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Bad Wildbad/Freudenstadt Schafrisse: Speichelreste überführen Wolf

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Bad Wildbad - Jetzt gibt es Gewissheit: Ein Wolf hat vor fast zwei Wochen drei Schafe in Bad Wildbad (Kreis Calw) gerissen. Das hat die Analyse von Speichelresten an den getöteten Tieren ergeben.

Bei dem Wolf handelt sich um einen bisher genetisch nicht erfassten Rüden aus einem Rudel bei Schneverdingen in Niedersachsen, teilte das baden-württembergische Umweltministerium am Donnerstag mit. Ob es sich um dasselbe Tier handelt, das im Oktober in Widdern (Kreis Heilbronn) Tiere getötet hat, konnte nicht geklärt werden, heißt es aus Stuttgart. Das gefundene Genmaterial wurde im Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen bei Frankfurt am Main analysiert.

Aufenthaltsort des Raubtiers unbekannt

Bislang wissen die Behörden nichts über den gegenwärtigen Aufenthaltsort des Wolfs, heißt es aus dem Umweltministerium. Es weist erneut darauf hin, dass Nutztierherden durch einen lückenlosen Elektrozaun in ausreichender Höhe über 90 Zentimeter wirkungsvoll gegen Angriffe eines Wolfs geschützt werden können. Kurzfristig können Nutztierhalter über die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) vom Umweltministerium bereitgestellte Notfall-Zaunsets auch ausleihen.

Tiere und Zäune sollten dann regelmäßig kontrolliert werden. Die Koppel sollte möglichst so groß sein, dass die Tiere innerhalb der Koppel etwas ausweichen können, wenn sich ein Wolf nähert. Wasserläufe und sonstige Wasserflächen seien keine Barrieren für das Raubtier und müssten deshalb ebenfalls abgezäunt werden, betont das Umweltministerium.

Jochen Bock, Wildtierbeauftragter im Kreis Calw, geht davon aus, dass der Hobbyschäfer eine Entschädigung aus dem dafür eingerichteten Fonds bekommt. Der Naturschutzbund (Nabu) leitet momentan geschäftsführend diesen Fonds, teilte Ralf Heineken, Pressesprecher des Umweltministeriums, mit. Vertreten sind aber auch andere Verbände. Das Land übernehme 70 Prozent der Fondskosten, erläuterte Heineken weiter.

Bock räumte ein, dass der Zaun des Hobbyhalters in Bad Wildbad nicht wolfssicher gewesen sei. Er gab aber zu bedenken, dass der Halter nicht mit Wölfen habe rechnen können. Baden-Württemberg sei derzeit kein Wolfsland, sondern lediglich Wolfserwartungsland.

Kurz nach dem Fund der gerissenen Schafe in Bad Wildbad hatte Bock deutlich gemacht, dass der Nordschwarzwald durchaus als dauerhaftes Territorium für Wölfe geeignet sei. Es gebe zahlreiche Wildtiere und etliche Rückzugsmöglichkeiten. Zudem sei der Straßenverkehr nicht so dicht wie in anderen Regionen.

Drei weitere Fälle werden noch untersucht

Untersucht wird zudem, ob ein Wolf auch hinter drei weiteren Rissen steckt. Der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg waren Risse von einem Rotwild, einem Sikahirsch und einem Reh in der Nähe von Freudenstadt und bei Herrenberg (Kreis Böblingen) gemeldet worden. Bis zur Klärung, ob auch diese drei Risse auf einen Wolf und möglicherweise auf dasselbe Tier wie in Bad Wildbad zurückzuführen sind, wird es allerdings noch einige Tage dauern, verlautete aus Stuttgart. Eines scheint aber schon festzustehen: Ein Wolf aus dem Alternativen Wolf- und Bärenpark in Bad Rippoldsau-Schapbach (Kreis Freudenstadt) war es nicht: Dort hieß es, es fehle kein Tier.

In Baden-Württemberg sind zuletzt vereinzelt Wölfe gesichtet worden. Für besonderes Aufsehen sorgte ein Fall, bei dem ein Wolf am 8. Juli erschossen im Schluchsee (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) gefunden wurde.

 
 

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Markus Kugel

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