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Bad Wildbad Innenstadt innovativ weiter entwickeln

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Sie gestalteten die Dialogreihe der IHK (von links): Hubert Spannagel, Andreas Schuder, Ute Marks, Elke Schönborn und Marieke Groß. Foto: Bechtle

Bad Wildbad - Im Rahmen der Dialogreihe "Mut, Leidenschaft, Entschlossenheit – Neue Wege für Stadt, Handel, Tourismus" hatte die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald (IHK) alle "Akteure von Stadt, Handel und Tourismus" in den Vortragsraum der Kaffeemanufaktur Bad Wildbad GmbH eingeladen.

Die rund 25 Teilnehmer, überwiegend Marketing- und Touristik-Fachleute aus verschiedenen Städten der Region sowie einige Wildbader Hoteliers und Gastronomen, wurden von IHK-Handelsreferent Hubert Spannagel begrüßt, der darauf hinwies, dass man mit der Dialogreihe die Teilnehmer ermutigen wolle, neue Wege zu suchen und zu gehen, um eine Verbesserung oder Erneuerung der Infrastruktur der eigenen Gemeinde anzustoßen.

Schwerpunkt der Veranstaltung war ein Referat der bundesweit tätigen Organisation "Stadt+Handel" als "Stadtplaner und Standortspezialisten für maßgeschneiderte Analysen und Lösungen rund um die einzelhandelsbezogene Stadt- und Standortplanung."

Andreas Schuder, Standortleiter Karlsruhe von "Stadt+Handel", zeigte Bausteine auf, die in der Gesamtheit beachtet werden müssten, um positive Entwicklungen zu erreichen, etwa städtebauliche Identifikation, Service, Nachhaltigkeit, Multifunktion, Treffpunkt, Erlebnis und mehr.

Mitte stärken

Schuder zitierte Norbert Portz, Leiter des Deutschen Städte- und Gemeindebunds mit mehr als 11 000 Städten und Gemeinden in Deutschland: "Lebendige Innenstädte haben weit über die Versorgung hinaus zentrale Bedeutung. Die ›Stärkung der Mitte‹ ist daher zentrale Aufgabe, von der die Bürger und der Handel langfristig profitieren."

Trends, Herausforderungen und Lösungswege standen im Mittelpunkt des Referats von Ute Marks von "Stadt+Handel" mit dem Thema "Neue Wege für Stadt, Handel und Tourismus." Marks wies darauf hin, wo man sich momentan befinde und wie sich die Megatrends des gesellschaftlichen Wandels verändern würden. Dazu gehöre der Wandel des Einkaufsverhaltens und der Organisationsformen, die Nachfrageseite, die Veränderung des durchaus verwöhnten Kunden von heute und der Online-Handel. Die Herausforderung für die Städte bedürfe einer Re-Urbanisierung mit einer Handelsstruktur, die lebendig und für die Kunden attraktiv sei. Dabei spiele für den Kunden der Preis keineswegs die Hauptrolle, sondern der Genuss, das Wohlgefühl, die Sinnlichkeit, das Erlebnis, was sich auf die Verweilqualität auswirke. Dies hätten vor allem Kleinstädte gegenüber den in Mittelstädten üblichen Shoppingcentern noch nicht erreicht. Werbungsmanagement, Beratung, neue Technologien wie schnelles WLAN und vor allem Service würden eine positive Positionierung gegenüber dem Online-Handel bieten. Dabei spiele auch die Gastronomie eine wichtige Rolle. Marks: "Die Innenstadt der Zukunft muss urbanes Zentrum für Lifestyle und Lebensqualität werden." Es gebe allerdings kein Allheilmittel, "problematische" Städte zu beleben.

Eine völlig andere Idee präsentierte Marieke Groß von der Karlsruher Tourismus GmbH (KTG) mit dem "Instawalk", den es seit 2015 in Karlsruhe gebe. Dies ist ein Rundgang, der mithilfe der Smartphone-App Instagram bebildert wird und zu einem bestimmten Thema abläuft. Für die Rundgänge werden "Hashtags" festgelegt. Groß schlägt dafür Anlässe der Stadt wie Jubiläen, Feste, Historie, Einkaufsviertel, örtliche Spezialitäten, Erlebnisräume oder Besonderheiten vor.

"Genuss und Sinnlichkeit" war das abschließende Thema von Rebekka Maisenbacher, die Geschäftsführerin der seit zwei Jahren bestehenden Kaffee-Manufaktur Bad Wildbad im Obergeschoss des Postamt-Gebäudes beim Bahnhof ist. "Die Leute wollen sich etwas gönnen", meint die Konditormeisterin, denn der Kaufrausch alleine mache auf die Dauer unzufrieden. "Ich brauche etwas, was mich ausfüllt", erklärte Groß. Die Kaffee-Manufaktur biete nicht nur die Angebote des klassischen Cafés, sondern auch Workshops und Veranstaltungen. Maisenbacher: "Den Leuten, das bieten, was ihnen vielleicht fehlt, mehr tun, als sie erwarten."

Nach der Diskussion zu den drei Referaten betonte Spannagel abschließend: "Die Städte sind heute nicht mehr Wohn- und Schlafstätte, sondern Orte der Kommunikation mit Leben aller Generationen, auch zum Entschleunigen."

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