Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Bad Teinach-Zavelstein Unimogs bleiben diesmal in Garage stehen

Von
In diesem Jahr bleiben Unimog, Traktor, LKW und Co. in der Garage. Das 19. Unimog-Treffen kann aufgrund der Corona-Krise nicht stattfinden. Foto: Schäfer Foto: Schwarzwälder Bote

"Man fühlt eine gewisse Erschlagenheit und fällt gedanklich erst mal in ein tiefes Loch", beschreibt Gunter Schäfer vom Farrenhof in Schmieh die Situation, als er realisierte, dass in diesem Jahr kein Unimog-Treffen stattfinden kann.

Bad Teinach-Zavelstein-Schmieh. Zum 19. Mal in Folge hätten sich Unimog, Traktor, Lastwagen und Co. in diesem Jahr am 31. Mai auf dem Farrenhof getroffen. Doch dazu kommt es aufgrund der Corona-Krise nicht. "Grundlage dieser Entscheidung sind zum einen die Gesundheitsrisiken unserer Gäste, Freunde und Mitglieder teilnehmender Vereine, die ohne Frage an erster Stelle stehen, und zum anderen die gesetzlichen und behördlichen Vorgaben, denen wir Folge zu leisten haben", so Tanja Schäfer.

Die Absage bedeutet für Familie Schäfer, dass viel Vorbereitungszeit und Arbeit umsonst war. "Wir beginnen immer bereits im Dezember des Vorjahres mit den Vorbereitungen und dann verpufft das einfach", sagt Gunter Schäfer. Geld sei ebenfalls schon ausgegeben worden. Aber viel wichtiger sei der Austausch, die Gespräche, das Treffen von Freunden und Bekannten, das einfach wegfällt. "Und das zusätzlich nach der Kontaktsperre mit all den anderen Gästeausfällen seit März", fügt Gunter Schäfer hinzu.

Als die Absage feststand, sei das auch für die Betroffenen ein Schock gewesen. "Rund 100 Fahrzeuge waren bereits angemeldet und mit doppelt so vielen war noch mal zu rechnen", erklärt Schäfer. Das Unimog-Treffen sei für viele ein fester Termin im Kalender, bei manchen sogar ein kleiner Kurzurlaub, der ersatzlos entfällt. Für das Ersatztreffen im kommenden Jahr, am 30. Mai 2021, gebe es noch keine Pläne. "Es gilt abzuwarten, welche Auflagen oder Einschränkungen dann gelten. Es wird aber wie gewohnt ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt geben", schaut Gunter Schäfer positiv in die Zukunft.

Das abgesagte Unimog-Treffen ist für Familie Schäfer und den Farrenhof aber nur die Spitze der Corona-Krise. Viele Buchungen, von "Hot­rod-Touren" in Verbindung mit kleinen Workshops, Produktschulungen für Mitarbeiter und Grillabende von Großkunden, seien ersatzlos gestrichen. Das Restaurant hat seit März geschlossen. Das alles reißt ein großes Loch in den Umsatz: "Mai und Juni sind für uns seit Jahren die umsatzträchtigsten Monate, nur dieses Jahr geht der Umsatz in dieser Zeit fast gegen null. Auch im März und April haben wir nichts verdient", erklärt Gunter Schäfer.

Sogar geplante Termine im Juli betroffen

Die Schäfers schätzen ihren Ausfall auf etwa 70 Prozent des Jahresumsatzes, selbst wenn der Juni jetzt noch gut laufen sollte. Und das ist noch nicht alles: "Corona betrifft sogar geplante Termine im Juli. Bei den Firmen herrscht Planungsunsicherheit. Viele dürfen zum Beispiel noch nicht reisen, oder es ist aufgrund der wirtschaftlichen Lage das große Sparen angesagt", meint Gunter Schäfer. Er rechne in diesem Jahr nicht mehr mit vielen Firmenevents. Selbst Weihnachtsfeiern würden derzeit von vielen Firmen abgesagt werden. "Was jetzt schon alles storniert ist, kann nicht mehr aufgeholt werden. Ob das für das Restaurant und die Hotrod-Touren noch existenzbedrohlich wird, können wir derzeit noch nicht sagen, das hängt nun ganz stark von der Entwicklung in den nächsten Wochen und Monaten ab. Wir sind aber zuversichtlich und motiviert", so Gunter Schäfer.

Jetzt aber zu den guten Neuigkeiten: Am 30. Mai eröffnet nicht nur das Restaurant wieder, auch der Biergarten hat offen und Hotrod-Touren können wieder stattfinden. Alles unter gewissen Hygienevorschriften des Landes und nur auf Reservierung. "Es ist zwar nicht mehr vieles wie vorher, jedoch eigentlich ganz einfach einzuhalten", erklärt Gunter Schäfer. Die wichtigsten Punkte: Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern, Besucher müssen sich in eine Liste eintragen, der Sitzplatz wird zugewiesen und die Gruppengröße ist begrenzt. Das sei aber alles machbar.

Für die Zukunft wünscht sich Familie Schäfer einen Sommer, der noch gutes Geschäft bringt. "Wir hoffen auch auf eine kurze Wirtschaftskrise und dass zumindest im kommenden Jahr wieder nahezu so Verhältnisse wie vor Corona herrschen", sagt Gunter Schäfer.

Weitere Informationen: Auf der Homepage des Farrenhofs unter www.farrenhof-schwarzwald.de gibt es weitere Informationen zu den Events und den aktuellen Regeln für einen Besuch.

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 1308-91

Angebot der Woche

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.