Hubertus Welt (rechts) und Hans-Joachim Blum laden zum gemeinsamen „Singen an der Enz“ ein. Foto: Bernd Mutschler

„Singen an der Enz“ – unter diesem Motto laden drei Organisationen ein, sich zu treffen und gemeinsam für Demokratie und Zusammenhalt einzustehen.

Bereits seit zwei Jahren gibt es in Bad Wildbad das „Singen am Fluss“ vor dem Palais Thermal. Diese Aktion soll nun deutlich ausgeweitet werden. Im Mai soll dieses Mal gleich in fünf Kommunen gemeinsam gesungen werden. Und weil die auch alle am „Fluss“ liegen, hat die Veranstaltungsreihe einen neuen Namen bekommen: „Singen an der Enz“.

 

Mit dabei sind in diesem Jahr Enzklösterle, Bad Wildbad, Höfen, Pforzheim und Mühlacker. Organisiert wird die Veranstaltung im Oberen Enztal vom Verein Menschen Miteinander Oberes Enztal, außerdem von den Organisationen Zusammenhalten Pforzheim und Zusammenhalten Mühlacker.

Wasser verbindet

„Wasser verbindet. Ohne Vorbehalte bringt es Menschen zusammen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Glauben. Über Grenzen hinweg, zwischen Stadt und Land, entsteht Verbindung. Die Enz ist Teil dieses großen Fließens und prägt die Landschaft in unserer Region“, heißt es in der Ankündigung der Organisatoren. So wie der Fluss verbinde, „bringt gemeinsames Singen unterschiedliche Menschen zusammen und setzt ein Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Werte unserer Demokratie und den Schutz unserer Lebensgrundlagen“, heißt es in dem Flyer weiter. Deshalb rufen die Veranstalter auf, beim Singen entlang der Enz für Zusammenhalt, Demokratie und Schutz der Lebensgrundlagen entlang der Enz mitzumachen.

Wie in Bad Wildbad gab es auch in Pforzheim bereits ein gemeinsames Singen – 2024, als 75 Jahre Grundgesetz gefeiert wurden. So hatte Hubertus Welt vom Verein Menschen Miteinander die Idee, „mit Pforzheim Kontakt aufzunehmen“, um ein „gemeinsames Singen für Demokratie und Zusammenhalt“ zu organisieren.

77 Jahre Grundgesetz

Im Mai gebe es das Grundgesetz seit 77 Jahren. „Wir denken, dass das ein guter Anlass ist“, sagt Hans-Joachim Blum von Zusammenhalten Mühlacker, die bei der Aktion ebenfalls dabei sind. „Kein Mensch darf verloren gehen, alle Menschen sind gleich, die Würde des Menschen ist unantastbar“, fügt Welt an. Es gebe einen großen Willen, diesen Zusammenhalt sichtbar zu machen, und „die Enz ist prägend für unsere Region“.

Los geht es am Samstag, 9. Mai, um 12 Uhr an der Enzbrücke in der Wildbader Straße in Enzklösterle. Am selben Tag findet auch das gemeinsame Singen in Bad Wildbad statt – ab 15 Uhr beim Pavillon am Katharinen-Brunnen vor dem Palais Thermal.

Diese beiden Veranstaltungen werden geleitet von Birgit Kraft und Katharina Heselschwerdt. Am Montag, 11. Mai, wird ab 18 Uhr beim Turbinenhäusle am Enzauenweg unter Anleitung von Christina und Dirk Imhof gesungen.

In Pforzheim findet das Singen am Samstag, 16. Mai, ab 11 Uhr auf dem Enzvorland am Turnplatz statt, in Mühlacker ebenfalls am 16. Mai ab 14 Uhr auf dem Kelterplatz.

Internationale Lieder

An allen Orten werden übrigens die gleichen Lieder gesungen – internationale Friedenslieder, wie es der Pforzheimer Organisator Gerhard Baral ausdrückt. Dazu gehören unter anderem die „Ode an die Freude“, „Imagine“, „We are the World“, „Die Gedanken sind frei“ oder auch „Bella ciao“. Wer dabei nicht textsicher ist, muss sich keine Sorgen machen: „Wir geben Texte aus, sodass die Menschen mitmachen können“, sagt Welt.

Die Organisatoren hoffen dabei auf eine ganz unterschiedliche Resonanz. Welt hofft, dass in Enzklösterle etwa 30 Personen mitmachen, in Bad Wildbad etwa 50 und in Höfen auch 30 bis 40. Beim ersten Mal in Pforzheim waren sogar mehr als 300 Menschen dabei. „Ich hoffe, dass es auf jeden Fall dreistellig wird“, sagt Baral.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – wer möchte, kann bei den Veranstaltungen einfach vorbeikommen und am besten kräftig mitsingen.