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Bad Wildbad Deshalb kosten Super und E10 plötzlich gleich

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Wie hier in Höfen sorgen vielerorts die Spritpreise für Verwunderung. Foto: Jänsch

Höfen/Oberes Enztal - Wer derzeit an Tankstellen vorbeifährt oder gar tanken muss, dem bietet sich ein erstaunliches Bild: Ist normalerweise der E10-Kraftstoff zwei Cent billiger als herkömmliches Superbenzin, kostet der Sprit derzeit an manchen Tankstellen im Oberen Enztal, etwa in Bad Wildbad oder Höfen, gleich viel. Und je nach Tageszeit kann es sogar sein, dass auch der Diesel exakt das Gleiche kostet.

Doch warum ist das so? Im Vergleich zum Superbenzin mit einem Ethanol-Anteil von fünf Prozent (E5) hat E10 einen Bioethanol-Anteil von zehn Prozent. Mit diesem höheren Anteil an dem Biosprit soll der Kraftstoff nachhaltiger sein. Nun ist Ethanol 2019 deutlich teurer geworden.

Der Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) Stefan Walter sagte der Berliner Morgenpost, dass nun auch in Dänemark und Ungarn mit Bioethanol versetzte Kraftstoffe eingeführt worden seien. Und auch in den USA wird dem Benzin immer mehr Ethanol beigemischt, die Nachfrage steige weltweit schneller als die Produktion.

E10 sorgt für höheren Verbrauch

E10 tanken bringt aber für den Autofahrer nichts. So ist der Verbrauch höher, außerdem befürchten manche Autofahrer noch immer, das Ethanol könnte dem Motor schaden. Ohne den Preisunterschied dürfte der Marktanteil von E10 schnell von den bisherigen 13 Prozent deutlich sinken. Biokraftstoffe müssen aber mindestens sechs Prozent des verkauften Sprits einnehmen, sonst drohen den Mineralölkonzernen Strafzahlungen.

"E10 muss wieder günstiger werden. Aus Sicht des ADAC ist aufgrund notwendiger Klimaschutzbemühungen eine verstärkte Nutzung von Super E10 in Deutschland sinnvoll und wünschenswert. Der Wegfall eines Preisvorteils für Super E10 ist dabei klar kontraproduktiv", teilt der Automobilclub mit.

Heizöl-Nachfrage steigt

Etwas anders sieht es beim Diesel aus. Hier sei sei die Annäherung der Preise in den Wintermonaten vor allem der steigenden Nachfrage an Heizöl zuzuschreiben, teilt der ADAC mit. Da es sich bei Heizöl und Diesel um den gleichen Brennstoff handle, steige mit der Nachfrage an Heizöl auch der Dieselpreis.

Außerdem könnte sich auch der Konflikt zwischen den USA und dem Iran durch höhere Rohölpreise auch an der Zapfsäule niederschlagen, sagte Volker Treier, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) dem Stern.

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