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Bad Teinach-Zavelstein Senioren, Bildung, Baugebiete

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In Neubulach wurde das Seniorenstift im Februar feierlich eingeweiht – nur eines von mehreren Projekten für Senioren.Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Von Sebastian BuckWas für ein Jahr! Zu Silvester wagen wir einen nicht ganz ernst gemeinten Rückblick, was 2020 Neubulach, Neuweiler, Oberreichenbach und Bad Teinach-Zavelstein gebracht hat. Die Trends: bilden, bauen, Baugebiete – oder (Letzteres) eben auch nicht.

Projekte für Senioren

Es ist auffallend: In diesem Jahr sprossen die Projekte für Senioren in allen vier Gemeinden regelrecht aus dem Boden. In Neubulach wurde das Seniorenstift im Februar feierlich eingeweiht. Die anderen Kommunen können da natürlich nicht hinterherhinken. Und so schickten sich Markus Wendel und Oberreichenbachs Karlheinz Kistner an, schleunigst eigene Projekt an Land zu ziehen. In Bad Teinach-Zavelstein entsteht in den kommenden Jahren ein schmucker Bau direkt an der Teinach – die Stadt scheut keine Kosten und Mühen, baggert wenn nötig sogar die Teinach aus, um Platz für gefährliche Fluten zu schaffen. Oberreichenbach errichtet ebenfalls ein Seniorenzentrum und entreißt bei dieser Gelegenheit der – in diesem Fall – (Un-)Glücksgemeinde Schömberg den ambulanten Pflegedienst. Und was macht Neuweiler bei all diesem Wettrüsten im Seniorenbereich? Die dortige Tagespflegeeinrichtung "Herbstrose" ist ohnehin schon über die Landesgrenzen bekannt – und bekommt durch die Gründung der Bürgergenossenschaft weiteren Schub. Es tut sich also was für die Senioren im Teinachtal.

Bildungssiegel

Böse Zungen behaupten, die Gemeinschaftsschule (GMS) in Neubulach wird nur erweitert, um noch mehr Platz für allerlei Schilder zu generieren. Es vergeht nämlich gefühlt kein Quartal, ohne dass die Bildungsstätte in der Bergwerksstadt eine neue Auszeichnung einheimst. "Schule ohne Rassismus" hier, Abo für Lernplattform da, Wettbewerbsteilnahme wieder woanders. Auch Regierungssprecher Steffen Seibert wurde von Neubulacher Schülern durch die Mangel gedreht – es würde nicht wundern, wenn es dafür eines Tages ein weiteres Schild gibt. Das kann dann Rektor Dominik Bernhart wieder öffentlichkeitswirksam mit Schraubpartnerin Saskia Esken ans Schulgemäuer pappen. Geht es so weiter, dann braucht Neubulach neben einem engagierten Lehrpersonal auch einen Förster, der sich um die Pflege des Schilderwaldes kümmert. Aber Spaß beiseite: Die Auszeichnungen sind nicht zuletzt Beleg für die gute Arbeit, die an der GMS verrichtet wird. Dieser Trend kann sich gerne fortsetzen – im Sinne der Schüler und der Stadt als Schulstandort.

Baugebiete

Im Oberen Wald zeichnet sich eindeutig ein Trend der besonderen Art ab – einer, der auch ins nächste Jahr noch wirken wird. Denn in Neuweiler scheint es Mode zu sein, vor allem gegen neue Baugebiete zu wettern. Doch beim Schimpfen bleibt es nicht in der Waldgemeinde. Im Sommer hatte man mit großem Tamtam das Baugebiet "Hohenzeil" in Zwerenberg mehr als deutlich abgeschmettert – sehr zum Verdruss der Verwaltung. Jetzt am Jahresende scheint sich die Geschichte zu wiederholen: Anwohner des Zwerenberger Wegs in Neuweiler machen gegen das Gebiet "Steigäcker" mobil. Die Schlussfolgerung ist klar: Baugebiete und Zwerenberg sind eine höchst explosive Mischung. Das bekommt auch zunehmend Bürgermeister Martin Buchwald zu spüren, der im Dezember von seinen Gemeinderäten böse attackiert wurde. Der Grund, wer hätte es anders gedacht: ein Einspruch gegen ein Baugebiet.

Nachwachsend

"Ich und mein Holz" ist eigentlich ein Partyhit, der nicht aus dem Oberreichenbacher Rathaus stammt. Doch wenn man sich die Bauprojekte in Oberreichenbach anschaut, könnte man meinen, der Sänger dieses Holz- äh Ohrwurms ist Bürgermeister Karlheinz Kistner. Denn der Rathauschef schwört auf den nachwachsenden Baustoff. Egal, ob der Kindergarten in Würzbach, die daneben stehende Sporthalle oder auch das im nächsten Jahr geplante neue Rathaus – quasi alles wird aus Holz gefertigt. Kistner ist, vor allem wegen der CO2-Speicherwirkung und Optik der Weißtanne, ein regelrechter Holzfan und glühender Verfechter des Baustoffs. So ist es verwunderlich, dass die Sanierung der Schömberger Straße ganz klassisch mit Einsatz von Asphalt gelöst wird. Aneinandergereihte Holzplanken würden da viel besser ins Konzept passen. Eine Umbenennung der Straße wäre dann aber vonnöten. Vorschlag zur Güte: aus Schömberger Straße mach Holzweg.

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