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Bad Wildbad Druck des Veranstaltungsprogramms vorerst verschoben

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Marina Lahmann (von links), Ursula Fuchs, Beate Kunz und Hubertus Welt von der Projektgruppe "Spuren jüdischen Lebens in Bad Wildbad".Archiv-Foto: Mutschler Foto: Schwarzwälder Bote

Bad Wildbad. Die Verantwortlichen der Projektgruppe "Spuren jüdischen Lebens in Bad Wildbad" haben in den vergangenen Wochen das Veranstaltungsprogramm für 2020 erstellt. Kurz vor dem Druck des Programmfaltblattes kam nun, aufgrund der Corona-Krise, das Veranstaltungsverbot zur Verlangsamung der Infektionsrate. Um nicht bereits kurz nach Veröffentlichung die für April und Mai geplanten Events absagen zu müssen, wurde der Druck des Faltblattes zurückgestellt, heißt es in einer Pressemeldung der Projektgruppe.

Da viele Interessierte bereits auf das Programm der Arbeitsgemeinschaft (AG) Spurensuche warten würden, nennt die Gruppe in der Pressemeldung einige Höhepunkte, die, wenn auch möglicherweise verspätet, so doch auf jeden Fall umgesetzt werden sollen.

So soll der Auftakt mit dem Konzert der Gruppe Jontef in der evangelischen Stadtkirche in Kooperation mit der Kantorei und der Touristik Bad Wildbad erfolgen. Für Ende April ist zusammen mit der katholischen Erwachsenenbildung eine Lesung mit der deutsch-französischen Autorin Geraldine Schwarz aus ihrem Buch "Die Gedächtnislosen. Erinnerungen einer Europäerin" sowie Mitte Mai ein Vortrag des Psychotherapeuten Rolf Johnen aus Calw zum Thema "Der Nazi-Terror in uns – Seelische Nachwirkungen der NS-Zeit und Wege zu ihrer Überwindung" geplant.

Von Mitte Mai bis Ende August soll die Ausstellung "Im schwindenden Licht – Spuren jüdischen Lebens in Osteuropa" in der Stadtkirche gezeigt werden. Für eine Leseveranstaltung mit Texten und Musik im Verlauf der Ausstellung hätten bereits "einige prominente Bürger Bad Wildbads" zugesagt.

Der Vortrag des Antisemitismusbeauftragten des Landes, Michael Blume, "Alter Hass – neu aufgelegt!?", darf ebenso mit Spannung erwartet werden, wie Otto Böhm, Politikwissenschaftler, mit dem Vortrag "Menschenrechte – universell – unveräußerlich – unteilbar".

Für den Herbst steht die Planung für Filmvorführungen im KiWi-Kino, eine Veranstaltung mit einer Zeitzeugin, ein Workshop "Koscheres Kochen" und anderes.

24 Stunden langer Film

Am internationalen Tag der Toleranz will die Afro-Deutsche Mo Asumang, Fernsehjournalistin, Regisseurin und Autorin, den Film zu ihrem Buch "Mo und die Arier" in zwei Veranstaltungen Schülern sowie der Öffentlichkeit zeigen und für die Diskussion zur Verfügung stehen. Auch an dieser Veranstaltung des Netzwerks Wertevielfalt im Nordschwarzwald ist die AG Spurensuche beteiligt.

Bereits ab Oktober soll der Ticketverkauf für die in Deutschland erstmalige Vorführung eines 24-Stunden-Films im KiWi-Kino im Juni 2021 eröffnet werden. Im Film "Jerusalem" werden Menschen von 6 Uhr früh bis zum Morgen des nächsten Tages begleitet. Genau in diesem Zeitfenster wird über 24 Stunden der Film gezeigt werden.

"Ich denke, es ist gut, wenn wir unsere Vorhaben für die Zeit nach der Corona-Krise jetzt schon benennen", so Hubertus Welt von "Menschen Miteinander". Es sei motivierend, über die Zeit der sozialen Distanz hinauszudenken und sich für Ereignisse danach interessieren zu können.

Die AG Spurensuche besteht seit 2016 und wird gebildet von Vertretern der Stadt, der evangelischen Kirche, der Volkshochschule Calw, des Vereins Menschen Miteinander und des Enztalgymnasiums.

Ihre Redaktion vor Ort

Bernd Mutschler

Fax: 07051 130891

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