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Bad Wildbad Frauenpower, Koketterie und Pep

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Bringen mit ihrer Frauenpower das Publikum im Kurhaus in Stimmung und Schwingung (von links nach rechts): Inken Röhrs, Vertretungsspielerin Bettina Matt, Sigrun Krüger und Kerstin Röhn. Foto: Warzecha Foto: Schwarzwälder Bote

Vom ersten Augenblick an eroberten sie die Herzen der rund 120 Besucher im Bad Wildbader Kurhaus im Sturm mit ihrem imposanten und ausdrucksstarken Saxofon-Spiel und den Interpretationen sowohl bekannter Lieder als auch einer Reihe an Eigenkompositionen: das Saxofon-Quartett "Sistergold".

Bad Wildbad. Das Quartett bespielte mit ihrem aktuellen Programm "Saxesse" die Bühne und sorgte dabei gewaltig für Stimmung. Die vier Damen rund um Inken Röhrs, Sopran-Sister; Vertretungsspielerin für Alt-Sister Elisabeth Flämig, Bettina Matt; Tenor-Sister Sigrun Krüger und Bariton-Sister Kerstin Röhn, vereinigten dabei die Klänge von Tango, Samba, Swing, Klassik, Popmusik und in Auszügen (Old-)Jazz und Blues zu einem klangvoll-stimmigen Musikmix quer über viele Stile hinweg. Mit keckem Augenaufschlag wendeten sich die Damen immer wieder dem Publikum zu, ohne sich gegenseitig als Quartett aus dem Blick zu verlieren und sich immer wieder gegenseitig zuzuspielen.

Röhrs, die Sopran-Sister, die zugleich den Stepptanz beherrscht, sorgte mit rauchiger Stimme für Sombrero- und Samba-Feeling und forderte auch das fleißig lauschende Publikum zum Stepptanz auf, gemäß des Mottos: Einmal die Waden nach außen und die Fersen nach hinten schwingen. Was viele, allerdings im Sitzen, auch gerne nachmachten. Röhrs nutzte die gute Laune der Besucher dazu, mit einem Salsa-Schritt und einer (Plastik-)Rose im Mund, einen der Besucher, spanisch: einen "Hombre" (auf Deutsch: Mann), mit in ihre Darbietung miteinzubeziehen. Sie flirtete keck mit ihm (mit Erlaubnis seiner Gattin), ging hinunter zu ihm in den Zuschauerraum und spielte direkt vor seiner Nase auf ihrem Saxofon. Nach dem rügenden Blick von Bariton-Sister Röhn schritt sie sodann gleich wieder hoch auf die Bühne.

Melodien auf ­ Zahnpasta-Tube gespielt

Röhn weihte das Publikum im Verlaufe des Abends ein, dass sie sich früher immer die "Knoff-Hoff-Show", eine Wissenschaftssendung im ZDF, die bis 2004 dort ausgestrahlt wurde, angeschaut habe. "Wir kommen zu einem besonderen Stück, weil ich mir die Show früher immer um 19.30 Uhr am Sonntag angeschaut habe", sagte sie. Passend zur Show hielt sie zusammen mit den anderen drei Damen das Publikum mit einer Interpretation auf "Ain’t She Sweet", im Original von Lou Gold & His Melody Men, 1927; oft gespielt von The Beatles, auf Trab. Auch den Damen huldigte das Quartett mit einem Lied, das bereits vor ihrem Lieblingsinstrument, dem Saxofon, um 1409 entstanden sei. So spielten sie den "Einzug der Königin von Saba" von Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) und priesen das Werk damit an, dieses Dasein sei ja etwas, "was die Ehegatten ihren Damen zukommen lassen sollten."

Ein ganz besonderes Instrument hatte an diesem Abend Tenor-Sister und Klarinettenspielerin Sigrun Krüger im Gepäck. Sie verzückte und überraschte das Publikum damit, dass sie flugs eine Zahnpasta-Tube aus einem Instrumentenkoffer holte und theatralisch ins Publikum hob, nur um kurz darauf auf ihr einige Melodien zu spielen. Schließlich sei Krüger auch die "Kaiserin der Zahnpasta" und die "Königin des Saxofons", wie ihre Mitstreiterinnen einstimmig betonten.

Danach hörten die Besucher unter anderem auch die Interpretation des Liedes einer der erfolgreichsten Pop-Bands: "Money, money, money" von Abba.

Mit mehreren Zugaben sorgten die Musikerinnen für einen rundum gelungenen Abend anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Quartetts. "Das Tolle am Saxofon ist, dass man nahezu alle Stile spielen und die große Bandbreite vom Spiel des Saxofons nutzen kann bis hin zum Sopran. Das erinnert oft auch an eine Kirchenorgel. Man kann groovige Stücke und Klangstücke spielen, das lässt sich alles wunderbar darstellen", sagte Röhn über ihre Liebe zum Saxofon-Spiel.

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