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Bad Wildbad Bei kalten Temperaturen wärmt die "Wildline"-Kaffeemischung auf

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Eine kleine Gruppe von Interessierten folgte der Einladung des Regionalleiters der Hängebrücke Julius Müller zu einer besonderen Information über die Seilhängebrücke Wildline auf dem Sommerberg. Foto: Bechtle Foto: Schwarzwälder Bote

Bad Wildbad. Auf der Wildline bei Regen und Nebel? Fast nicht vorstellbar – aber möglich. Dies erlebten am Mittwochnachmittag eine kleine Anzahl von Gästen, die in der Gastronomie, Hotellerie und in der Touristik tätig sind.

Julius Müller, Regionalleiter der Hängebrücke auf dem Sommerberg, hatte zu einem "Multiplikatorenevent" eingeladen. Dass nicht alle kamen, hatte natürlich einen Grund: das Wetter war alles andere als Hängebrücken-freundlich. Nämlich regnerisch, neblig und windig.

Mit einem Video führte Müller in die Baugeschichte der Wildline ein, die vom Baubeginn bis zur Eröffnung gerade einmal zehn Monate dauerte. Ein österreichisches Spezialisten-Team trotzte Wind, Regen und Schnee und baute im Auftrag und mit der Firma Eberhardt die Wildline auf dem Sommerberg.

Die Zahlen zur Brücke sind erstaunlich: die maximale Tragkraft beträgt 600 Personen. Doch dürfen höchstens 300 Personen gleichzeitig auf die Brücke, auch deshalb, weil sonst das Durchkommen sehr beschwerlich wäre. Der 1,20 Meter breite Laufsteg wiegt 43 Tonnen, allein das Gewicht der beiden Tragseile mit einem Durchmesser von 75 Millimetern beträgt 13 Tonnen. Das Gesamtgewicht der Brücke wird mit 141 Tonnen angegeben. Rund vier Millionen Euro betrugen die Gesamtkosten samt Wegführung und Infozentrum.

Die Wildline, das ist inzwischen bekannt, ist etwas Besonderes. Untypisch für Hängebrücken, sie hängt nicht durch, sondern steigt zur Mitte an, und deshalb kann man, wenn man die Brücke betritt, von einem Ende das andere nicht sehen. Auf der Brücke, bis zu 60 Meter über dem Waldboden und hoch über den Gipfeln der Fichten und Tannen, gibt es viele interessante Ausblicke hinüber zum Meistern und auf den südlichen Teil Wildbads, bei entsprechender Witterung sogar noch weiter bis zur Schwäbischen Alb.

Höchstzahl von 2500 Besuchern an einem Tag im August erreicht

Im August 2018 wurde an einem Tag die Höchstzahl von rund 2500 Besuchern gezählt. Insgesamt übertraf das erste Jahr (Juli 2018 bis Juli 2019) die mit 80 000 Besuchern erwartete Zahl mit 20 000 Gästen mehr bei weitem.

Zu den Attraktionen auf dem Sommerberg (Baumwipfelpfad, Märchenweg, Abenteuerwald und Wildline) meinte Müller, dass diese sich ergänzten, und dass man beim Bau auch hier versucht habe, möglichst schonend in die Natur einzugreifen, was man beim Begehen der Brücke selbst sehen konnte, denn die ehemalige Baustelle ist inzwischen sehr schön bewachsen und wieder zu Natur geworden.

Auf die Teilnehmer wartete im Infozentrum nach der Wildline-Begehung Kaffee und Gebäck. Müller erklärte, dass man mit der Kaffee-Manufaktur, die ihren Sitz im früheren Wildbader Postamt hat, partnerschaftlich zusammenarbeite und es eine Sondermischung und -röstung gebe, welche den Namen Wildline trage. Rolf Maisenbacher, der Besitzer und Betreiber der Kaffee-Manufaktur war selbst anwesend und schenkte eben diesen Kaffee aus.

Vor einem Monat wurde die Wildline von "Tour Cert – Travel for Tomorrow" als nachhaltiger Partnerbetrieb ausgezeichnet. Dies bedeutet, dass sich das Unternehmen zu nachhaltigem Wirtschaften verpflichtet und eine kontinuierliche Verbesserung seiner gesellschaftlichen Verantwortung anstrebt.

Betreiber plant derweil eifrig an einer weiteren Brücke

Die Firma Eberhardt plant indes bei Rottweil eine weitere Fußgänger-Seilhängebrücke namens "Neckarline", die 606 Meter lang sein und zum Thyssenkrupp-Testturm über das Neckartal führen soll. Während der Rotweiler Stadtrat bereits dem Projekt zugestimmt hat und mehr als zwei Drittel der Rottweiler Einwohner für diese Brücke sind, müssen noch die letzten Genehmigungsverfahren für das Sechs-Millionen-Projekt abgewartet werden, bis mit dem Bau der dann größten Fußgänger-Seilhängebrücke der Welt begonnen werden kann. Seit 2017 trägt die Rappbodebrücke bei Elbingerode im Harz mit 483 Meter Länge diesen Titel.

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