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Bad Wildbad Corona-Abstriche in Calmbach möglich

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Mit Schutzkleidung im Einsatz: Die beiden mit der Abnahme der Corona-Abstriche befassten Mitarbeiterinnen der Calmbacher Corona-Schwerpunkt-Praxis Limberg. Foto: Ziegelbauer

Vor dem Hintergrund der gegenüber dem Sommer wieder angestiegenen Corona-Fallzahlen hat sich der Calmbacher Internist Günther Limberg entschlossen, ab sofort die Aktivitäten seiner Praxis in Calmbach, Wildbader Straße 6, auf die Vornahme von Corona-Abstrichen zu erweitern.

Bad Wildbad-Calmbach - Sein Ziel ist, corona-infektionsverdächtigen Personen insbesondere aus dem Oberen Enztal, aber auch aus den umliegenden Bereichen die Anreise zu den derzeit in Betrieb befindlichen Testzentren in Calw und Nagold mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ersparen und die Testzentren dadurch zu entlasten. Auch wenn in der kommenden Woche ein weiteres Corona-Testzentrum auf dem Dobel seinen Betrieb aufnimmt, dürfte das vielen Menschen weite Anfahrtswege ersparen.

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Womit er auch der Anregung des Ersten Landesbeamten im Calwer Landratsamt, Frank Wiehe, folgt, einen in Zeiten steigender Corona-Infektionen zusätzlichen medizinischen Service zu bieten. Sind doch der Mitteilung des Calwer Landratsamtes mit Stand vom Mittwochabend dieser Woche zufolge in Bad Wildbad zusätzlich zu den noch aktiven 15 Infektionen weitere fünf Neuinfektionen aufgetreten. Für die Gemeinde Höfen sind fünf noch aktive Infektionen registriert, während die Gemeinde Enzklösterle der Einschätzung der Gesundheitsabteilung des Calwer Landratsamts zufolge aktuell nach einigen Infektionen wieder coronafrei sein dürfte.

Patienten melden sich für einen Test über ihren Hausarzt an

Die Patienten melden sich über ihren Hausarzt an und erhalten dann direkt von der Praxis Limberg einen Termin, um den Abstrich im Erdgeschoss durch das geöffnete Fenster vornehmen zu lassen. Für die Versicherten ist der Abstrich bei Corona-Verdachtsfällen kostenlos. Allerdings von der Kostenbefreiung her gesehen beschränkt auf Überweisungen von Hausarzt-Kollegen, welche diesen Dienst nicht anbieten wollen oder können und von Firmen für ihre Mitarbeiter. Die Arztpraxen verwenden für die Anmeldung ihrer Patienten in der Abstrich-Praxis einen speziellen Erhebungsbogen mit Angaben zur symptomatischen oder asymptomatischen Situation derselben, auf dessen Grundlage das weitere Vorgehen entschieden wird: Mit nur einem Antigen-Schnelltest oder mit einem PCR-Test, gegebenenfalls erweitert mit einer Röntgenuntersuchung der Lunge.

Das Ergebnis liegt bei einem in der Praxis ausgewerteten Antigen-Schnelltest schon kurze Zeit später und bei einem in einem Ettlinger Labor untersuchten PCR-Abstrich im günstigsten Fall schon am folgenden oder spätestens am zweitfolgenden Werktag vor. Besonders geschult und mit einer speziellen Schutzausrüstung ausgerüstet sind zwei Mitarbeiterinnen der internistischen Praxis, welche die Abstriche vornehmen. Damit erweitert die Praxis Limberg ihre schon bisher übernommene Aufgabe als Corona-Schwerpunktpraxis in der Hoffnung, ihren Teil zu einer Einschränkung der zweiten Infektionswelle beitragen zu können.

Pandemie in der Region verläuft bisher noch relativ glimpflich

Am Mittwochabend und damit unmittelbar nach der Zustimmung der überwiegenden Mehrheit des Deutschen Bundestags und des Bundesrates zum novellierten und der neuen Situation angepassten Infektionsschutzgesetz zeigte sich Günther Limberg im Gespräch mit unserer Zeitung von der Notwendigkeit dieser Maßnahme überzeugt. Gelte es doch, der aktuellen komplexen Situation entgegenzutreten und die Gesellschaft und dabei insbesondere am stärksten gefährdete Personen vor einer zunehmend bedrohlichen Situation zu schützen. Dabei müsse das Interesse der Gemeinschaft dem Einzelinteresse gegenüber vorgehen. "Dieses Gesetz ist in einer gefährlichen und unüberschaubaren Situation entstanden, in der die Bürger mit einschränkenden Maßnahmen rechnen müssen, um die Schwachen und Gefährdeten zu schützen. Das ist für mich Solidarität. Wenn eine solche nicht freiwillig in einem hohen Maße möglich ist, dann eben in einer lebensbedrohenden Situation per Gesetz", so Limberg. Dass die Corona-Pandemie in unserer Region im Vergleich zu anderen Gebieten und Ländern bisher noch relativ glimpflich verläuft, glaubt Limberg einem guten System von Hausärzten und Fachärzten zu verdanken, die in der Lage seien, eine allzu starke Belastung oder gar Überlastung von Kliniken vermeiden zu können.

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