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Bad Teinach-Zavelstein Wirtschaftliche Tragödie bleibt aus

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Auch bei wenig sonnigem Wetter kamen einige Besucher ins Bad Teinacher Freibad.Foto: Buck Foto: Schwarzwälder Bote

Man hatte die schlimmsten Befürchtungen und schon ein fettes Minus in den Büchern des Bad Teinacher Freibades gesehen. Doch jetzt lief alles gut – trotz Corona-Maßnahmen und einer Maximalgästezahl von 260. Jetzt wird am Sonntag geschlossen.

Bad Teinach-Zavelstein. Einen ganz ausgebufften Plan hatte sich Bad Teinach-Zavelsteins Bademeister Oliver Schmidt da zurechtgelegt. Zu Spitzenzeiten hatte er bei hoher Auslastung die Wassertemperatur flugs um zwei Grad gesenkt. "Dann bleiben die Leute nicht so lange im Wasser", meint der Freibadchef.

Die Gäste würden jetzt sicher denken, er sei ein "Schlawiner", meint er beim Pressetermin am Beckenrand. Das Vorgehen sei aber "absolut legitim", befand Bürgermeister Markus Wendel. Denn man musste ja irgendwie dafür sorgen, dass sich die Badegäste an die maximale Aufenthaltsdauer von drei Stunden halten. Deshalb hat Schmidt den Sommer über 1,7 Millionen Liter Frischwasser ins Becken geleitet. "Sonst erfrischt es ja auch nicht mehr", erklärt der Bademeister.

Mit der maximalen Aufenthaltsdauer hat es aber immer ohne Probleme geklappt. Auch an vollen Tagen, wenn zur Mittagszeit eine Desinfektionspause eingelegt werden musste. Er sei dann auf den Balkon des Nebengebäudes gestiegen und habe mit dem Megafon die baldige Räumung angekündigt. "Ich kam mir vor wie der Papst bei einer Ansprache", scherzt Schmidt. Zwölf Mal sei das der Fall gewesen mit der Desinfektionspause. Am Mittag bei Wiedereröffnung seien die Menschen dann teils bis zum Feuerwehrmagazin Schlange gestanden. Der stärkste Besuchertag war der 21. August. 831 Gäste pilgerten den Tag über zum kühlen Nass. Insgesamt konnten die Verantwortlichen seit der Eröffnung am 10. Juni 24 000 Besucher im Freibad begrüßen. "Ungefähr 10 000 weniger als in starken Jahren ohne Corona", verdeutlichte Wendel. Nichtsdestotrotz sei man hoch zufrieden, auch aus monetärer Sicht.

Kein Online-Verkauf war ein Vorteil

"Die befürchtete wirtschaftliche Tragödie ist ausgeblieben. Wir haben 65 000 Euro eingenommen, gerade mal 5000 Euro weniger als vergangenes Jahr", freute sich der Rathauschef und ergänzte: "Zu unserer aller Überraschung ist es gut gelaufen. Die Sorgen von Juni haben sich zum Glück zerstreut."

Das lag sicher auch an den vielen auswärtigen Badegästen. Aus Calw und Altensteig waren beispielsweise die Gäste. Der Vorteil den man in Bad Teinach-Zavelstein hatte: Man hat auf Online-Tickets verzichtet, weshalb spontanes Baden mit etwas Glück möglich war. "Wir haben meistens an den 260 Personen gekratzt, die maximal reindürfen", blickt Schmidt zurück. Diskussionen über die geltenden Regeln habe es nur in seltenen Fällen gegeben, nur einen uneinsichtigen Badegast, der sich gegen die Erhebung der Kontaktdaten gesträubt hätte, habe er wieder nach Hause schicken müssen.

Alle Gäste verhalten sich diszipliniert

Im Großen und Ganzen seien aber alle Gäste diszipliniert gewesen, hätten sich auch an die höchstens 50 Schwimmer im Becken gehalten. Übrigens seien viele auch bei Regen gekommen, um dem großen Andrang aus dem Weg zu gehen. "Das haben wir dieses Jahr auch ermöglicht", so Schmidt. Bürgermeister Wendel dankte abschließend auch noch den ehrenamtlichen Helfern, beispielsweise an der Kasse. Jetzt habe man noch bis Sonntag geöffnet und freue sich über eine trotz widriger Umstände gelungene Freibadsaison.

"Wie wir es im kommenden Jahr machen, sehen wir. Falls es noch mal eine Saison unter Corona-Bedingungen gibt, haben wir die Blaupause aus diesem Jahr und machen das genau so", blickte Wendel bereits voraus.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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