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Bad Wildbad Edle Karossen rollen durch Kurstadt

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Der Bugatti Typ 35 mit seinen 90 PS war der älteste Oldtimer der Rallye. Dahinter stand ein Mercedes-Benz Bus des Typs O 319 Baujahr 1963. Foto: Ziegelbauer

Bad Wildbad - Old- und Youngtimer auf vier Rädern sind am Samstagnachmittag durch die Kurstadt gerollt. Auf dem Kurplatz befand sich ein Kontrollpunkt der "6. Paul Pietsch Classic Schwarzwald Rallye" mit Start- und Ziel in Offenburg.

Die Mittagspause der Rallye war in Pforzheim. Auf der "Goldstadt-Etappe" als zweitem Teil des Rallye-Wochenendes legten die Fahrzeuge eine Strecke von rund 270 Kilometer zurück und passierten dabei auch Bad Wildbad.

Gestartet waren die mehr als 100 Fahrzeuge kurz nach 8 Uhr in Offenburg auf die Schwarzwald-Strecke. Über die Ortenau, Simmersfeld, Neuweiler, Oberreichenbach, Schwarzenberg und Unterreichenbach ging es nach Pforzheim.

Nach der Mittagspause fuhren die Oldtimer durchs Enztal, über den Kaltenbronn ins Murgtal und wieder durch die Ortenau nach Offenburg. Mit dabei waren die Rennsportgrößen Hans-Joachim Stuck in einem Porsche 911 Turbo 3.3 Baujahr 1992 und Christian Geistdörfer in einem Ford Capri RS Baujahr 1971.

Der älteste Oldtimer war ein Bugatti Typ 35 Baujahr 1928. Paul Pietsch, zu dessen Gedächtnis die Rallye alljährlich abläuft (siehe "Info"), hatte in jungen Jahren ein solches Auto gefahren. Karl Wolber (ADAC Freiburg) als jetzigem Rallye-Chef zufolge wird zu den jährlichen Rallyes aus den insgesamt etwa 200 Bewerbern aus Deutschland, dem benachbarten Ausland und aus England nur ein solche Zahl von Fahrzeugen zugelassen, die dem Alter von Paul Pietsch entspricht. Und dieser, verstorben im Jahr 2011, wäre am 20. Juni 2017 106 Jahre alt geworden.

Mineralwasser überreicht

Die Kontrollstelle in Bad Wildbad war mit Erwin Schmid (82) besetzt. Diese Aufgabe war ihm von der Touristik Bad Wildbad angetragen worden. Als begeisterter Fan von Oldtimern, von denen auch einige in seiner Garage stehen, sagte er gerne zu. Er versah die Strecken-Karten der Old- sowie Youngtimer-Piloten mit dem Kontrollstempel und überreichte ihnen eine Tüte. Bestückt mit Werbung für die Kurstadt und mit einem "Klaren", wie er scherzhaft bemerkte. Nicht mit einem solchen, der müde machte, sondern bei der Hitze des Tages mit einem erfrischenden Mineralwasser.

Auf dem Wildbader Kurplatz hatten sich etwa 50 Zuschauer eingefunden, welche die auf Hochglanz polierten Karossen während ihres etwa einminütigen Aufenthalts bewunderten. Wie etwa den in Perlmutt lackierten Mercedes-Benz 190 SL von Anton und Petra Himmelsbach oder den Mercedes-Benz 600 SEC Baujahr 1992 mit seinen 408 PS aus Luxemburg oder den Ferrari Testarossa mit seinem Fünf-Liter-V 12-Motor mit seinen 390 PS mit Baujahr 1991.

Immer wieder gab es von den Zuschauern freundliche Zurufe mit guten Wünschen für die weitere Strecke. Und das nicht nur auf Deutsch, sondern beispielsweise auch auf Englisch wie etwa von dem Bad Wildbader Philip Greenwood.

Ihre Redaktion vor Ort

Bernd Mutschler

Fax: 07051 20077

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