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Bad Wildbad "Das ist eine einmaligeChance"

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Foto: dpa/Sina Schuldt Foto: Schwarzwälder Bote

Das Rotwildgebiet Nordschwarzwald ist mit 105 000 Hektar das größte der fünf Rotwildgebiete Baden-Württembergs. Nun soll ein Plan für das Rotwildmanagement erarbeitet und die Stadt Bad Wildbad Modellregion werden.

Bad Wildbad. Das Rotwildgebiet im Nordschwarzwald spiel für den genetischen Austausch der Rotwildpopulation in Baden-Württemberg eine zentrale Rolle, heißt es in der Sitzungsvorlage zur jüngsten Gemeinderatssitzung. Der Waldanteil liege bei 85 Prozent, bestehe mehrheitlich aus Staats- und Kommunalwald und erstrecke sich über sieben Landkreise.

Rotwild sei eine raumbeanspruchende Wildtierart. "Gerade im Nordschwarzwald machen unterschiedliche Waldbesitzarten, uneinheitliche Jagd- und Fütterungspraktiken, ungelenkte touristische Aktivitäten und unterschiedliche Ziel- und Wertevorstellungen der beteiligten Personen ein großräumiges Rotwildmanagement notwendig, aber auch schwierig", heißt es weiter. Die Dringlichkeit sei durch mehrere Entwicklungen deutlich gestiegen: Aufgrund großflächiger Sturmwürfe hätten sich die Lebensräume verändert, zudem sei der Rotwildbestand besonders in den zentralen Bereichen angestiegen. Dies führe zu einer Zunahme von Schälschäden. Außerdem gebe es einen zunehmenden Wunsch nach Erlebbarkeit von Rotwild.

Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg (FVA) wurde beauftragt, einen auf wildtierökologischen und sozialwissenschaftlichen Grundlagen aufbauenden Plan für das Rotwildmanagement im Nordschwarzwald zu erarbeiten. Zu diesen Grundlagen gehörten unter anderem das Raum-/Zeitverhalten des Rotwilds, die Bestandsentwicklung und räumliche Verteilung sowie die Wildschadensentwicklung und den Einfluss von Störungen. Zudem werde die Einstellung und das Verhalten der lokalen Akteure gegenüber dem Rotwild und dem Rotwildmanagement untersucht.

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen nun in den Modellregionen Bad Wildbad, dem Staatswald Calw und der Stadt Bühl "in eine räumliche Umsetzung gebracht werden", heißt es weiter.

Bürgermeister Klaus Mack warb bei den Stadträten um Zustimmung für dieses Projekt: "Ich bin zuversichtlich, dass wir da etwas Gutes hinbekommen. Bad Wildbad als größte Region sollte dabei sein."

Unvoreingenommen positive und negative Aspekte betrachten

Bruno Knöller (SPD) fand es "gut, dass wir unvoreingenommen an eine Tierkonzeption gehen". Der Bestand nehme zu und es gebe viele Schäden. Es sei wichtig, die positiven und negativen Aspekte des Rotwilds zu behandeln. "Ich sehe beim Rotwild nicht so schwarz wie beim Schwarzwild", sagte er.

Andreas Wacker (FWV/FDP) warb als Förster für das Projekt: "Es ist eine einmalige Chance, in der Modellregion dabei zu sein." Bislang sei vieles lediglich Theorie. Der Staatswald sei auf jeden Fall mit dabei, der Kaltenbronn mit der Grünhütte, der Eiberg und das Gebiet würde auch den Sommerberg am Rande streifen. Mit dieser Untersuchung gebe es die Möglichkeit, ganz bestimmte Situationen durch die FVA wissenschaftlich zu begleiten, sagte er und betonte: "Da müssen wir mitmachen, da gibt’s kein Drumherum."

Der Gemeinderat folgte dieser Auffassung einstimmig und sprach sich für die Beteiligung Bad Wildbads als Modellregion aus.

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