Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Bad Wildbad An der Enzuferabsenkung ist "Land unter!"

Von
Ungewöhnlich stark überflutet ist die Enzuferabsenkung im Kurpark von Bad Wildbad. Foto: Schabert

Bad Wildbad - Die Wettervorhersagen machen ja Hoffnung, dass sich die Hochwasserlage entspannt. Für die Innenstadt von Wildbad scheinen die Wassermassen nicht – wie 1990 und 1993 sowie gegenwärtig teils andernorts – bedrohlich zu werden. Aber die Enzuferabsenkung im Kurpark ist mächtig überschwemmt.

Sie ist wohl gerade auch deshalb den Winter über gesperrt. Aber meist läuft das Wasser eben ein wenig über die gut verankerten, schweren Waschbeton-Platten. Momentan würde jedoch, wer auf einer der fest eingebauten und zum Weg hin in die Mauer eingelassenen Bänke Platz nehmen wollte, nicht nur nasse Füße bekommen, sondern bis zum Hals im Wasser sitzen.

Enz wird zum reißenden Fluß

Immer wieder sieht man die wenigen, trotz Regenwetters im Kurpark Spazierenden und viele Passanten in der Stadt Handy oder Fotoapparat ­zücken. Die sonst eher gemächlich talwärts plätschernde Enz ist nämlich gerade ein braune Wellen schlagender, reißender Fluss. Wie alles Ungewöhnliche halten dies viele auf dem Chip fest. Eine braune Farbe liefert nach Wildbad und darüber hinaus das aus Richtung Kaltenbronn zufließende Moorwasser. Schon früher riefen die Kinder in solch einer Situation: "Es kommt wieder Bier die Enz herunter!" Na ja, die Farbe und der Schaum stimmen wirklich mit fast einem dunklen Hefeweizen überein.

Gravierende Überschwemmungen erlebte Wildbad zweimal in den 1990er-Jahren. Vor genau 30 Jahren bewegte sich die Enz außerhalb ihres Betts nicht nur bis hin zu den Kolonnaden im Eingangsbereich des Kurparks. Sie plätscherte auch munter und kräftig, gar nicht zum Spaß der Anwohner und Geschäftsinhaber, die Wilhelmstraße hinunter. Eine gelbe Tafel kennzeichnet den Pegel vom 15. Februar 1990 im Kurpark-Bereich und bei der Postbrücke. "Wasserwirtschaftsamt Freudenstadt" steht klein eingeprägt darunter. Damals war das aus dem Namen hervorgehende Aufgabenfeld noch nicht bei den Landratsämtern angesiedelt.

Noch schlimmer traf es die Stadt 1947 und 1897. Beim Hochwasser im vorletzten Jahrhundert mussten gar zerstörte Brücken, Ufermauern und Hotelterrassen beklagt werden. Bis hin zu Stammholz schwemmte es Treibgut auf die Straßen.

Mehr zum Hochwasserstand in der Region gibt es in unserem Blog.

Fotostrecke
Artikel bewerten
16
loading

Ihre Redaktion vor Ort

Bernd Mutschler

Fax: 07051 20077

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.