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Bad Wildbad Ein Jahrbuch und zwei Sonderbände

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Das Bild zeigt den Vorstand des KGV in Calmbach mit (von rechts) dem Ersten Vorsitzenden Tobias Roller, Jutta Wörner, Christoph Seeger, Horst Roller, Alfred Kiefer, Elke Schöffler und Michael Barth. Fotos: Schabert Foto: Schwarzwälder Bote

Zur ersten Sitzung in Corona-Zeiten nach der Anfang März gerade noch über die Bühne gebrachten Hauptversammlung traf sich der Vorstand des Kreisgeschichtsvereins Calw (KGV). Im Versammlungsraum des Calmbacher FC-Sportheims ging es vor allem um die Druckfreigabe des Buches "Einst & Heute – Historisches Jahrbuch für den Landkreis Calw" und die Herausgabe von zwei Sonderbänden.

Bad Wildbad-Calmbach/Calw. Gut vorbereitet hatten der Vorsitzende Tobias Roller und Layouter Michael Barth alles und konnten in Corona-Zeiten angepasster Sitzordnung mit gebührendem Abstand den "Einst-&-Heute"-Band mit 13 Beiträgen und 184 Seiten Umfang auf der Leinwand präsentieren. Schon eingeflossen waren die Hinweise und Anregungen des Redaktionsbeirats, der einige Tage zuvor in einer Videokonferenz das Werk begutachtet hatte.

Redakteur für den Band war noch der in den Ruhestand getretene Calwer Stadtarchivar Karl Mayer, bis er nach seinem Rück- und Wegzug aus der Großen Kreisstadt auch die Arbeit des KGV im Frühjahr aufgab. Eine Fachfrau, welche die Nachfolge antritt, steht in Aussicht. Sie wird künftig wie der Vorsitzende dem Redaktionsbeirat angehören, in den als weitere Mitglieder Michael Barth, Alfred Kiefer, Horst Roller und Hans Schabert berufen wurden. Einig war sich der Vorstand, dass dem jetzt fertigen achten Band – der sich als gemeinsame Fortsetzung des Kreisjahrbuchs und der Einst-&-Heute-Heftserie des Vereins versteht – 2021 der neunte folgen soll.

Der Band 2020/21 soll an seinem inzwischen angestammten Vorstellungsort in Schömberg, nach Abstimmung mit der Gemeinde und wenn es die Entwicklung der Corona-Pandemie erlaubt, Ende Oktober/Anfang November der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zum Vorstellungsort passt besonders der Beitrag "Die Schömberger Kriegschronik des Pfarrers Otto Rieger", geschrieben von Karl-Heinz Bertsch. Mit Mélac und seinem "Wirken" vor allem auch in Hirsau und Zavelstein hat sich Hagen Franke befasst. "1877 – Calw im Geburtsjahr Hermann Hesses" betrachtet Karl Mayer. Über die Floßholz-Handelsregion von einst schreibt Martin Spreng.

Die NS-Zeit und ihre Folgen spielen in den Beiträgen über die "Ausländer-Kinderpflegestätte" Aach von Waltraud Günther und unter den Überschriften "Die jüdische Familie Michelson in Calw" von Christa Linkenheil sowie "Der Luftangriff auf Wildberg am 22. Februar 1945" eine Rolle. "Fritz Rollers Kunst aus Holz wies die Richtung" wurde von Alfred Kiefer und Hans Schabert mit einer Fotoserie der alten Kunst-Holzwegweiser und Wissenswertem über das Leben des Holzbildhauers verfasst. Mit "Ulrich Rülein – ein Calwer der in Sachsen eine bedeutende Rolle spielte" erinnert Hartmut Würfele an einen 1465 geborenen Sohn der Hessestadt.

Ohrfeigen-Affäre

Eine "Ohrfeigen-Affäre" an der Gewerbeschule Nagold von 1963 greift Ulrich Schmelzer in "Schüler, die nur eine Sprache verstehen", auf. Einen Motor der christlichen Popularmusik mit deutschlandweitem Bekanntheitsgrad aus den 1970er- und 1980er-Jahren beschreiben Gabriel Stängle und Michael Viehweg. In "Karneolfunde im Schmieher Wald" geht Robert Roller einem heimischen Halbedelstein auf den Grund.

Mit dem Jahrbuch soll in Schömberg auch der von Jürgen Rauser transkribierte und viel Calwer Historie und Zeitgeschichte präsentierende, 88-seitige KGV-Sonderband im Hardcover-Umschlag, "Das Tagebuch von Heinrich Essig (1862-1934)", vorgestellt werden. Im September laufen die Vorbereitungen für einen weiteren Sonderband des KGV an, in dem Roland Kling, aus Agenbach stammend und in Althengstett lebend, sein Erleben der Entwicklung des ländlichen Raums und ein besonderes Paket an Heimatgeschichte präsentiert. Beide zusätzlichen Bände erhalten die orangene "Sonderbandfarbe" wie die vom KGV herausgegebenen auf den Kreis und Bad Wildbad bezogenen Bäderbücher.

Seit 12 Jahren gibt der KGV den "Veranstaltungskalender Heimatgeschichte und Traditionspflege im Bereich des Altkreises Calw" heraus. Für 2021 steht die Jahres-Ausgabe des von der Raiffeisenbank im Kreis Calw und der Vereinigten Volksbank gesponserten Druckwerks allerdings auf der Kippe.

Bei der Sitzung in Calmbach unter dem Vorsitz von Vereinschef Tobias Roller wurde überlegt, mit dem Kalender, in den alle sich mit der entsprechenden Materie befassenden Vereine kostenlos ihre Angebote eintragen lassen können, eventuell auszusetzen. Zu ungewiss sind die Planungen in Anbetracht der Entwicklung von Corona. Die Internetausgabe, die auch kurzfristige Eintragungen und Löschungen ermöglicht, soll aber angeboten werden.

Zu finden ist die Übersicht und noch mehr unter www.kgv-calw.de. (hms)

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