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Bad Wildbad Auch gibt es detaillierte Bauanleitungen

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Holz-Memory samt Bauanleitung. Foto: Schwarzwälder Bote

Kaltenbronn. "Und das Thema heute, es heißt Holz. Holz sieht sehr schön aus, Holz ist vielseitig." Thomas Lachnicht, Hauptamtsleiter der Stadt Gernsbach, zitierte passend zum Thema das erfolgreiche Rap-Duo "257ers". Bei der im Infozentrum Kaltenbronn eröffneten Sonderausstellung "Holz – ein vielseitiger Rohstoff" werden die unterschiedlichsten Anwendungen vorgestellt.

Holz gibt es reichlich in Deutschland. Ein Drittel der Fläche ist mit Wald bedeckt. Damit zählt das Land zu einem der waldreichsten Länder in Europa. Der Vorrat, der in Deutschlands Wäldern steht, wird auf unvorstellbare 3,7 Milliarden Kubikmeter (m³) geschätzt. Jährlich wachsen weitere 121 Millionen m³ hinzu, doch nur 74 Millionen m³ davon werden auch genutzt. Diese und weitere Zahlen erläuterte Bertil Burian von der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, wo er eine Professur für internationale Holzwirtschaft hat.

Es gebe noch viel Luft bei der Holznutzung, betonte er. Er befürwortet die Verwendung von Holz, denn es stellt die größte Rohstoffbasis dar. Es wächst ohne fossilen Energieverbrauch nachhaltig nach und bindet erhebliche Mengen Kohlendioxid (CO2). Ein Kubikmeter speichert 917 Kilogramm CO2. Auch die Nutzung des Holzes ist mit vielen positiven Eigenschaften verbunden. Es steht regional zur Verfügung. Im ländlichen Raum werden Arbeitsplätze geschaffen beziehungsweise erhalten und regionale Wertschöpfungsketten gefördert. Die Verwendung von Holz im Hausbau spart andere energieintensive Baumaterialien ein. Das trägt zum Klimaschutz bei.

24 Studenten

Baden-Württemberg ist mit einer Landeswaldfläche von 46,8 Prozent nach Bayern das waldreichste Bundesland. Kristina Schreier ging als Leiterin des Infozentrums auf die Vorstufe des Endprodukts Holz ein, denn ohne Wald gibt es kein Holz. Und die Bewaldungsanteile der Landkreise Rastatt und insbesondere Calw liegen besonders hoch. Sie zählte drei wesentliche Funktionen des Waldes auf: Nutzen, Schutz und Erholung. Die Nutzfunktion umfasst die forstwirtschaftliche Nutzung und damit die Holzgewinnung. Umwelt und Tierschutz stehen für die Schutzfunktion. Außerdem bietet sich der Wald für unterschiedliche Freizeitaktivitäten an.

Im Mittelpunkt steht die Holznutzung. Die Ausstellung wurde in Kooperation mit der Hochschule aufgebaut. Die 24 Studenten aus dem siebten und damit letzten Semesters des Studiengangs "Holzwirtschaft" ließen sich eine Menge dazu einfallen. Die zukünftigen Holz-Fachleute erarbeiteten für die Ausstellung und ihre Hausarbeit verschiedene Themenkomplexe jeweils in Teamwork.

Aber die Besucher können sich im Auerhahn-Pavillon selbst ein Bild machen. Es gibt viel zu sehen und zu erkunden. Wer gerne mit Holz arbeitet, wird ungewohnte Hinweise finden. Die Studenten haben mit Informationen nicht gespart und auch die eine oder andere detaillierte Bauanleitung beigefügt. So zum Beispiel für das Holz-Memory, das groß und klein mit der Vielfalt der Holzarten aus heimischen Wäldern zum Spielen animiert. Der Ausstellungsraum ist mit Designer- Möbeln, aber auch alten, liebevoll aufgearbeiteten Stücken wie einem bequemen Familiensofa ausgestattet. Dazu sind viele kleinere zweckmäßige Holzgegenstände aus unterschiedlichen Nutzungsbereichen oder auch nur dekorative Objekte arrangiert.

Erstaunlich, wie viele Spielzeugarten aus Holz in der Spielecke zu entdecken sind: Das große Schaukelpferd darf auch bestiegen werden. Entsprechend der verschiedenen Ausrichtungen der Studenten gibt es Informationen zu unterschiedlichen Bereichen aus der Holzverarbeitung. Neben der Papier- beziehungsweise Verpackungsherstellung werden außerdem Themen aus dem Bereich Hausbau, Heizung mit Holz, Nachhaltigkeit und Klimaschutz angesprochen.

Die Ausstellung ist bis zum 20. November 2020 geöffnet.

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