Nicht alle Geehrten waren zur Versammlung des Freundeskreises Rossini gekommen. Links ist Bürgermeister Klaus Mack, rechts Festivalleiter Jochen Schönleber zu sehen. Foto: Bechtle Foto: Schwarzwälder-Bote

Freundeskreis: Ehrungen bei Versammlung

Bad Wildbad. Sehr gut besucht war die Mitgliederversammlung des Freundeskreises Rossini in Wildbad (FKR) im Justinus-Kerner-Saal des Forums König-Karls-Bad. Vorsitzender Klaus Mack wies darauf hin, dass in diesem Jahr Intendant Jochen Schönleber sein 25. Dienstjubiläum feiert.

Positive Kritiken

Im Rückblick stellte Mack fest, dass das Festival 2015 wieder sehr erfolgreich war. Dabei habe sich das vorgeschaltete Wochenende im Kurtheater bewährt. Die Kritiken der Aufführungen seien durchweg gut gewesen. Die Probleme der Belüftung beziehungsweise Entlüftung der Trinkhalle wurden angegangen, wobei der FKR einen finanziellen Beitrag geleistet habe.

Rückblickend ging Mack auf den "echten" Geburtstag von Gioacchino Rossini ein, der am 29. Februar 2016 mit einem kleinen Fest gefeiert wurde.

Zum Festival 2016 führte Mack aus, dass das Festkonzert auf dem Baumwipfelpfad erstklassig war und landesweit große Beachtung fand. Er lobte das logistische Engagement der Mitarbeiter des Baumwipfelpfades und der mitwirkenden Künstler.

Das Kurtheater, so Mack weiter, sei inzwischen ein Schmuckstück der Stadt, die Trinkhalle habe sich zudem als geeignete Bühne für große Opern entwickelt.

Mit den Belcantoklassen von Raúl Giménez und Lorenzo Regazzo habe man eine exzellente Nachwuchsförderung für junge Leute, die hier lernen, üben, singen und vielleicht auch entdeckt werden. Außerdem sei das Rossini-Festival ein großartiges Alleinstellungsmerkmal für Bad Wildbad.

Finanziell sei das Festival eine Herausforderung, außerdem müsse das Defizit des Vorjahres noch abgetragen werden. Die Geldgeber sind die Stadt (125 000 Euro), das Land (100 000 Euro) und der Landkreis (25 000 Euro), außerdem stehe noch eine Zuwendung des FKR aus.

Der Freundeskreis hat derzeit 144 Mitglieder, die meisten aus Deutschland, aber auch aus Spanien, Schweiz, Frankreich, Dänemark und Belgien.

Die Ehrung langjähriger Mitglieder wurde auf den anschließenden Empfang verlegt. Macks Dank galt allen Vorstandsmitgliedern, besonders Gerdi Eitel für die Mitgliederbetreuung, Annemarie Kienzler für die Organisation des Rossini-Geburtstags, allen Spendern und Unterstützern des Vereins sowie Schönleber und seinem Team.

Überschuss erwirtschaftet

Den Kassenbericht fürs vergangene Jahr legte Hans Neuweiler vor. Er wies darauf hin, dass der Verein keine finanziellen Sorgen habe, schließlich habe der Verein fast 16 000 Euro an Mitgliedsbeiträgen und Spenden erwirtschaftet, wovon rund 13 000 an das Festival gingen.

Mit fünf Opern im Vorjahr und sechs Großveranstaltungen in diesem Jahr sei die "winzige Organisation" an ihre Grenzen gekommen, sagte Intendant Jochen Schönleber. Sein Lob galt vor allem dem Organisationsleiter Martin Schiereck, der trotz personeller Unterbesetzung hervorragend als "Mädchen für alles" arbeite. Allerdings seien zukünftig professionelle Strukturen erforderlich. Dafür müssten entweder mehr Mittel für das Festival bereitgestellt werden, oder man müsse Mittel von der Kunst in die Organisation umschichten. Er nannte für die Umstrukturierung den Betrag von circa 30 000 Euro. Benötigt würden inzwischen viele Statisten. Das bringe ihn an den Rand des inneren Zusammenbruchs.Das derzeit laufende Festival sei sehr erfolgreich, auch wenn die Donnerstagspremiere nicht ausverkauft gewesen sei. "Wir brauchen uns nicht verstecken," betonte Schönleber abschließend.

Obstkorb für Intendanten

Nach der Versammlung zeichnete Mack 20 Mitglieder für zehnjährige Mitgliedschaft aus ganz Deutschland mit einer Urkunde und einer Rossini-CD aus. Für Schönleber gab es als Dank des FKR für 25 Jahre Festspielleitung einen Obstkorb. Geehrte aus dem Kreis Calw waren Margarete Betzold-Knapp, Martin, Brigitte und Alexander Keppler, Klaus Mack, Eckhard Peterson, Erika Rau sowie Jörg und Sigrid Seizer.