Alessandra Marianelli und Lorenzo Regazzo beim Duett. Foto: Bechtle Foto: Schwarzwälder-Bote

Musikalisch-gesangliches Bonbon

Bad Wildbad (cht). Seit Jahren gastiert er in Bad Wildbad: Lorenzo Regazzo, einer der führenden Koloraturbässe unserer Zeit. Der gebürtige Venezianer studierte Klavier, Komposition und Gesang. Seine Karriere ist wie ein Gang durch die bekanntesten Opernhäuser Europas.

 

Zum 25. Geburtstag des Festivals BelCanto Opera "Rossini in Wildbad" war er vor allem in der Akademie BelCanto aktiv, um begabte Nachwuchssänger weiterzubilden. Für das Rossini-Publikum bot er jedoch ein musikalisch-gesangliches Bonbon mit dem Konzert "Regazzo and Friends", das im nahezu ausverkauften Kursaal die Zuhörer begeisterte.

Es war ein überaus attraktives Programm, bei dem neben Regazzo die Sopranistin Alessandra Marianelli, eine ausgewiesene Rossini-Belcanto-Expertin, sozusagen den gesanglichen Glanz vergoldete. Bereichert wurde das Regazzo-Konzert durch den bereits aus den diesjährigen Opern-Aufführungen bekannten Bariton Marco Filippo Romano sowie den jungen, stimmlich reifen Sängerinnen und Sängern der BelCanto-Akademie Sarah Kate Walston (Sopran), Cecilia Molinaro (Mezzosopran) und Giulio Pelligra (Tenor). Nicht vergessen darf man dabei Achille Lampo, der einfühlsam und absolut gekonnt am Klavier begleitete.

Werke von Mozart, Donizetti und natürlich Rossini waren zu hören. Arien und Duette, die beim Publikum besonders gut ankamen, weil sie Bewegung auf die Kursaalbühne brachten. Aber sonst gab es Belcanto in Reinkultur zum Entzücken des beifallfreudigen Publikums.

Höhepunkte waren sicherlich die Duette mit Alessandra Marianelli und Lorenzo Regazzo aus den Donizetti-Opern "Don Pasquale" und "L’elisir d’amore", die stimmlich und szenisch ein wahres Feuerwerk des Gesangs und der Komik boten – beide Werke sind bekanntlich komische Opern.

Eine besondere Überraschung war der Auftritt des Startenors Raúl Giménez, der ebenfalls in diesem Jahr in der Akademie BelCanto tätig war.

Regazzo bat nach der Pause Giménez aus dem Publikum auf die Bühne, wo Giménez mit der gefühlvoll vorgetragenen Arie des Mario Cavaradossi aus Verdis "Tosca" einen Kontrapunkt zu den überwiegend heiteren Gesangsvorträgen setzte.