Bei "The Mole" müssen die zehn Kandidaten verschiedene Herausforderungen bewältigen. Moderiert wird die Show von dem Duo "The BossHoss". Foto: Sat.1 / F. Becker

Kampf um 100.000 Euro in Argentinien. "Man kann keinem trauen". Serie startet am Mittwoch.

Bad Teinach-Zavelstein - Wenn am Mittwoch, 6. Mai, ab 20.15 Uhr die TV-Show "The Mole" das erste Mal über die deutschen Bildschirme flimmert, dürfte hiesigen Bürgern ein Gesicht bekannt vorkommen: Samara Bannikov, die üblicherweise mit dem Clowntheater Circus Bambi durch die Region tourt, nimmt an dem Sat.1-Format teil.

Sie müssen aus zwölf Metern Höhe von einer Brücke in Argentinien springen – alle zehn Kandidaten. Nur wenn alle mitziehen, wandern 5000 Euro in den Jackpot. Doch einer versucht, die Gruppe unauffällig zu sabotieren. Der "Mole" (zu Deutsch: der Maulwurf). Aber wer ist der Verräter? Das gilt es im Laufe der neuen TV-Show "The Mole – Wem kannst Du trauen" herauszufinden, die ab Mittwoch, 6. Mai, bei Sat.1 zu sehen sein wird.

Mit von der Partie ist Samara Bannikov aus Bad Teinach-Zavelstein. Sie dürfte vielen als künstlerische Leiterin des Circus Bambi bekannt sein, der seit vielen Jahren Kindern in den Ferien die Möglichkeit bietet, selbst einmal in der Manege zu stehen. Darüber hinaus hat die 32-Jährige schon drei Mal bei der RTL-Show "Ninja Warrior" mitgemacht. Dort müssen die Kandidaten ­möglichst schnell einen ­Parcours bewältigen. Eine rein körperliche Herausforderung, erzählt Bannikov im Gespräch mit dem Schwarz­wälder Boten. "The Mole" hingegen sei auch mental überaus ­fordernd gewesen. Den Jackpot können die ­Kandidaten schließlich nur erspielen, wenn sie zusammenarbeiten. Dennoch stehen sie alle in Konkurrenz zueinander – und dann gibt es ja auch noch den Verräter. "Man kann keinem vertrauen", fasst Bannikov zusammen.

Eine "emotionale Ausnahmesituation"

Am Ende jeder Folge, nachdem sie die Spiele absolviert haben, müssen die zehn Kandidaten jeweils 20 Fragen über den Verräter beantworten. Wer am meisten falsch hat, fliegt sofort raus. Heißt im Umkehrschluss: Im Finale stehen zwei Kandidaten und der Verräter. Den Jackpot ­bekommt am Ende der, der den "Mole" auffliegen lässt. Moderiert wird das Ganze von Alec Völkel und Sascha Vollmer von "The BossHoss".

Eine ähnliche Show gab es Anfang der 2000er-Jahre schon einmal unter dem Titel "Der Maulwurf". Nachdem "The Mole" nun lange Zeit im Ausland erfolgreich war, wurde das Format neu aufgelegt und erscheint nun mit dem Original-Titel auch im deutschen Fernsehen.

Bannikov wurde vom Sender selbst angefragt und nach zwei Castingrunden in Stuttgart stand fest: Sie ist bei den Dreharbeiten in Argentinien dabei. Diese fanden über sechs Wochen im Oktober und November vergangenen Jahres statt. Bis sie in Argentinien ankam, habe Bannikov quasi nichts über das Format gewusst. "Nur, dass es eine Abenteuershow ist", meint sie. Ein Sprung ins Ungewisse. "Man gibt sein Handy ab und ist dann 24 Stunden im Spiel drin." Übernachtet wird im Doppelzimmer mit einer anderen Kandidatin. "Vielleicht schläft der Verräter neben einem, man weiß es ja nicht." Oder vielleicht ist sie auch selbst der "Mole"?

Für Bannikov, die sich selbst als risikofreudig beschreibt, war das Ganze eine "wahnsinnige Erfahrung", schwärmt sie. Wenn auch eine "emotionale Ausnahmesituation". "Man wächst über sich hinaus, gerade in Drucksituationen." Denn wann spielt man schon einmal in einem Team um so viel Geld? Die Herausforderungen seien ganz unterschiedlich gewesen – Tiere, Adrenalinkicks, ­Rätsel. "Man wusste vorher gar nicht, was auf einen zukommt." Entsprechend sei auch ein gezieltes Training, wie damals vor "Ninja ­Warrior", nicht möglich gewesen.

In einem Sarg mit Funkgerät angekommen

Ganz besonders ist Bannikov eine Gegebenheit in Erinnerung geblieben: Vergraben in einer Art Sarg nahm sie nur mit einem Funkgerät das erste Mal Kontakt zu einem anderen Teilnehmer auf. "Dann geht der Deckel auf, da steht ›The BossHoss‹ und sagt ›Willkommen im Spiel‹", erinnert sie sich an die kuriose Situation. "Ich bereue keine Sekunde", so ihr Fazit.

Durch die Zeit in Argentinien habe Bannikov das Miteinander zu Hause ganz neu zu schätzen gelernt, erzählt die 32-Jährige. "Ein Gespräch zu führen ohne Hintergedanken, das hat mir gefehlt – man wusste dort ja nie, wer lügt." Ihr Leben im beschaulichen Bad Teinach-Zavelstein ­erschien ihr dagegen nach ihrer Rückkehr etwas öde, räumt Bannikov lachend ein. "Mein Leben als Artistin kam mir immer spannend vor." Bis sie bei "The Mole" an ihre Grenzen ging. "Das habe ich anfangs sehr vermisst."

Es gehöre zur Lebenseinstellung der 32-Jährigen, nicht immer den vorsichtigen Weg zu gehen. "Sonst hätte ich vieles nicht erlebt, was ich heute nicht missen möchte. Augen zu und durch, einfach machen. "Manchmal muss man ins kalte Wasser ­springen."

Sollte sie die Show gewinnen, möchte Bannikov mit dem Preisgeld von 100 000 Euro übrigens gerne die Zirkusschule erweitern oder ein zweites Zelt für den Circus Bambi kaufen.

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