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Bad Teinach-Zavelstein Staub und Schimmel statt sattem Orgelklang

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Orgelbauer Friedemann Güldner bringt die Pfeifen und Mechanik der Bad Teinacher Weigle-Orgel wieder auf Vordermann. Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Wolf-Ulrich Schnurr

Bad Teinach-Zavelstein. Seit vergangener Woche ist die Weigle-Orgel in Bad Teinach verstummt. Friedemann Güldner hat Staub und Schimmel in dem voluminösen Kircheninstrument den Kampf angesagt.

Einen Tag nachdem der letzte Akkord verklungen war, begann der Fachmann damit, das Innenleben der Teinacher Orgel zu entfernen. Stück für Stück werden Manuale, Pfeifen, die komplizierte Elektro-Mechanik sowie weitere Bestandteile zerlegt und in Güldners Werkstatt in Heimerdingen gebracht.

Dort werden der Schmutz der vergangenen dreieinhalb Jahrzehnte entfernt und die Instrumententeile wieder hergerichtet. Denn wenn sich Staub in den Pfeifen festsetzt, macht dies den Ton schwächer und tiefer.

Zu der klanglichen und technischen Sanierung gehört auch, dass die Orgel von Schimmel gereinigt wird. Die Gottesdienstbesucher bringen in Atemluft und bei Regen Feuchtigkeit mit in die Kirche. Diese setzt sich als Kondenswasser im Instrument ab, wenn das Gotteshaus unter der Woche auskühlt. Und auf den hölzernen Teilen im Inneren des Gehäuses können die im schlimmsten Fall gesundheitsschädlichen Pilze dann ungestört wachsen.

Normalerweise, so Güldner, müsse man entsprechende Maßnahmen etwa alle 20 Jahre planen. Doch das ist abhängig davon, wie viel Staub tatsächlich in der Luft ist. Wenn eine Kirche ordentlich gesaugt wird, kann das Intervall schon länger werden. Nach 35 Jahren war die Reinigung der Teinacher Orgel aber fällig. 1975 wurde sie eingebaut und kostete damals knapp 140 000 Mark.

Mit etwas mehr als 29 000 Euro schlägt die Reinigung zu Buche. Und diese Kosten muss die evangelische Gemeinde selbst aufbringen.

Durch Konzerteinnahmen, Gottesdienstopfer, dem Verkauf von "Orgelpfeifen" – kleinen Waffelröllchen – und Spenden sind im vergangenen Jahr mehr als 4000 Euro zusammen gekommen. Den Rest bestreite man aus angespartem Geld, berichtet Pfarrer Ulrich Holland. Schon als er vor vier Jahren die Bad Teinacher Gemeinde übernommen hat, sei diese Maßnahme absehbar gewesen.

Bis zum Samstag, 19. März, muss Orgelbauer Güldner fertig sein. Dann soll das gereinigte Instrument mit einem festlichen Konzert wieder eingeweiht werden. Und dabei wird sich erweisen, ob das Ziel erreicht wurde, den für heutige Gewohnheiten etwas harten Klang der Orgel weicher zu gestalten.

Mit Güldner hat die Kirchengemeinde einen Fachmann beauftragt, der eine besondere Beziehung zu dem Instrument hat: Er war 1975 schon als Lehrling bei der Firma Weigle tätig und hat bei der Herstellung der Teinacher Orgel geholfen.

Dass er außerdem in der Region kein Unbekannter ist, dürfte um den Klang der Pfeifen Besorgte beruhigen: Auch an der aufwändigen Sanierung der Laukhuff-Orgel der evangelischen Kirche Schömberg 1993 war er beteiligt.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

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