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Bad Wildbad Droht nach 30 Jahren die Schließung?

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Ende September feierte der Kindergarten in Aichelberg noch sein 30-jähriges Bestehen (Foto). Nun droht wegen Erziehermangel sogar die Schließung zum Jahresende. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Der Kindergarten in Aichelberg steht wegen der personellen Situation vor ernsthaften Problemen. Sogar eine Schließung zum Jahresende droht. Deshalb meldeten sich besorgte Eltern in der jüngsten Gemeinderatssitzung zu Wort.

Bad Wildbad-Aichelberg. "Der Kindergarten Aichelberg hat ein massives Personalproblem", sagte einer der Anwohner in der Einwohner-Fragestunde, mit der die öffentlichen Gemeinderatssitzungen in Bad Wildbad traditionell beginnen. Bürgermeister Klaus Mack versuchte, zu beschwichtigen. Das sei ein allgemeines Thema des Fachkräftemangels, so das Stadtoberhaupt. Außerdem sei nicht die Stadt Träger des Kindergartens, sondern die Kirche.

Nun ist der Fachkräftemangel bei den Erzieherinnen landauf, landab ein Thema. Dennoch ist die Problematik in Aichelberg noch etwas drängender. Denn während in großen Kindergärten mit vielen Erziehern auch mal zwischen verschiedenen Gruppen jongliert werden kann, geht das hier nicht. Denn in Aichelberg besuchen gerade mal 15 Kinder den Kindergarten. Um die kümmern sich zwei Erzieherinnen. Eigentlich. Denn eine geht zum Jahresende in den Ruhestand –­ die andere ist derzeit krank geschrieben und wird durch eine Vertretungskraft teilweise ersetzt.

"Wir wollen uns in Erinnerung rufen", sagte eine Aichelbergerin. Denn: "Wenn bis zum 31. Dezember niemand mit 100 oder 120 Prozent anfängt, stehen wir vor dem Ende", brachte sie ihre Sorgen deutlich zum Ausdruck. Wohl wissend auch, dass Mack und das Gremium nur zum Teil die richtigen Ansprechpartner sind: "Dass sie mir keine backen können, ist mir klar. Aber wir haben ein Problem."

Mack verwies noch einmal darauf, dass der Kindergarten in kirchlicher Trägerschaft und damit auch die Kirche für die Besetzung der Stellen zuständig sei. Aber er versprach: "Wenn wir unterstützen können, machen wir das gerne." Eine Zusage, die manch einem der Aichelberger nicht weit genug gehen mochte. So ergänzte einer der Bürger, dass das Thema sehr konkret sei.

Recht auf Betreuungsplatz

"Die Schließung steht bevor, und dann wird es ihr Problem", sagte er. Da die Kinder ein Recht auf einen Kindergartenplatz hätten, müssten sie in anderen Einrichtungen untergebracht werden, die aber eigentlich auch alle voll seien.

Die Situation ist dem Träger, der evangelischen Kirchengemeinde, bewusst. Laut Medienberichten sei die Stelle bereits drei Mal ausgeschrieben worden. Erst kürzlich habe eine aussichtsreiche Kandidatin ihre Zusage wieder zurück gezogen, heißt es weiter. In den nächsten Tagen werde ein Treffen mit den Eltern stattfinden und man hoffe weiter, dass man bis Jahresende eine Erzieherin finde.

Auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten antwortete der Bürgermeister: "Beim Kindergarten in Aichelberg geht es um pädagogisches Fachpersonal, das notwendig ist, um eine Betreuung sicherzustellen. Träger des Kindergartens Aichelberg ist die evangelische Kirchengemeinde. Da wir hier vertraglich gebunden sind, möchte ich mich in die Belange des Trägers nicht einmischen. Pfarrer Löffler hat mir aber versichert, dass er die Sorgen der Eltern sehr ernst nimmt und an einer Lösung arbeitet. Ein runder Tisch ist bereits anberaumt."

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