Abiturfeier findet im Pforzheimer CongressCentrum statt
Von Heinz Ziegelbauer Bad Wildbad/Pforzheim. Zur Abiturfeier im Pforzheimer CongressCentrum hatte Oberstudiendirektor Michael Lang als Schulleiter des Bad Wildbader Enztal-Gymnasiums nicht nur die Zeugnisse und Urkunden für herausragende Leistungen, sondern auch eine große Uhr mitgebracht.Allerdings nicht irgendeine, sondern diejenige, die den Abiturienten in der Enztalhalle die Zeit signalisierte, in der sie ihre Prüfungsaufgaben zu erledigen hatten.
Erstmals hatte die schriftliche Abiturprüfung wegen der Größe der beiden Kursstufen G8 und G9 mit insgesamt 123 Schülern dort stattgefunden. "Das ist sozusagen unsere Abitur-Uhr", sagte Michael Lang. Die Symbolkraft einer Uhr stehe für den Augenblick, für die Vergänglichkeit, für die Ewigkeit, für die Zeiten schlechthin. "Diese Uhr steht für mich für zwei ganz besondere Jahre in meinem Leben", worunter er die Kursstufen der Abiturienten verstanden wissen wollte. "Ihr habt eure Sache gut gemacht. Viele gut, viele sehr gut, manche überragend", führte Michael Lang aus und sah darin insbesondere im Blick auf die G8-Schüler keine Selbstverständlichkeit.
Mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,3 könne man guten Gewissens sagen, dass die Bad Wildbader Jahrgangsstufe G8 nicht schlechter sei als andere Jahrgänge und immerhin insgesamt etwas besser als der Landesdurchschnitt. Was bei insgesamt 34 Abitur-Prüflingen die Note eins vor dem Komma bestätige.
Sein Dank galt dem Kollegium des Enztal-Gymnasiums für die Bewältigung doppelt so vieler Kurse wie üblich, für das Engagement bei der Abwicklung der schriftlichen und mündlichen Prüfungen und der aufwendigen Korrekturverfahren. So könne er als Schulleiter ebenfalls feststellen: "Wir haben unsere Sache gut gemacht." Worte des Dankes gingen an die Prüfungskommission des Richard- Wagner-Gymnasiums in Baden-Baden, an die Mitarbeiterinnen im Sekretariat, an die Mitarbeiter der Stadtverwaltung für die Unterstützung vor Ort in der Enztalhalle sowie an die Hausmeister im Gymnasium und in der Enztalhalle, aber auch an die Eltern.
Nach dem jetzt erreichten klaren Ziel des Abiturs machte Oberstudiendirektor Michael Lang den Schülern Mut für eine künftig selbst bestimmte Zukunft mit neuen Chancen und Möglichkeiten. Für den Fall, dass es mit einem Studienplatz nicht gleich klappen sollte, riet er den Abiturienten zu einem freiwilligen sozialen Jahr, zu einem Auslandsaufenthalt oder zu einer Ausbildung. "Den einen drücke ich die Daumen, dass ihre Vorstellungen sich verwirklichen lassen. Den anderen, die noch nicht so klare Vorstellungen haben, dass sie bald den Weg erkennen und erfolgreich gehen können", so Schulleiter Lang.
Erster Bürgermeister-Stellvertreter Jochen Borg übermittelte die Grüße der Stadt Bad Wildbad als Schulträger, gratulierte den Schülern zur bestandenen Abiturprüfung und konstatierte: "Das Lernen und Büffeln hat sich gelohnt!" Dieses Lernen werde aber weitergehen, so Borg.
Petra Nych und Ursula Jahn-Zöhrens beleuchteten den Verlauf der vergangenen acht beziehungsweise neun Jahre und erhoben die Gläser auf eine gute Zukunft der 122 Abiturienten.
Danach konnten Abiturienten für ihre herausragenden Leistungen von ihren Lehrern Fachpreise entgegennehmen.
Im ersten Teil des Programms, moderiert von Sarah Volz und Matthias Kraft, hörten die Besucher der Abiturfeier vor der Übergabe der Zeugnisse noch die Reden der Abiturienten Sarah Lohr und Philipp Jäger (G9) und von Emre Kus und Jan Stammler (G8) sowie die Rede der Scheffel-Preisträgerin Sarah Lohr.
Im zweiten Teil der Abiturfeier lief ein unterhaltsames Bühnenprogramm der Abiturienten ab.
(rz). Den vom einstigen Stadtschultheißen Bätzner gestifteten Bürgermeister-Bätzner-Preis für den besten Schüler überreichte Bürgermeister-Stellvertreter Jochen Borg an Anna Seyfried. Mark Matern durfte aus der Hand von Bürgermeister Holger Buchelt den von der Gemeinde Höfen gestifteten Geschichtspreis entgegennehmen. Fritz Gundel als Vorsitzender des Freundeskreises Bad Wildbad/Cogolin überreichte den Französisch-Preis an Jan Stammler (Höfen). Den erstmals gestifteten Preis des Höfener Unternehmens Wöhr übergab Geschäftsführer Stefan Wöhr an Karl-Bang Gottlebe. Den Portzehl-Preis für ihr vorbildliches mitmenschliches Verhalten durfte Nadira Hadzic entgegennehmen. Schulleiter Lang überreichte Sonderpreise für herausragende Leistungen an Philipp Jäger und Mark Matern sowie den Dr. Rommel-Preis (Naturwissenschaften) an Sophia Steinlein.