Seit über 50 Jahren hält sich das Bad über Wasser – nun steht absehbar die Generalsanierung an. Foto: Marco Fraune

Die unausweichliche Sanierung des Hallenbads rückt näher. Nach dem Start der Generalsanierung wird die Einrichtung mindestens eine Saison schließen – eher länger.

Seit mehr als 50 Jahren ziehen die Schwimmer im Lörracher Hallenbad ihre Bahnen. Die umfassende Sanierung ist nun dringend notwendig.

 

Die gesamte Technik muss überarbeitet werden

Längst hat sich die Stadt von ihrer ersten Grobkostenschätzung für den Finanzierungsrahmen verabschiedet. Vor etlichen Jahren hatte ein Gutachten eine Summe von rund zehn Millionen Euro ermittelt, mittlerweile ist ein Betrag in Höhe von 22 Millionen Euro im Wirtschaftsplan vorgesehen, sagte Klaus Schallenberger, Betriebsleiter der Stadtwerke Lörrach, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Bei den Haushaltsberatungen der Stadt Lörrach im Hauptausschuss skizzierte Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic in einem Nebensatz die Perspektiven der Einrichtung. Diese werde aller Voraussicht nach auch in der Saison 2026 öffnen können, aber die Situation wäre zusehends kritischer. Das betätigte Schallenberger: Im Grundsatz wird wohl noch mit einer Badöffnung im Jahr 2026 gerechnet – indes: „Es können auch Dinge passieren, die das verhindern“, sagte er mit Blick auf den schlechten Zustand des Bads. Die wassertechnische Ausstattung müsse ebenso überarbeitet werden wie die Lüftung, das Rohrsystem, die Beckendichtigkeit und die gesamte Hintergrundtechnik.

Stadt bemüht sich um Mittel aus Förderprogramm

Die Sauna sei in einem recht guten Zustand – hier bestehe kein akuter Handlungsbedarf. Gleichwohl müsse sie in der Sanierungsphase ebenso geschlossen werden, weil sie an das Rohrsystem des Bads angebunden sei. Angesichts der umfangreichen Arbeiten müsse damit gerechnet werden, dass Schwimmer mehr als eine Saison auf das Hallenbad der Lerchenstadt verzichten müssen.

Der Beginn der Sanierung hängt auch von der Förderkulisse ab. Die Stadt wird sich im Januar um Mittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ bemühen.

Personell sei das Bäderteam derzeit solide aufgestellt. Nach wie vor seien zwar ein bis zwei Stellen nicht besetzt. Gleichwohl könne der Hallenbadbetrieb mit dem aktuellen Bestand aufrecht erhalten werden. Auch darum, weil in der Wintersaison weniger Mitarbeiter benötigt werden, als im Sommer, wenn die 14 Vollzeitäquivalente durch Saisonkräfte aufgestockt werden.