In nur drei Tagen bauten die Grundschüler eine Stadt mit umfangreicher Infrastruktur, in der es viel zu entdecken gab. Foto: Stocker Foto: Schwarzwälder-Bote

Grundschüler als Baumeister / "Lego-City" fasziniert nicht nur Kinder

Von Steffi Stocker

Bad Teinach-Zavelstein. Da waren Eltern und Lehrer so richtig neidisch auf ihre Sprösslinge, denn die 60 Dritt- und Viertklässler der Grundschule frönten drei Tage lang mit Lego-Steinen ihrer Baulust. Am Freitagnachmittag präsentierten sie dann eine komplette Stadt und ließen die Besucher staunen.

"Ich eröffne hiermit Lego-City", gewährte Bürgermeisterin Pauline Rentschler den gespannten Gästen dann Zutritt. Der Rundgang nahm schließlich einige Zeit in Anspruch, zumal die Stadt eine unglaubliche Infrastruktur aufbot.

Flughafen, Stadion, Polizeistation, Feuerwache, Schiffshafen, Kirche, Dom, Bahnhof und jede Menge Häuser in allen Größen wollten erkundet sein. Und überall in der Stadt pulsierte das Leben. Da verfolgten Fans ein Fußballspiel, bei dem gerade ein verletzter Spieler vom Feld getragen wurde. Am anderen Ende der Stadt setzte sich eine Hochzeitskutsche in Bewegung, während der Zug nicht müde wurde, seine Runden zu drehen. Auf Balkonen beobachtete die Bevölkerung von Lego-City das Treiben in der bunten Stadt.

"Es fiel uns Erwachsenen unglaublich schwer, sich zurück zu halten", lachte Eva Lee anlässlich der Präsentation. Gleichzeitig verwies die Schulleiterin darauf, dass so besondere Schultage nur mit Hilfe der Eltern möglich seien. Während diese das Gesamtprojekt begleiteten, war es der Förderverein, der das Angebot in die Schule brachte und mit mehreren hundert Euro finanzierte. Vorsitzender Dieter Schorratz schuf die Verbindung zu Bauherr Jürgen Kraft aus Ebershardt. Und dieser hatte rund 250 000 Lego-Steine sowie Baupläne im Gepäck.

Kompetenzenspielerisch trainiert

"Es wurden dabei unglaublich viele Kompetenzen spielerisch trainiert, deshalb führten wir gleich eine Bürgermeisterwahl durch", zog die Schulleiterin ihr Fazit. In Teams wurde zunächst geplant, dann das Baumaterial herausgesucht und schließlich die Realisierung umgesetzt. So konnten die Kinder den erwachsenen Gästen genau berichten, an welcher Stelle der Stadt ihre Handschrift zu finden ist. Dank Krafft waren Baukatastrophen und Einstürze während der Erbauung schnell behoben. Eine Woche lang dürfen sich die Grundschüler nun an ihrer eigenen Stadt erfreuen und immer wieder darin spielen.