Hätte das Elektrofachgeschäft doch weiterbetrieben werden können? (Symbolbild) Foto: kikovic/Fotolia.com

Vermieter Andreas Pross bestreitet Darstellung von Elektrofachgeschäft-Inhaber: "Hätte länger drinbleiben können."

Bad Wildbad-Calmbach - Das Calmbacher Elektrofachgeschäft Alhaca schließt im August. Unsere Zeitung berichtete, auch darüber, dass die Kündigung sehr kurzfristig wegen Eigenbedarfs erfolgt sei. Dieser Darstellung widerspricht der Vermieter Andreas Pross aber vehement.

Denn eigentlich sei der Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst worden. Das sei am Ende zwar recht kurzfristig gewesen, "aber von Herrn Haug", sagt Andreas Pross. Er widerspricht auch der Aussage, dass der Mieter erst am 9. Juli – nur mündlich –­ von der Kündigung erfahren habe. Der Fünfjahresvertrag, der in diesem Jahr ausgelaufen wäre, sei bereits am 6. November schriftlich gekündigt worden. Allerdings nur, wie Pross versichert, um ihn auf einen neuen Stand zu bringen. Der Vertrag sei also gekündigt worden, um einen neuen zu machen.

Diesen neuen Vertrag habe Pross dann am 18. April schriftlich dem Mieter vorgelegt. "Und dann habe ich nichts mehr gehört", sagt er. Zwischendurch habe es vonseiten Haugs geheißen, er würde den Vertrag noch prüfen.

In dieser Zeit entstanden bei Pross erste Überlegungen, seine Firma für CNC- und Stanztechnik in der Uferstraße zu erweitern. Alternativ kam der Gedanke auf, die Flächen des Elektrogeschäfts als Lagerfläche und für ein kleines Büro zu nutzen, wenn der Mieter seinen Vertrag nicht verlängern möchte.

Fakten richtig stellen

Bei dem Termin am 9. Juli in der Wildbader Straße habe sich herausgestellt, dass der Pächter "eigentlich nicht weitermachen will", erzählt Pross. Er habe gesagt, dass er einen "Plan B" in der Hinterhand habe.

So beschloss man das Ende des Mietverhältnisses "von unserer Seite aus in beiderseitigem Einvernehmen", erzählt Andreas Pross, der betont, dass "kein Druck von uns" gemacht worden sei. "Er hätte auch noch länger drinbleiben können", so Pross, der nicht damit gerechnet habe, dass es so schnell gehen werde. Umso überraschter sei er dann gewesen, als er gelesen habe, dass der Mieter alles "komplett auf uns abgewälzt" habe.

Viele Leute hätten angerufen, gleich morgens um sechs Uhr und Monika Pross beim Bäcker und bei der Fußpflege darauf angesprochen. "Leute, die mich kennen, wissen, dass das nicht so sein kann", wie es dargestellt worden sei. Deshalb sei es für die Familie Pross auch so wichtig, die Fakten richtigzustellen.

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