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Bad Teinach-Zavelstein Minigolfplatz steht vor dem Aus

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So rot wie das Ziel sind seit Jahren auch die Zahlen beim Minigolfplatz in Bad Teinach-Zavelstein. Foto: Fritsch

Bad Teinach-Zavelstein - Minigolf ist ein Freizeitsport, der irgendwie aus der Zeit gefallen scheint. So sieht es jedenfalls in Bad Teinach-Zavelstein aus, wo der Platz seit Jahren Verluste einfährt. Jetzt will man am Ende der Saison die Reißleine ziehen.

"Da sind wir über das reine Gedankenstadium hinaus", meint Bad Teinach-Zavelsteins Bürgermeister Markus Wendel zum Ansinnen, den örtlichen Minigolfplatz am Ende der nun gestarteten Saison für immer dichtzumachen. Das Problem: Wirtschaftlich ist der Platz schon lange nicht mehr. 20.000 Euro lege man da jedes Jahr drauf, führt der Rathauschef aus.

Modernisierung zu hohe Kosten

Freilich kann man den Platz ins 21. Jahrhundert hieven, beispielsweise mit einem Umbau zum Adventure-Golf Platz. Auch 3D-Minigolf erfreut sich wachsender Beliebtheit, dazu bräuchte es dann aber eine Halle. Egal wie, eine Modernisierung würde einen "hohen sechsstelligen Betrag" kosten. "Eine Investition, die sich nie tragen würde", kommt Wendel zu einem ernüchternden Urteil. Außerdem wären die Belastungen für den Haushalt, der nach neuem kommunalen Haushaltsrecht auch Abschreibungen vorsieht, gigantisch.

Auch bei Franziska Bürkle, Tourismus-Chefin in Bad Teinach-Zavelstein, setzt sich am Ende die wirtschaftliche Vernunft durch: "Wir tragen da jedes Jahr einige Tausend Euro den Berg hoch." Seit fünf Jahren würde der Platz rote Zahlen schreiben, irgendwann sei es dann eben nicht mehr zu halten.

Hoffnung stirbt allmählich

Gleichwohl natürlich aus touristischer Sicht Anziehungskraft wegbricht. "Bei mir schlagen da echt zwei Herzen in der Brust. Das eine sagt man sollte sparen, das andere sieht, dass eben auch eine Attraktion wegfällt", so Bürkle wehmütig.

Vielleicht kämen ja jetzt in der Minigolfsaison wieder mehr Spieler und man erlebe eine Renaissance des totgeglaubten Freizeitsports. So recht daran glauben kann Bürkle aber auch trotz coronabedingtem Freiluftdrang nicht. "Aber vielleicht entdecken es die Leute ja wieder, die Saison warten wir jetzt ab, wie es läuft", so die Tourismuschefin. Weiter oben im Rathaus, wo Bürgermeister Wendel sitzt, sieht man die Sache trotz aller Wehmut ziemlich nüchtern: "Vielleicht ist das Thema Minigolf auch irgendwie durch", bricht Wendel den Schläger über der Anlage. Das gute, sollte man den Platz schließen: Das Grundstück gehört der Stadt, kann also problemlos einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Gemeinderat spricht über Platz

"Das Grundstück liegt nur 60 bis 70 Meter vom Wanderweg entfernt, vielleicht bekommt man das da irgendwie eingebunden", überlegt der Schultes. Das Kassenhäuschen sei noch gut in Schuss, darin könne man unter Umständen eine Automatenstation oder ähnliches für durstige und ausgehungerte Wanderer aufstellen.

Sicher scheint beim Thema Minigolf nur eines: Der Platz und seine ungewisse Zukunft werden früher oder später noch im Gemeinderat thematisiert werden.

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 1308-91

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