Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Bad Teinach-Zavelstein Bohnenberger-Areal ist jetzt im Netz

Von
Das Bohnenberger-Haus in Zavelstein ist seit Längerem heiß diskutiertes Thema in der Bürgerschaft. Foto: Fuchs Foto: Schwarzwälder Bote

Das Thema Bohnenberger-Areal in Bad Teinach-Zavelstein köchelt weiter. Jetzt hat die Bürgerinitiative "Lebenswerte Gemeinde" im Internet eine Diskussions-Plattform ins Leben gerufen. Doch Bürgermeister und Initiative betonen, jetzt beidseitig mehr zu kommunizieren – in der realen Welt.

Bad Teinach-Zavelstein. Das Bohnenberger-Areal in Zavelstein ist weiterhin in der öffentlichen Diskussion präsent. Jetzt hat die Bürgerinitiative (BI) "Lebenswerte Gemeinde" ein Online-Forum ins Leben gerufen, um eine Diskussionsplattform für "neue Projekte und Veränderung in allen Teilorten von Bad Teinach-Zavelstein zu bieten", gibt die Initiative in einer Pressemitteilung bekannt.

Gebäude hat große Bedeutung

Doch der Stein des Anstoßes war eben die Nutzung des Bohnenberger-Areals. Das war mittlerweile auch im Gemeinderat ein Thema, wo nun ein befürchteter Abriss zunächst vom Tisch ist. "Mehrere Gemeinderäte betonten die städtebauliche Bedeutung des Gebäudes und sprachen sich für den Erhalt aus", blickt die Bürgerinitiative zurück. Für eine Machbarkeitsstudie, die sich mit zwei Nutzungskonzepten befassen soll, wurden sodenn auch Gelder bewilligt.

Doch der Bürgerinitiative geht es um mehr als nur die Nutzung des Bohnenberger-Areals. Das jedenfalls verdeutlicht Hubert Keller: "Insgesamt sehen wir ein starkes Defizit an Miteinander in der Stadt. Deshalb wollten wir mit der Homepage eine Plattform bieten, um sich auszutauschen."

Bürgermeister Markus Wendel sieht die neue Plattform als gut an. "Dass da der digitale Weg gewählt wird, ist ja auch nachvollziehbar und völlig in Ordnung." Doch selbst am Forum aktiv teilnehmen werde er nicht. "Wenn, dann rede ich mit den Leuten über das Thema lieber von Angesicht zu Angesicht. Im Gemeinderat oder bei Bürgerversammlungen", erklärt der Schultes, dass er auch nicht als Privatperson in die Debatte eingreifen oder gar einen Beitrag kommentieren werde.

Inzwischen seien, meint Wendel aber, auch generell die Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Bürgerinitiative und Verwaltung behoben. "Bürgerinitiative und Bürgermeister sind da jetzt auf einer Wellenlänge", verdeutlicht Wendel die neu gewonnene Harmonie.

Das bestätigt auch die Initiative in ihrer Pressemeldung: "Darüber hinaus haben jetzt auch zwischen Vertretern der BI ›Lebenswerte Gemeinde‹ und Bürgermeister Wendel Gespräche stattgefunden, die einen dritten Vorschlag ins Spiel bringen", heißt es in der Mitteilung.

Konkret ging es da um die Bereitstellung des Erdgeschosses als Bürgertreff für verschiedene Nutzungen. Ein Bürger-Cafe und diverse Aktivitäten von Yoga-Kurs bis zum Stammtisch wären denkbar. Auch eine öffentliche Toilette oder ein kleiner Laden mit Angeboten von regionalen Produkten sowie ein Präsenzraum für die Teinachtal-Touristik könnte integriert werden.

"Die Gespräche wurden einvernehmlich als konstruktiv bezeichnet", lässt die BI verlauten. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich noch die ein oder andere offene Frage, die Wendel beantwortet haben möchte, wie er sagt: "Es stellt sich die Frage, wer was bezahlt. Das muss eben geklärt sein." Auch Keller räumt ein, dass es "gerade bei der Finanzierung noch Spannungsfelder gibt". Weiter legt er nach: "Man gibt hier viel Geld für den Tourismus aus, da gehen manche Dinge an den Bürgern vorbei."

Einige Pläne werden vorgestellt

Wendel betont unterdessen, dass man sich darüber einig sei, dass "das Bohnenberger-Areal ein wichtiger Standort ist bei dem man schauen muss, was man draus macht."

Auch die Bürgerinitiative hat einige Pläne im Köcher, die am 4. November in der nächsten Gemeinderatssitzung präsentiert werden sollen.

Die BI sei aber, das beteuert wiederum Keller, nicht darauf verbissen, ihre Vorhaben rund ums Bohnenberger-Haus durchzuboxen. "Wenn das nach allen Prüfungen doch abgerissen wird, dann gibt es keinen Aufstand – das Rathaus wird nicht brennen", beruhigt der Mann von "Lebenswerte Gemeinde". Das Forum stünde allerdings nicht nur für das Thema Bohnenberger-Areal zur Verfügung. "Da können auch andere Sachen wie beispielsweise der Parkraum in der Stadt thematisiert werden", meint Keller.

Ziel der ganzen Aktion sei es, "die Bürger am Thema zu beteiligen und mit einzubinden." Bisher läuft das aber schleppend – zumindest wenn man sich die nackten Zahlen anschaut. Unter vier Themenkomplexen gibt es inzwischen 17 Beiträge. Immerhin 1088 Aufrufe zählt die Seite.

Die detaillierten Pläne zum Bohnenberger-Haus werden dann in der nächsten Gemeinderatssitzung vorgestellt – laut Wendel wohl auch mit Plänen des Gebäudes, wo man sich welche Nutzung vorstellen könnte.

Weitere Informationen: www.buerger-bad-teinach-zavelstein.de

Artikel bewerten
1
loading

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.