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Bad Wildbad Forst-BW Nordschwarzwald

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Mit dem Wegzeichen an der Seite zeigt das Bild eine der Tafeln, die auf dem Vogel- und Gewässerschutzlehrpfad von 1976 gut erhalten sind. Foto: Schwarzwälder Bote

Allein zur offiziellen Übergabe des Vogel- und Gewässerschutzlehrpfads hatten sich 1976 am letzten Samstag des Wonnemonats Mai 100 Teilnehmer aus Politik, Verbänden, Presse und einfach interessierte Leute im Kleinenztal versammelt, wie in den folgenden Tagen auch unsere Zeitung berichtete.

Zuständig für den Staatswald im Kleinenztal und die Erholungsanlagen dort ist seit 2020 die Behörde Forst-BW Nordschwarzwald in Calw, an die ab dem Westufer der Großen Enz der Bezirk Westlicher Schwarzwald mit Sitz in Bad Herrenalb stößt.

Die Zuständigkeit von Calw aus reicht laut der dortigen Mitarbeiterin Brigitte Flaig vom Hagenschieß mit dem Pforzheimer Seehaus im Norden bis Deckenpfronn und Enzklösterle im Süden. Zuständiger Forstrevierleiter fürs Kleinenztal ist Arnold Rauland. Er versichert, dass der Erhalt der Erholungseinrichtungen in seinem Bereich, beginnend bei der Selig-Wasserstube, in den nächsten Monaten angegangen wird. Besonders auch der Lehrpfad, den vor der Forstreform Mitarbeiter aus dem Bad Herrenalber Raum betreuten, soll nach und nach überholt werden.

Bad Wildbad-Calmbach/Neuweiler-Agenbach. Das einstige Ziel vieler Erholungsuchender und Wissbegieriger scheint gegenwärtig, nach 44 Jahren, dem Verfall und teils fast undurchdringlichem Zuwachsen preisgegeben.

Ein schöner Detailplan, der den Wanderplan bei der Holzwiesenhütte unterhalb des ehemaligen Pumpwerks I der Schwarzwaldwasserversorgung ergänzt, lädt nach wie vor auf die Strecke ein. "Rundwanderwege Calmbach" ist die Tafel überschrieben. Denn mit der Gestaltung des von staatlicher Seite initiierten "Erholungsplanes Kleinenztal", auf den die Anlage mit zurückgeht, hatte letztlich die Flößergemeinde unter Regie ihres Bürgermeisters Ulrich Maier begonnen.

Dank zollte der damalige Leiter des ehemaligen und zuständigen Forstamts Wildbad, Oberforstrat Helmut Weiss, bei der Eröffnung dem heute betagt in Neuweiler-Zwerenberg im Ruhestand lebenden Forstrevierleiter Hans Fischer als einem der wesentlichen Mitgestalter.

Mehrfach ohne Hinweis

Wer den Rundweg begehen möchte, muss heute die vom gut mit gelber Raute gekennzeichneten Wanderweg aus abgehenden Stellen mit wachem Auge suchen. Mehrfach gehen diese auf schmalem Pfad ohne Hinweis ab. Entlang der Enz führen sie teils noch zu Plätzen mit bemerkenswert gut erhaltenen Informationstafeln und einigen besonderen Stellen. Ganz vereinzelt sind noch Wegzeichen zu finden.

Wenn bei der Einweihung von "teils rollstuhl- und kinderwagengerecht" die Rede war, gelten diese Attribute für diese Strecken nicht. Man muss an manchen Stellen schon wirklich gut zu Fuß sein. Lediglich der auch als Radelstrecke parallel führende Wanderweg weist den Zustand eines guten und gepflegten Waldweges auf.

So richtig in Schuss sind daneben die Strecken und Übergänge über die Kleine Enz zum Wanderweg und teils verwildernden Pfad nur im und aus dem privaten Bereich des Forellenparks Kleinenztal. Der heutige Chef Helmut Vollmer pflegt mit der Familie zusammen offenbar das Erbe, das sein gleichnamiger Vater hinterließ. Dieser war viele Jahre Vorsitzender des Gewässerschutzverbands Nordschwarzwald. Er war einer der Mit-Initiatoren für das Naturerlebnis-Angebot. Von Anfang an ließ er auf Markung Neuweiler-Agenbach in die Rundwanderstrecke die Fischzuchtanstalt mit einbeziehen. Dadurch wird auch deren Wildschweingehege gestreift.

Für Naturfreunde war der Pfad vielfältig. Die Informationen drehten sich, wie schon der Name sagt, auf mehr als 30 Tafeln um die Vogelwelt, den Gewässerschutz, das Wissen um die Fische und anderes.

Die heute noch übrigen und intakten Plakate mit Abbildungen und Texten berichten beispielsweise über "Tagfalter – Gefährdete Schönheiten" oder "Einheimische Schlangen". Wer sich in der Historie auskennt, der wundert sich nicht über manches Mauerwerk. Es stammt von alten Anlagen der Flößer im Bach und seiner Nähe oder bildet den noch teilweise erhaltenen Kanal, der als Wasserlauf neben der Kleinen Enz in Richtung der ehemaligen, 1860 abgebrochenen Eisensägmühle führt.

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