Bevor das Land heute erste Gebietsvorschläge für den Nationalpark auf den Tisch legt, hat der BUND in einem Offenen Brief an Minister Bonde noch einmal für das Projekt geworben – auch für Flächen im Kreis Calw. Foto: Fritsch

Offener Brief des Kreisverbands an Bonde. Weitere Ausweisung von Bannwäldern angestrebt.

Kreis Calw - In einem offenen Brief an Alexander Bonde, Minister für Ländlichen Raum, hat sich Eckart Domrös, der Kreisvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), noch einmal deutlich für einen Nationalpark Nordschwarzwald ausgesprochen. Darüber hinaus hofft Domrös, dass, sollten Flächen im Kreis Calw zunächst nicht zum Zuge kommen, sie später zum Park dazustoßen können.

"Der Natur mehr Luft zum Atmen geben"

Der BUND-Kreisvorstand bedaure die Ablehnung des Projekts durch einen "winzig kleinen Teil der Bevölkerung aus Baden-Württemberg" im Nordschwarzwald und durch CDU und FDP. "Wo bleibt denn da der christliche Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung", fragt Domrös Richtung Union.

Mit einem Nationalpark könne man dem Aussterben vieler Tier-und Pflanzenarten "ein ganz klein wenig gegensteuern", nennt der BUND-Vorstand als ein wichtiges Argument für das umstrittene Projekt. In Fichten-Monokulturen gebe es dagegen nur eine sehr eingeschränkte Zahl von Individuen und Arten. Dieser Park werde der Natur ein klein wenig mehr Luft zum Atmen geben. Im Zusammenhang damit fordert Domrös die Gegner des Nationalparks dazu auf, zu zeigen, "was ihnen Natur- und Artenschutz wert ist und wie sie ihn verwirklichen wollen".

Darüber hinaus spricht sich der Calwer Kreisverband des BUND für die weitere Ausweisung von Bannwäldern aus, etwa in den Gebieten, die jetzt möglicherweise nicht zum Zuge kommen. Selbst Nationalparkgegner hätten eine Ausweisung von mehr Bannwäldern bereits befürwortet, merkt Domrös an.

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