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Bad Wildbad "Das bin ich meinen Lesern schuldig"

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Knapp 35 interessierte Gäste – darunter auch zehn Gewinner des Schwarzwälder Boten – kamen, um einige Passagen aus Edi Grafs neuem Buch "Wolfsgebiet" zu hören. Fotos: Jänsch Foto: Schwarzwälder Bote

Krimibuch-Autor Edi Graf besuchte bei der jüngsten Lesung gemeinsam mit 35 Gästen einen der Handlungsorte seines jüngsten Romans: Die Wildline Bad Wildbad. So konnten sich die Leser selbst ein Bild von der Detailgenauigkeit der Textpassagen machen.

Bad Wildbad. Es ist Winter auf dem Wildbader Sommerberg. Eine dicke Schneeschicht bedeckt die Landschaft, als Förster Heinz Werkmann mit seiner Irish Setter-Hündin Leila durch den Wald streift. Doch aus irgendeinem Grund scheint die Hundedame an diesem Wintertag unruhiger als üblich. Als Leilas Spürsinn Werkmann zu der Leiche eines jungen Mädchens führt, greift auch bei diesem die Panik um sich. Zu allem Überfluss führen auch noch die Spuren eines Wolfs direkt zu dem leblosen Frauenkörper. Für viele scheint der Täter damit schnell ermittelt. Nicht so für eine Tübinger Journalistin. Sie will sich mit der scheinbar naheliegenden Erklärung nicht zufrieden geben und macht sich auf die Suche nach einem kaltblütigen ­Mörder.

Das ist, in knappen Worten, die Handlung des neuesten Kriminalromans "Wolfsgebiet" aus der Feder von Autor und Journalist Edi Graf. Und wo, wenn nicht am Ort der Handlung selbst, wäre es naheliegender eine Lesung des Buches zu veranstalten. Zu dieser Überzeugung kam Graf gemeinsam mit den Verantwortlichen der Touristik Bad Wildbad, dem Sommerberg-Hotel, der Wildline und des Schwarzwälder Boten.

Am vergangenen Mittwochabend war es dann soweit. Gut 35 interessierte Leser – darunter auch zehn Gewinnspiel-Sieger unserer Zeitung – fanden sich nach einer kurzen Einführung auf der Terrasse des Sommerberg-Hotels als letzte Gäste auf der Wildline wieder. Dort, wo der große Showdown von Grafs Krimi spielt. So ließ der Autor seine Protagonisten während der Lesung immer wieder lebendig werden und zeigte seinen Gästen, wo und wie diese sich in seiner Vorstellung fortbewegt haben könnten.

Gedankenwelt des Autors hautnah erleben

Wer wollte, konnte bei Sonnenuntergang sogar den Fluchtweg des Gejagten nachgehen und die Wildline überqueren, bevor Graf seine Lesung bei einem "Schwarzwald-Krimi-Vesper" und Holzofen-Atmosphäre im Sommerberg-Hotel fortsetzte. "Ich sehe mir die Handlungsorte gerne selbst an, bevor ich darüber schreibe", berichtet Graf. "Ich finde, das bin ich meinen Lesern schuldig." Auch über die Begebenheiten vor Ort hinaus ist Grafs neuer Roman gut recherchiert. So kann Graf den Wolf mühelos in die Erzählerrolle stecken, ohne dass es aufgesetzt wirkt.

Der Wolf erhält eine Hauptrolle

"Ich habe dem Wolf in dem Buch bewusst eine Hauptrolle eingeräumt", erklärt der Autor, der die Raubtier-Thematik ebenso bewusst nicht schwarz-weiß malen wollte. So lässt der Redakteur seine Figuren im Laufe des Romans auch Meinungsänderungsprozesse durchlaufen. Er selbst werde immer wieder gefragt, wie er zum Wolf stehe. "Ich antworte darauf immer", sagt Graf, "lesen Sie das Buch, dann wissen Sie es." Eigentlich habe der 57-Jährige seinen Wolf zunächst auf der Schwäbischen Alb angesiedelt. Doch dann habe Isegrimm ihm Regie geführt, nachdem er im vergangenen Jahr eine große Anzahl an Schafen in Nonnenmiß gerissen hatte.

Erst vor einer Woche hatte der gebürtige Friedrichshafener Premierenlesung. Die Tatort-Lesung in Bad Wildbad sei für den Autoren jedoch etwas Besonderes: "Das mache ich total gern – den Leser mitnehmen in meine Gedankenwelt." Zumal die Wildline für Graf ein "sensationelles Erlebnis" im Schwarzwald sei. Und so ist es am Ende nicht verwunderlich, dass Graf wohl viele der Gäste so fesseln konnte, dass die meisten von ihnen das Sommerberg-Hotel am späten Abend erst mit einem signierten Buch unter dem Arm verließen.

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