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Bad Teinach-Zavelstein Kinderkrippe bereits jetzt baureif planen

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Der Gemeinderat beschäftigte sich mit dem Thema Kinderbetreuung.Foto: © famveldman – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Vorausschauend planen – gerade in Zeiten dramatisch knapper kommunaler Kassen sicher nicht die schlechteste Strategie. Genau deshalb machten sich Bad Teinach-Zavelsteins Bürgermeister Markus Wendel und sein Gemeinderat jüngst daran, die weitere Planung für die Kinderkrippe im Ort gemeinsam zu diskutieren.

Bad Teinach-Zavelstein. Denn wirklich Handlungsdruck in dieser Frage gibt es im Ort eigentlich nicht. "Die angebotenen Plätze reichen im Moment", so der Bürgermeister in seinen Erläuterungen. Die Kleinkindbetreuung (U3; Kinder unter drei Jahren) wird aktuell im Gebäude Badstraße 1 in Bad Teinach realisiert. Dort gibt es im Erdgeschoss eine "10 + 2"-Gruppe; meint: zehn Kinder dürfen in der Gruppe maximal zeitgleich betreut werden, wobei bis zu zwei weitere Kinder zusätzlich "rollierend" dazu kommen können – wenn zwei andere Kinder jeweils das Betreuungsangebot nicht nutzen.

Eine weitere kleine Kleinkindgruppe mit maximal sieben Kindern gibt es außerdem noch im Obergeschoss des Gebäudes Badstraße 1; insgesamt werden also in der Stadt aktuell 19 U3-Betreuungsplätze vorgehalten – was, so Wendel, derzeit die Nachfrage gut bewältige. Zumal für den Sommer kommenden Jahres der Wechsel von insgesamt zehn U3-Kindern von der Krippe in Richtung Regelkindergarten (Ü3; über drei Jahre) anstehe – also dann wieder eine große Zahl Krippenplätze frei zur Verfügung stünden.

Allerdings: Bisher sind die im Gebäude Badstraße 1 angebotenen U3-Plätze keine Ganztagsplätze, sondern nur auf eine Halbtags-Betreuung ausgelegt. Weshalb man gemeinsam mit dem Architekturbüro Krieg+Wolf (Calw) eine Vorentwurfsplanung aufgelegt habe, um die bisher genutzten Räumlichkeiten in Richtung Ganztagsplätze zu ertüchtigen. Dabei geht es vor allem um die Schaffung von zusätzlichen Ruhemöglichkeiten für die Kinder und die Bereitstellung von Küchenkapazitäten, um die Kleinen auch mit mehr Speiseangeboten zu versorgen. In einem zweiten Schritt wolle man zudem die Planungsvoraussetzungen schaffen, um die Betreuungskapazitäten der Krippe auch insgesamt um bis zu fünf weitere Betreuungsplätze auf dann 24 zu erweitern.

Wobei Bürgermeister Wendel klar machte, dass es ihm aktuell "nur" um die Herstellung einer möglichst "baureifen Planung" für den Ausbau der Kinderkrippe gehe – noch nicht um die konkrete Umsetzung und Realisation. Denn irgendwelche Fördertöpfe für solch ein Ausbauprojekt in der Kleinkindbetreuung gäbe es aktuell nicht. Aber er rechne eigentlich schon damit, dass in der aktuell angelaufenen Diskussion um die Entlastung und Förderungen der Kommunen durch Bund im Land nach den massiven, Corona-bedingten Steuereinbrüchen, etwa bei der Gewerbesteuer, es auch zum Beispiel wieder spezielle neue Zuschuss-Töpfe gerade für Kitas und Krippen geben könnte. "Und dann möchte ich fertige Planungen in der Schublade habe", um dann auch auf jeden Fall mit Bad Teinach-Zavelstein von den ausgelobten Fördermitteln profitieren zu können.

Ein Weg, den sämtliche Gemeinderäte während der Sitzung im Konsul Niethammer Kulturzentrum (KoNi) offensichtlich gerne mitgehen wollten. Und dafür auch schon sehr detailliert in die Erörterung der von Architekt Benjamin Hahn vorgestellten Entwurfsplanung einstiegen. Etwa beim Thema Aufzug, der bei der Ertüchtigung des Gebäudes für den barrierefreien Zugang auch der oberen Geschosse des Gebäudes sorgen soll.

Dachgeschoss erschließen

Im Moment ist im Eingangsbereich ein Anbau geplant der neben einer "Schmutzschleuse" auch den Aufzug aufnehmen soll – der dann bis zum ersten Obergeschoss reicht. Hier plädierte etwa Gemeinderat Rolf Berlin dafür, den Aufzug auch soweit zu planen, dass auch das darüber liegende Dachgeschoss noch barrierefrei mit erschlossen werde – "sonst ärgert man sich ewig darüber, es nicht gleich mitgemacht zu haben".

Zuvor hatte bereits Gemeinderat Jochen Krauss angeregt, tatsächlich dieses Dachgeschoss gleich mit "zu ertüchtigen" und auszubauen, um dort zum Beispiel eine zusätzliche Lagerfläche für die Touristik im Teinachtal unterzubringen – die dort in verkehrsgünstiger Lage schneller auf ihr Equipment zugreifen könnte als mit der bisherigen Lösung. ­­

Verbesserungsbedarf zum derzeitigen Planungsstand sah auch Gemeinderat Maik Jackson, der – selbst Vater – auf die gelegentlich nicht unkritische Zugangssituation am Gebäude Badstraße 1 (liegt direkt an der Haupt-Durchgangsstraße von Bad Teinach) aufmerksam machte. Jackson regte deshalb an, den Zugang doch vom Osten her – aus Richtung Freibad – zu realisieren, um die Kindern abseits der Hauptstraße auf das Grundstück führen zu können. Bürgermeister Wendel sagte schließlich zu, bis zum nächsten Planungsstand diese Anregung(en) mit in die Konzeption aufnehmen zu wollen – die dann auch mit den übergeordneten Genehmigungsebenen auf ihre fachliche Umsetzbarkeit geprüft würden.

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