Jeff Klotz, der Herausgeber des entstehenden Bad Wildbader Stadtführers, kommt bei seinem Rundgang durch die Stadt auch am Rossinibrunnen mit dem König-Karls-Bad im Hintergrund auf der anderen Enz-Seite vorbei.Foto: Schabert Foto: Schwarzwälder Bote

Stadtführer: Band entsteht unter Mitwirkung des HGV Oberes Enztal unter der Regie von Jeff Klotz

Demnächst soll Bad Wildbad einen gedruckten Stadtführer erhalten. Erstellt wird dieser von dem Historiker Jeff Klotz, der daran mit seinem im Schloss Bauschlott in Neulingen im Enzkreis sitzenden Verlag gerade arbeitet. Unterstützt wird er vom Heimat- und Geschichtsverein Oberes Enztal (HGV). "Es wird kein historisches Buch", erklärt der selbst teilweise die Autorenschaft übernehmende Fachmann.

Bad Wildbad. Aber in einer Stadt, mit der Geschichte der Bäderstadt, spiele natürlich die Vergangenheit durchaus eine Rolle, sagt der schon 2016 vom Land Baden-Württemberg mit dem Archäologie-Förderpreis ausgezeichnete Gründer des Remchinger Römermuseums. Schwerpunkte von Klotz sind die Bauforschung, Architektur- und Kirchengeschichte. Eigentlich sollte das geplante Werk für die Bäderstadt schon im Frühjahr erscheinen. Aber wie bei so vielem, hat auch dafür Corona einen zeitlichen Tribut gefordert. Studienreisen planen und stornieren, den Kunsthandel und das Café im Schloss in schwierigen Zeiten zwischendurch öffnen und schließen, statt Live-Vorträgen solche im Internet präsentieren und dennoch Bücher verfassen, herausgeben und drucken waren für den vielseitigen Firmenchef und seine zwei Dutzend Mitarbeiter eine Herkulesaufgabe in diesen Zeiten.

Grußwort vom Schultes

Aber gegenwärtig wird das Werk für Bad Wildbad mit Nachdruck bearbeitet und die letzten Fotos werden aufgenommen. Deshalb weilte Klotz dieser Tage auch mehrfach selbst in der Bäderstadt.

Mit einem Grußwort von Bürgermeister Klaus Mack und Informationen von Archivchefin Marina Lahmann aus dem Rathaus wurde der Herausgeber längst bedient. Auch das Autorenteam des HGV um Vereinschef Wolfgang Plappert hat die nach Gesprächen Ende des vergangenen Jahres übernommenen Abschnitte geliefert. Außer von ihm sind Beiträge von Barbara Hammann-Reister, Hannelore Treiber, Götz Bechtle und Heinz Schafranek vorgesehen.

Um den Stadtteil Calmbach und die Bergorte nimmt sich im geschätzt gut 100 Seiten starken Band der Autor dieses Beitrags an. Verschiedene Verfasser werden in Kurzfassung auch Besonderheiten der Bäderstadt herausstellen. Besuchern und Einheimischen soll auf diese Art ein Band, im DIN-A5-Format zum in die Tasche stecken, an die Hand gegeben werden. An dieser oder jener Stelle soll das Büchlein je nach Interessenlage zu längerem oder kürzerem Verweilen ­animieren.

Pläne und Planausschnitte sorgen dafür, dass die Orientierung auf dem Rundgang nicht verloren geht oder verweisen auch auf Dinge, wie den Holzwurmpfad und den historischen Fautsburgweg. Auf die gleiche Art sind schon Stadtführer für Pforzheim und den Karlsruher Stadtteil Durlach entstanden.

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