder auch einfach bei Gottesdiensten sei es schon schöner, wenn durch den Haupteingang eingetreten werden könne.

Die Erfüllung dieses Wunsches wird wohl bis zur zweiten Jahreshälfte 2020 auf sich warten lassen. Dies erklärten der Architekt, Kirchenpfleger Franjo Galic und Franz Schiegl, der dem Bauausschuss des Kirchengemeinderats angehört. Dabei spielen notwendige Untersuchungen, um weitere Arbeiten ausschreiben zu können, das Geld und Genehmigungserfordernisse eine Rolle. Nicht sichtbar war von außen, dass hinter dem Bau- und Schutzgerüst seit September bis zur letzten Woche Stück für Stück die Fassade gereinigt wurde. Um keine zusätzlichen Schäden zu erzeugen, geschah dies in zwei Schritten.

Fassade wird Stein für Stein kartiert

Einer sanften Vorreinigung mit feinem Sand aus Hochofenschlacke folgte ein Durchgang mit Wasser. Jetzt kann der schon im Vorfeld hinzugezogene Sachverständige den Zustand der Turm-Außenwand nochmals prüfen. Stein für Stein wird alles kartiert und das weitere Vorgehen in einem Maßnahmenkonzept festgelegt. Vor allem an den Backsteinen seien nach Beseitigung von Bewuchs und Ablagerungen größere Schäden festzustellen als ursprünglich angenommen. "An den Natursteinen sind die Schäden eher überschaubar", so Rist.

Dem Maßnahmenkonzept des Restaurators folgt die Ausschreibung durch den Architekten. Möglichst im Frühjahr 2020 soll dann mit den eigentlichen Erneuerungsarbeiten durchgestartet werden. Dies bedingt allerdings die Zustimmung seitens des Bischöflichen Bauamts in Rottenburg und des Landesamts für Denkmalpflege in Karlsruhe. Außerdem müssen auf dem überhitzten Baumarkt für den Auftrag geeignete Firmen gefunden werden.

Schon absehbar ist, dass die einst auf 568.000 Euro geschätzten Kosten für die Sanierungsarbeiten nicht ausreichen. Zu diesem von der Diözese Rottenburg-Stuttgart und dem Land aus Denkmalmitteln bezuschussten Betrag kommt nach einem vorläufigen Überschlag wohl ein weiterer sechsstelliger Brocken hinzu. Dafür werden von der Katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius Bad Wildbad als Bauherrin notwendigerweise weitere Förderanträge an die Diözese und den Staat gestellt, deren Bewilligung wie die Genehmigung des weiteren Vorgehens vor Arbeitsaufnahme abgewartet werden muss.

Im Zusammenhang mit den Sanierungsarbeiten am Turm der katholischen Kirche in Bad Wildbad wird laut Rist außerdem gerade geprüft, ob der teilweise aus Metall und Holz bestehende Glockenstuhl nicht vollständig in Holz ausgestaltet werden sollte. Dies brächte weniger Erschütterungen und damit weniger dadurch denkbare Folgeschäden am Bau. Überarbeitet werden sollen auch die Schallläden, damit besonders gegen den Berg die Lautstärke des Läutens besser dosiert wird. In Arbeit ist die Uhr. Zwar stimmt der Stundenschlag, aber abgelesen könnte die Zeit auch nicht werden, wenn der Turm nicht verdeckt wäre. Die Zeiger sind abmontiert und in der Werkstatt. Ertüchtigt wird auch der Blitzschutz.

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