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Bad Teinach-Zavelstein Schwimmkurse trotz Coronavirus

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Nadja Derer bringt den wasserbegeisterten Kindern im Freibad das Schwimmen bei.Foto: Freibad Bad Teinach Foto: Schwarzwälder Bote

Schwimmen lernen ist für Kinder wichtig. Während der coronabedingten Betriebsschließungen waren jedoch keine Kurse möglich. Auch jetzt gilt es noch einiges zu beachten, doch Nadja Derer hat Mut bewiesen und sich dennoch ran gewagt.

Bad Teinach-Zavelstein. Als noch ein absolutes Kontaktverbot galt, war Schwimmunterricht für Kinder schlicht nicht möglich, erklärt die Schwimmlehrerin Nadja Derer. Ein gewisser Körperkontakt, vor allem, wenn ein Kind in Gefahr geraten sollte, ist einfach notwendig.

Durch die Lockerungen der Corona-Verordnung hat sich das geändert, auch wenn weiter Abstand gehalten werden muss und die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Derer hat diese Chance genutzt. Denn sie weiß: Keinen Schwimmunterricht geben zu können, ist nicht nur für die Lehrer eine "wirtschaftliche Katastrophe", sondern auch für die Kinder schlimm. Badeunfälle passieren immer wieder, könnten durch Schwimmunterricht aber verhindert werden. Schulen, so Derer, können diese Grundlagenarbeit in Sachen Schwimmen einfach nicht leisten.

Gemeinsam mit Oliver Schmidt, Betriebsleiter des Freibads Bad Teinach, hat sich Nadja Derer ein Konzept zur Durchführung von Schwimmkursen überlegt. Eigentlich sollte zunächst eine Lösung für Kinder mit Handicap gefunden werden.

Die Eltern seien auf Derer zugekommen, weil besonders für diese Jungen und Mädchen die Schwimmkurse wichtig sind.

Kaltes Wasser passt nicht für Kinder mit Handicap

Viele seien auf das Element Wasser angewiesen, um sich bewegen zu können, erläutert Derer und hält fest: "Das ist echt wichtig für die Kinder." Ein Problem gibt es aber nach wie vor: Das kalte Freibadwasser eignet sich nicht für Kinder mit Handicap. Deswegen können diese Kurse bis heute nicht stattfinden. Schwimmlehrerin Derer hofft daher, nun bald wieder Hallenbadflächen nutzen zu dürfen.

Ihre anderen Schwimmkurse für Kinder um die fünf und sechs Jahre konnte sie in den letzten Wochen jedoch im Freibad Bad Teinach wieder anbieten. Zunächst beendete sie ihren "Lockdown-Kurs", der vor der Schließung bereits begonnen hatte.

Dabei habe sie festgestellt, dass sie gerade bei wasserängstlichen Kindern "fast wieder von vorne" anfangen musste. Anschließend fand noch ein Intensivkurs statt. "Das war richtig, richtig toll", lautet ihr Fazit. Sie spricht Kindern und Eltern "ein ganz dickes Lob" aus. Alle hätten sich vorbildlich an den vorgegebenen Corona-Rahmen gehalten und das "super umgesetzt".

Einzelübungen haben sich durchaus bewährt

Gemeinsame Spiele waren zwar nicht möglich, fährt Derer fort, aber die Einzelübungen hätten sich bewährt und die Kinder seien trotzdem mit großem Spaß bei der Sache gewesen.

Auch der Lernerfolg bei den Kleinen sei groß gewesen, einige konnten sogar erfolgreich ihr Seepferdchen machen. Und alle verbuchten einen "persönlichen Erfolg". Ein großes Dankeschön spricht Derer dem Freibad für die große Unterstützung aus. Man habe "an einem Strang gezogen", freut sie sich.

Was weitere Kurse angeht, will sie erstmal abwarten, wie sich die Corona-Vorgaben nach den Sommerferien entwickeln. Trotzdem möchte sie auch anderen Schwimmlehrern Mut machen.

Besonders denen, die ihre Kurse abgesagt haben. "Die Bedingungen sind schwierig", weiß sie, "aber man muss versuchen, das Beste daraus zu machen."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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